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21.04.2026 14:08

EU-Projekt stärkt Differenzierung im Matheunterricht

Jennifer Opel Pressestelle
Universität Bayreuth

    Die Universität Bayreuth hat zusammen mit der Westböhmischen Universität Pilsen in Tschechien ein Projekt zum Unterrichten von Mathematik in heterogenen Lerngruppen gestartet. Das internationale Forschungs- und Qualifizierungsprojekt „MaDiMat“ hat zum Ziel, Lehrkräfte und Lehramtsstudierende darin zu befähigen, differenzierende Lernangebote für den Mathematikunterricht zu entwickeln und einzusetzen.

    Mathematik gilt als Schlüsselwissenschaft für zahlreiche moderne Berufsfelder. Gleichzeitig zeigen internationale Vergleichsstudien wie PISA, dass die mathematischen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen sind – sowohl in Deutschland als auch international. Gleichzeitig unterscheiden sich Schülerinnen und Schüler beispielsweise in Bezug auf ihr Lerntempo, ihre Interessen und Kompetenzen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage an Bedeutung, wie mathematische Potenziale im Unterricht bestmöglich gefördert werden können.

    Das Projekt „MaDiMat“ wurde von Dr. Moritz Zehnder der Universität Bayreuth initiiert und setzt genau hier an. Im Fokus steht die Aus- und Weiterbildung von Lehramtsstudierenden sowie von Lehrkräften in der bayerisch-tschechischen Grenzregion. Das Projekt wird vom Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik der Universität Bayreuth gemeinsam mit der Westböhmischen Universität in Pilsen umgesetzt. „MaDiMat“ ist von der Europäischen Union im Rahmen des Programms INTERREG Bayern–Tschechien 2021–2027 kofinanziert und läuft von Januar 2026 bis Dezember 2028. Das Fördervolumen beträgt insgesamt über 488.000 Euro, wovon gut 313.000 Euro an die Universität Bayreuth fließen.

    Die Kooperation zwischen den Universitäten Bayreuth und Pilsen vereint unterschiedliche fachdidaktische Perspektiven und Expertisen. Die geplanten Maßnahmen richten sich sowohl an die universitäre Lehrkräfteausbildung als auch an die schulische Fortbildung.

    Lehramtsstudierende der Universität Bayreuth erwerben in internationalen Seminaren Kompetenzen zur eigenständigen Entwicklung differenzierender Unterrichtsmaterialien. Diese Materialien werden in gemeinsamen Arbeitsphasen mit Studierenden aus Pilsen reflektiert und weiterentwickelt. Anschließend kommen die Materialien während schulischer Praktika zum Einsatz und werden im Hinblick auf ihre Wirkung auf Lehr-Lern-Prozesse wissenschaftlich reflektiert. Damit verbindet das Projekt bewusst theoretische Planung mit praktischer Umsetzung.

    In der Lehrkräftefortbildung verfolgt „MaDiMat“ einen ko-konstruktiven Ansatz: Lehrkräfte aus der Primar- und Sekundarstufe entwickeln gemeinsam mit Forschenden differenzierende Unterrichtsmaterialien, die unmittelbar im Unterricht erprobt und genutzt werden können. Der grenzübergreifende Austausch ermöglicht dabei zusätzliche Perspektiven und einen Transfer bewährter Praxis.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Moritz Zehnder
    Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik
    Universität Bayreuth
    Tel.: +49 (0)921 / 55-3275
    E-Mail: moritz.zehnder@uni-bayreuth.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Mathematik
    überregional
    Forschungsprojekte, Schule und Wissenschaft
    Deutsch


     

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