Am 14. März 2026 hat das Umweltbundesamt aktuelle Ergebniszahlen zum Klimaschutz in Deutschland für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Ergebnisse werden abhängig von politischen Zielen und verwendeten Kennzahlen unterschiedlich bewertet. Für eine ganzheitliche Bewertung und Einordnung der Ergebnisse lohnt sich eine Betrachtung verschiedener Kennzahlen auf globaler und nationaler Ebene sowie deren Entwicklung im Zeitablauf. „Wenn Klimaschutz nicht auf Kosten von Wirtschaftsleistung und damit Wohlstand stattfinden soll, bietet sich vor allem die CO2-Produktivität als Kennzahl zur Erfolgsbewertung an", so Olaf Eisele, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ifaa.
Gemäß einer aktuellen Pressemeldung des Umweltbundesamts vom 14.03.2026 lag die CO2-äquivalente Treibhausgasemission von Deutschland im Jahr 2025 bei 649 Millionen Tonnen. Sie hat sich damit nur um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2024 verändert.
Zur ganzheitlichen Bewertung der Entwicklung auf globaler sowie nationaler Ebene in den Bereichen Wirtschaft, Klima-/Umweltschutz und Soziales hat das ifaa in zwei Faktenchecks verschiedene Kennzahlen für die Jahre 1990 bis 2024 zusammengetragen:
https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/zahlendatenfakten/nachhalt...
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Ausgewählte Kennzahlen aus den Faktenchecks:
In Deutschland lebt etwa 1 % der Weltbevölkerung.
Deutschland erzeugt mit etwa 4 % der globalen Wirtschaftsleistung weniger als 1,5 % der globalen CO2-Emissionen.
Seit 1990 ist der Energieverbrauch weltweit um 83 % gestiegen, während er in Deutschland um 31 % gesunken ist.
Die territoriale CO2-Emission von Deutschland konnte von 1990 bis 2024 um 46 % reduziert werden, während die globale CO2-Emission um 70 % gestiegen ist.
Die globale Wertschöpfung hat sich seit 1990 etwa verdoppelt, während die Wertschöpfung von Deutschland im gleichen Zeitraum um 1/3 geringer als der globale Wert gewachsen ist.
Die CO2-Produktivität wurde global seit 1990 um 20 % verbessert. In Deutschland ist sie im gleichen Zeitraum um 205 %, also zehnmal mehr verbessert worden.
Die Arbeitsproduktivität ist in Deutschland von 2023 bis 2025 im Mittel um 0,6 % pro Jahr gesunken, während die Lohnstückkosten im Mittel um etwa 6,1 % pro Jahr gestiegen sind.
Die Zahlen zeigen, dass Deutschland im globalen Vergleich überdurchschnittlich viel für den Klimaschutz getan hat. An dem globalen Trend zu kontinuierlich steigenden CO2-Emissionen hat dies jedoch nichts geändert. In den letzten Jahren lässt sich in Deutschland eine stagnierende bis rückläufige Entwicklung der Wirtschaftsleistung und Produktivität beobachten. Gemäß aktuellen Zahlen des Umweltbundesamt stagniert nun auch die Entwicklung bei den CO2-Emissionen. Als Fazit lässt sich festhalten, dass Deutschland trotz seiner sehr hohen politischen Ambitionen und bisherigen Erfolge im Bereich Klimaschutz und Wirtschaft zukünftig zunehmend an Einfluss und Bedeutung für globale Entwicklungen in diesen Bereichen verliert.
Olaf Eisele (o.eisele@ifaa-mail.de)
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, jedermann
Gesellschaft, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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