idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
13.04.2026 12:15

Forschung zu Männerschuppen: neuer Leitfaden und weitere Förderung

Iria Sorge-Röder Hochschulkommunikation und -marketing
Universität Bremen

    Männerschuppen als kommunale Treffpunkte für Männer ab 50 Jahren in Deutschland etablieren – das ist das Ziel des neuen Männerschuppen-Projekts an der Universität Bremen. Das Projekt wird ab sofort mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Außerdem ist ein neuer Leitfaden für die Planung und Umsetzung von Männerschuppen verfügbar.

    Viele kommunale Angebote erreichen eher Frauen und sind für Männer in Ansprache und Inhalt häufig wenig attraktiv. Dies betrifft auch Angebote zu Gesundheitsförderung und Prävention. Um diesem Problem entgegenzuwirken, entstanden zunächst in Australien „Männerschuppen“, also Orte, an denen sich Männer über 50 zu gemeinsamen Aktivitäten wie Reparatur- und Holzarbeiten treffen. In Bremen untersuchte das Modellprojekt „MARS – Männerschuppen als Orte der Prävention und Gesundheitsförderung im kommunalen Setting für Männer ab 50 Jahren“, welche gesundheitlichen Effekte Männerschuppen haben und wie sich das Konzept auf Deutschland übertragen lässt. Ein Team am Institut für Public Health und Pflegeforschung unter der Leitung von Professorin Karin Bammann hat hierzu acht Männerschuppen in Norddeutschland gegründet und begleitet.

    Aus den Erfahrungen von MARS ist der Leitfaden „Männerschuppen – Ein Leitfaden für die Planung und Umsetzung von Männerschuppen in Deutschland“ entstanden. Er richtet sich an Kommunen, Vereine und Engagierte, die selbst Männerschuppen gründen möchten. Der Leitfaden erklärt das Konzept hinter den Männerschuppen, zeigt, was man bei der Auswahl der Räumlichkeiten und Aktivitäten beachten muss und wie die interne Organisation unter den Beteiligten ablaufen kann.

    Ein zentrales Thema ist außerdem die organisatorische und finanzielle Umsetzung. Der Leitfaden erklärt, welche räumlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten sind, wie Gesundheit und Sicherheit gewährleistet werden können sowie welche Fördermöglichkeiten es gibt. Er gibt auch Tipps, wie Männerschuppen langfristig etabliert und beworben werden können. Interessierte können den Leitfaden ab sofort unter https://www.uni-bremen.de/maennerschuppen herunterladen.

    Seit mehreren Jahren wird an der Universität Bremen zum Thema Männerschuppen geforscht. Nun erhält die Universität Bremen Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds und vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, um weitere Männerschuppen als Orte lebenslangen Lernens in Norddeutschland aufbauen zu können. Das Projekt MARS+ startet am 01. April 2026 und läuft für zwei Jahre.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Oliver Bock
    Forschungsschwerpunkt Männerschuppen
    AG Epidemiologie des demographischen Wandels
    Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
    Universität Bremen
    E-Mail: maennerschuppen@uni-bremen.de


    Weitere Informationen:

    https://www.uni-bremen.de/maennerschuppen/


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege
    regional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).