München, 23. April 2026 – Vier Doktoranden aus Berlin, Heidelberg, München und Tübingen werden in diesem Jahr mit dem José Carreras-GPOH-Promotionsstipendium gefördert. Das Stipendium ist mit jeweils 12.400 Euro dotiert und wird seit 2016 gemeinsam von der José Carreras Leukämie-Stiftung und der Fachgesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) verliehen. Das Fördergeld für die Promotionsstipendien wird von der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung bereitgestellt.
Dr. Ulrike Serini, Geschäftsführerin der José Carreras Leukämie-Stiftung: „Um Leben zu retten und Spätfolgen zu vermeiden, brauchen wir gerade bei jungen Patienten, die noch mitten im Wachstumsprozess stecken, bessere und verträglichere Therapien gegen Leukämie oder andere schwere Blut- und Knochenmarkserkrankungen. Dieses wichtige Ziel erreichen wir nur über intensive Forschung. Mit dem José Carreras-GPOH-Promotionsstipendium können sich die Doktoranden auf ihr Forschungsprojekt konzentrieren. Außerdem wecken wir bei unseren Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern das Interesse, sich auch im weiteren Verlauf ihrer Karriere weiterhin der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie zu widmen.“
Prof. Dr. Dr. Birgit Burkhardt, 1. Vorsitzende der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie e.V.: „Mit den aktuellen Therapien können wir zwar mittlerweile das Leben vieler Patientinnen und Patienten retten, aber insbesondere Kinder und Jugendliche leiden nach der Therapie oft zeitlebens unter den Nebenwirkungen. Wir dürfen deshalb nicht nachlassen, neue Behandlungsoptionen zu entwickeln. Das José Carreras-GPOH-Promotionsstipendium ist dabei ein wichtiger Baustein. Unser großer Dank gilt deshalb insbesondere den Spenderinnen und Spendern der José Carreras Leukämie-Stiftung, die dieses Förderprogramm möglich machen.“
Über die mit 12.400 Euro dotierten Promotionsstipendien werden Doktoranden mit 1.000 Euro pro Monat unterstützt. Außerdem können 400 Euro für Reisekosten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Projekt stehen, zusätzlich beantragt werden. Der Förderzeitraum beträgt maximal zwölf Monate. Bewerbungen können einmal im Jahr eingereicht werden.
Die Preisträger des diesjährigen José Carreras-GPOH-Promotionsstipendiums sind (in alphabetischer Reihenfolge):
• Eva Etoga, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München – Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation: „Oft liegt bei Kindern eine angeborene genetische Veranlagung vor, die das Risiko für eine Krebserkrankung erhöht. Mit meiner Forschungsarbeit ,Funktionelle Charakterisierung prädisponierender CARD9-Varianten bei kindlichen Leukämien‘ möchte ich ein Gen untersuchen, das vermehrt verändert bei Kindern mit Leukämie beobachtet wird. Ziel des Projekts ist es, besser zu verstehen, ob und wie dieses Gen eine Veränderung zur Krebsentstehung beiträgt. Langfristig kann dieses Wissen dazu beitragen, Risikofaktoren für Leukämien im Kindesalter frühzeitig zu erkennen und gezielter zu behandeln.“
• Maja Haar, Universitätsklinikum Tübingen – Kinderklinik, Pädiatrische Hämatologie und Onkologie: „Rund 15 % der Patienten mit kongenitale Neutropenie (CN) mit Mutationen im ELANE Gen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine akuter myeloischer Leukämie (AML). Mit meiner Forschungsarbeit ,Die Bedeutung der Neutrophilen Elastase in der Entwicklung von akuter myeloischer Leukämie (AML) in Patienten mit kongenitaler Neutropenie (CN) und zyklischer Neutropenie (CyN)‘ will ich dazu beitragen, Einflüsse auf die Leukämogenese in CN und CyN besser zu verstehen.“
• Lars Uihlein, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie: „Viele Kinder mit Leukämie, der häufigsten Krebserkrankung im Kindesalter, können heute geheilt werden. Dennoch stellen Rezidive weiterhin eine große Herausforderung dar. Ziel meines Forschungsprojekts ‚Die Rolle und funktionelle Bedeutung zirkulärer RNAs in der rezidivierten pädiatrischen akuten lymphatischen Leukämie‘ ist es, mithilfe zirkulärer RNAs als stabile, genregulierende Moleküle Kinder mit erhöhtem Rezidivrisiko frühzeitig zu identifizieren und neue Ansatzpunkte für Therapien zu gewinnen.“
• Timon Schellenberg, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ): „Die juvenilen myelomonozytären Leukämie (JMML) ist ein seltener, aber hoch-aggressiver Blutkrebs des Kleinkinder- und Säuglingsalters. Bisher werden Hochrisikopatienten mit Fremdspender-Stammzelltransplantation geheilt, wonach jedoch in etwa die Hälfte Krankheitsrückfälle erleiden. Mit dem Forschungsprojekt ,Identifikation von genetischer und epigenetischer Krankheitsevolution in juvenilen myelomonozytären Leukämie-Stammzellen durch multimodale Einzelzell-Sequenzierung‘ wollen wir neue Schlüsselmechanismen identifizieren, aus denen sich anschließend neue Ansatzpunkte für künftige Therapien entwickeln lassen.“
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Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung
Die José Carreras Leukämie-Stiftung fördert wissenschaftliche Forschungs-, Infrastruktur und Sozialprojekte. 1987 erkrankte Stifter José Carreras an Leukämie. Aus Dankbarkeit über die eigene Heilung gründete er 1995 den gemeinnützigen Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. und anschließend die dazugehörige Stiftung. Seither wurden bereits über 250 Millionen Euro an Spenden gesammelt und fast 1.600 Projekte finanziert, die den Bau von Forschungs- und Behandlungseinrichtungen, die Erforschung und Heilung von Leukämie und anderer hämato-onkologischer Erkrankungen, die Förderung von jungen Wissenschaftlern im Rahmen von Stipendienprogrammen sowie die Unterstützung der Arbeit von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen zum Ziel haben. 2019 wurde die José Carreras Leukämie-Stiftung von der Deutschen Universitätsstiftung und dem Stifterverband als Wissenschaftsstiftung des Jahres ausgezeichnet. Der Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. ist Träger des DZI Spenden-Siegels, dem Gütesiegel im deutschen Spendenwesen.
Wer mehr erfahren möchte:
Website: www.carreras-stiftung.de
Facebook: jose carreras leukaemie-stiftung
Instagram: josecarrerasleukaemiestiftung
YouTube: José Carreras Leukämie Stiftung
Wer helfen möchte:
Online-Spenden: https://carreras-stiftung.de/spenden/
Spenden-Telefonhotline: 01802 400 100
(Kosten aus dem deutschen Netz: 0,06 €; aus dem Ausland abweichend)
Spendenkonto: Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.
Commerzbank AG München
IBAN: DE96 7008 0000 0319 9666 01 I BIC: DRESDEFF700
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v.l.n.r.: Eva Etoga (München), Lars Uihlein (Berlin), Timon Schellenberg (Heidelberg), Maja Haar (Tü ...
Quelle: Privat
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
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