Seit heute (27.4.2026) nimmt die TU Bergakademie Freiberg an einem Diversity Audit des Stifterverbands und der Klaus Tschira-Stiftung teil. In den kommenden 18 Monaten werden die Strukturen der Universität nach den Kategorien Vielfalt, Chancengleichheit, Inklusion und Zugehörigkeit hinterfragt. Ziel ist eine individuelle und institutionelle Weiterentwicklung der Hochschule in diesen Bereichen. Ein elfköpfiges Projektteam hat bereits seine Arbeit aufgenommen und wird mit einem Lenkungskreis aus Einrichtungen, Fakultäten, Studierendenschaft und externen Mitgliedern der Uni eine gemeinsame Vision entwickeln und Strategieziele schärfen.
Die Universität wird diese Ziele noch während und nach dem Audit umsetzen und nachhaltige Strukturen aufbauen.
„Dass wir als TU Bergakademie Freiberg jetzt an diesem Audit des Stifterverbands und der Klaus Tschira-Stiftung teilnehmen, gehört zu einem übergreifenden Strategieprozess. Wir schauen uns gezielt die Felder an, in denen wir uns weiterentwickeln wollen“, erklärt Rektorin Professorin Jutta Emes. „Die Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen angesichts globaler Krisen und Ungleichheiten – Hochschulen bilden da keine Ausnahme. Unser Audit eröffnet uns die Chance, resilienter zu werden, Teilhabe und demokratische Strukturen noch stärker als bisher zu fördern.“
Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion sind keine Randgruppenthemen
Das Audit hat zwei Perspektiven im Blick: die Verbesserung des täglichen Miteinanders und gleichzeitig die Zukunft der Hochschule. Dazu Projektkoordinatorin und Beauftragte der Rektorin für Chancengerechtigkeit und Diversität Professorin Yvonne Joseph: „Beim Diversity Audit stehen die Mitarbeitenden im Mittelpunkt. Wenn wir über Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion sprechen, dann sind das keine Randgruppenthemen. Letztendlich geht es darum, das Zugehörigkeitsgefühl zur TU Bergakademie Freiberg zu steigern – als einem Ort, an dem wir gerne arbeiten und uns weiterentwickeln.“
Momentan ist das Projektteam dabei, die Ziele des Audits zu schärfen: „Wir haben bereits die Themen Internationalisierung, Chancengerechtigkeit, mentale Gesundheit der Studierenden und Mitarbeitenden und eine Erhöhung des Zugehörigkeitsgefühls als Felder ausgemacht. Bei der Internationalisierung denken wir weiter als bis zur Hochschultür: Wir werden uns beispielsweise auch fragen, wie es gelingen kann, Fachkräfte aus dem Ausland in der Region zu halten“, so Joseph. Im Bereich Chancengleichheit ist die Erhöhung des Frauenanteils an der Hochschule weiteres Beispiel, das im Audit angegangen wird.
Förderung durch Klaus Tschira Stiftung
Neben der TU Bergakademie Freiberg nehmen auch die Hochschulen Anhalt und Harz am aktuellen Diversity Audit Ost des Stifterverbands und der Klaus Tschira-Stiftung zur Förderung von MINT-Hochschulen teil. Finanziert wird die TUBAF-Teilnahme durch die Klaus Tschira-Stiftung. Das Audit ist ein Entwicklungsinstrument, das Hochschulen ermöglicht, sich im Themenbereich Vielfalt, Chancengleichheit, Inklusion und Zugehörigkeit weiterzuentwickeln und zu stärken. Bereits rund 90 Hochschulen wurden im Rahmen des Audits zertifiziert. Die 18 Monate, die das Erstaudit der TUBAF dauert, umfassen eine sechsmonatige Initiierungsphase, eine viermonatige Erarbeitungs- und eine achtmonatige Umsetzungsphase.
https://stifterverband-change.org/audits/diversity_audit Informationen zum Audit
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
fachunabhängig
überregional
Organisatorisches
Deutsch

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