Gemeinsamer Appell der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und des Deutschen Studierendenwerks (DSW) an die Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag ausformulierte BAföG-Reform zum Wintersemester 2026 / 2027 umzusetzen.
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und das Deutsche Studierendenwerk (DSW) fordern die Bundesregierung, insbesondere Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), dazu auf, zum Wohl der Studierenden ihren Streit über die Finanzierung der angekündigten BAföG-Reform beizulegen und die Novelle noch wie im Koalitionsvertrag angekündigt zum Wintersemester 2026 / 2027 auf den Weg zu bringen.
Dazu erklärt HRK-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal:
„Eine umgehende Erhöhung der BAföG-Fördersätze ist dringend angezeigt, gerade angesichts der hohen Lebenshaltungskosten. Zu viele müssen neben dem Studium in erheblichem Umfang arbeiten – mit nachteiligen Folgen für ihren Studienerfolg. Hier muss die Politik reagieren. Über die unmittelbare Erhöhung der Fördersätze hinaus benötigen wir endlich eine grundlegende Reform, die das BAföG substanziell und nachhaltig verbessert und verlässlich und zeitgemäß weiterentwickelt. Dazu haben wir konkrete Vorschläge gemacht. Eine Politik, die eine gerechte und auskömmliche Studienfinanzierung aufschiebt, verkennt die strategische Bedeutung von Hochschulbildung: Studierende sind die Fach- und Führungskräfte von morgen. Unsere Gesellschaft ist auf ihr Wissen, ihre Innovationskraft und ihr Engagement angewiesen – gerade in einer Zeit tiefgreifender Transformation.“
DSW-Präsidentin Prof. Dr. Beate A. Schücking:
„Dass diese recht moderate Novelle seit Monaten im Kabinett feststeckt, ist ein Trauerspiel. Während der Tankrabatt in wenigen Wochen durchs Parlament gewunken werden soll, scheint das BAföG, diese wichtige Investition in die Zukunft, keine sonderliche Priorität zu haben. Den Preis zahlt die junge Generation. Schon heute werden junge Menschen von den hohen Mieten in den Hochschulstädten förmlich erdrückt. Mehr als die Hälfte ihres Einkommens geben sie für die Unterkunft aus. Studienabbrüche aus Geldmangel kann sich unsere Gesellschaft nicht leisten. Diese Studierenden von heute sind die dringend gesuchten Ingenieur:innen, Ärzt:innen, KI-Expert:innen und Lehrkräfte von morgen. Dabei treffen sie die Folgen der unsicheren Weltlage und der damit einhergehenden Preisanstiege besonders hart. Deutschland braucht diese jungen Menschen, und es braucht sie aus allen Schichten der Gesellschaft. Noch immer ist es so, dass von 100 Kindern aus Akademiker:innen-Familien 78 studieren, von 100 Kindern aus Familien ohne akademischen Background sind es nur 25. Um diese Schere ein Stück weit zu schließen, gibt es ein bewährtes Mittel: das BAföG. Deswegen appellieren wir an die Bundesregierung: Einigen Sie sich und bringen Sie die BAföG-Reform auf den Weg!“
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
fachunabhängig
überregional
Wissenschaftspolitik
Deutsch

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