Die internationale Tagung betrachtet die Sentimentalisierung des Zukünftigen als kulturelle Praxis und fragt danach, wie Ungewisses in stabilisierende und legitimierende Zukunftsvisionen transformiert wird.
Am 24. April hält Eileen Hunt (University of Notre Dame) den Keynote-Vortrag ›Sentimentalism and Virtual Reality: The Futuristic Legacies of Mary Shelley's The Last Man‹.
Die Tagung findet auf Englisch statt.
Das Sentimentale wird häufig mit Nostalgie und dem Schwelgen in Erinnerungen in Verbindung gebracht. Eine solche temporale Verengung verdeckt jedoch die Wirkmächtigkeit des Sentimentalen als zukunftsorientierten affektiven Code – als emotionaler Antizipation des Kommenden. Vergangenheit und Zukunft sind gleichermaßen unverfügbar; gerade diese Unverfügbarkeit macht beide Zeithorizonte zu produktiven Schauplätzen sentimentaler Projektion.
Die internationale Konferenz betrachtet die Sentimentalisierung des Zukünftigen als kulturelle Praxis und fragt danach, wie Ungewisses in stabilisierende und legitimierende Zukunftsvisionen transformiert wird. In der von ökologischen Krisen, affektiver Polarisierung und (digitaler) Beschleunigung geprägten Gegenwart manifestieren sich solche Praktiken in vielfältigen Formen. Dabei zeigt sich, wie Sentimentalität individuelle Emotionen mit kollektiven, normativen Visionen verknüpft. Die Konferenz fokussiert daher in ihren fünf Panels das Sentimentale als entscheidende emotionale Ressource, um Kommendes zu imaginieren, zu hinterfragen und Wege in eine unsichere Zukunft zu finden. Am 24. April um 9 Uhr hält Eileen Hunt (University of Notre Dame) den Keynote-Vortrag ›Sentimentalism and Virtual Reality: The Futuristic Legacies of Mary Shelley's The Last Man‹.
Die Konferenz findet von Mittwoch, 22. bis Freitag, 24. April 2026, im Deutschen Literaturarchiv Marbach statt (Tagungsbereich). Tagungssprache ist Englisch.
Internationale Konferenz in Verbindung mit dem Graduiertenkolleg ›Das Sentimentale in Literatur, Kultur und Politik‹ der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
Sprache / Literatur
überregional
Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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