Das DLR und die HAW Kiel wollen nach dem Thüringer Modell zwei Professuren im Bereich der maritimen Energiesysteme berufen, die am Fachbereich Maschinenwesen das Studien- und Forschungsangebot zu maritimen Energiesystemen erweitern sollen. Die gemeinsam Berufenen übernehmen an der HAW Kiel eine Professur und beim DLR die Leitung einer wissenschaftlichen Abteilung. Ein erstes gemeinsames Vorhaben ist ein Lehrauftrag im Modul „Anwendung der Ingenieurwissenschaften im Schiffbau“ an der HAW Kiel, in dem untersucht wird, wie bestehende Schiffe auf erneuerbare Antriebe umgerüstet werden können.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die HAW Kiel haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Herzstück der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Berufung von zwei Professuren im Bereich der maritimen Energiesysteme.
Stärkung der maritimen Industrie in Schleswig-Holstein
„Diese Kooperation bedeutet die ideale Verbindung zwischen der Technologieentwicklung des DLR und der angewandten Forschung der HAW Kiel“, erklärt HAW-Kiel-Präsident Prof. Dr. Björn Christensen. „Gemeinsam schaffen wir ein Umfeld, in dem exzellente Forschung unmittelbar in die Ausbildung der nächsten Ingenieurgeneration einfließt und zugleich die maritime Wirtschaft in Schleswig-Holstein gestärkt wird.“
Erweiterung des Studienangebots der HAW Kiel
Die beiden Professuren werden am Fachbereich Maschinenwesen der HAW Kiel verankert und erweitern dort das bestehende Studien- und Forschungsangebot zu maritimen Energiesystemen. „Unsere Studierenden erhalten damit einen noch breiteren Zugang zu Themen wie Schiffsbetriebstechnik, alternativen Antriebssystemen und Energiewandlung an Bord der seegängigen Technologie-Plattform des DLR“, sagt Prof. Dr. Jürgen Mallon, Dekan des Fachbereichs Maschinenwesen.
Die nach dem Thüringer Modell gemeinsam Berufenen übernehmen an der HAW Kiel eine Professur und beim DLR zugleich die Leitung einer wissenschaftlichen Abteilung. Die Berufungen sind nicht befristet und zielen auf eine langfristige strategische Partnerschaft in Forschung und Lehre.
Novum und Meilenstein für den Hochschul- und Forschungsstandort
Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Dr. Dorit Stenke bezeichnet die Vereinbarung als wichtigen Meilenstein für den Hochschul- und Forschungsstandort Schleswig-Holstein. „Die gemeinsame Berufung von Professuren durch eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften und ein außeruniversitäres Forschungszentrum ist für Schleswig-Holstein ein absolutes Novum“, betont Stenke. „Das stärkt den Hochschul- und Forschungsstandort in einem für das Land zentralen Zukunftsfeld. Der Wissenschaftsrat hat in seinem Gutachten engere Kooperationen zwischen Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen als wichtiges Potenzial für die wirtschaftliche Entwicklung identifiziert – hier wird dieses Potenzial vorbildlich genutzt.“
Weiterentwicklung der Forschung zur maritimen Energiewende
Die HAW Kiel ist bereits heute im Bereich Schiffbau und maritime Technologien forschungsstark und unter anderem Teil der CAPTN-Initiative, in der Bedingungen für autonomes Fahren, Bunkerlösungen für alternative Kraftstoffe und robotergestützte Betankung untersucht werden. „Durch die Kooperation mit dem DLR können wir uns fachlich noch breiter aufstellen und unsere Forschung zur maritimen Energiewende und unsere exzellente Lehre im Schiffbau und der maritimen Technik konsequent weiterentwickeln“, sagt Prof. Dr. Hendrik Dankowski vom Institut für Maritime Technik und Schiffbau. „Gleichzeitig erhöhen wir die Sichtbarkeit des Standorts Kiel in der internationalen Forschung zu klimafreundlichen Schiffsantrieben und innovativen maritimen Technologien.“
Wandel der Mobilität auf dem Wasser
Das DLR baut in Kiel derzeit die Aktivitäten seines Instituts für Maritime Technologien und Antriebssysteme aus. „Mit diesem Ausbau unserer Aktivitäten in Kiel und der im Bau befindlichen seegängigen Technologie-Plattform schaffen wir ein leistungsfähiges Technologie-Powerhouse, um der maritimen Industrie Sicherheit für ihre Investitionsentscheidungen in neue Technologien zu geben und so den Wandel der Mobilität auf dem Wasser zu beschleunigen“, erklärt Prof. Sören Ehlers, Direktor des DLR-Instituts für Maritime Technologien und Antriebssysteme in Kiel. „Die Kooperation mit der HAW Kiel ist dafür ein wichtiger Baustein, weil sie angewandte Technologie-Expertise mit einer starken Ausbildungspraxis verbindet.“
Ein erstes gemeinsames Vorhaben ist ein Lehrauftrag im Modul „Anwendung der Ingenieurwissenschaften im Schiffbau“ an der HAW Kiel, in dem untersucht wird, wie bestehende Schiffe auf erneuerbare Antriebe umgerüstet werden können.
Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt ...
Quelle: Luzie Sam
Copyright: DLR
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Energie, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
überregional
Kooperationen, Personalia
Deutsch

Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt ...
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