Aus Glaskolben steigt weißer Dampf – und plötzlich schlägt die Farbe um. Noch ist es nur ein Test für die erste Lange Nacht der Wissenschaften. Am Freitag, 8. Mai, macht die Hochschule Coburg Forschung zum Festival: kostenlos, mit mehr als 130 Programmpunkten, Experimenten, Shows, Musik und Familienprogramm an drei Standorten.
(Natalie Schalk)
Josefine Schlemmer hat den Deckel der Kiste noch nicht ganz angehoben, schon kriechen weiße Nebelschwaden über den Rand in den Raum. Trockeneis: Beim Kontakt mit der wärmeren Umgebung geht es direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Schlemmer zieht ein Paar Spezialhandschuhe an und nimmt etwas Eis. Die Laboringenieurin arbeitet am Chemiezentrum der Hochschule Coburg im Studiengang Bioanalytik, aber in den letzten Wochen ist vieles anders als sonst. Schlemmer testet Cocktails, „Elefantenzahnpasta“ und ein „Chemisches Chamäleon“. Sie ist Teil eines Teams, das für die Lange Nacht der Wissenschaften am 8. Mai eine Wissenschaftsshow vorbereitet – in diesem Fall chemische Experimente von faszinierenden Farbreaktionen bis zu feurigem Spektakel.
Laborführungen, Vorträge und Shows in Coburg
„Wenn es irgendwo blinkt, zischt oder überraschend laut wird: Keine Sorge – genau so soll es sein“, sagt Hochschulpräsident Prof. Dr. Stefan Gast. Die Hochschule Coburg veranstaltet zum ersten Mal die Lange Nacht der Wissenschaften und lädt dazu ein, Forschung mit allen Sinnen zu erleben. Mehr als 130 Programmpunkte werden in Coburgs klügster Nacht an den drei Standorten der Hochschule präsentiert: Am Campus Friedrich Streib, dem Campus Design mit dem Institut für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) und dem Schlachthofareal gibt es Ausstellungen, Vorträge und Diskussionsrunden, Einblicke in aktuelle Forschung, Mitmachstationen, Rundgänge in Laboren, Werkstätten und Bibliothek, Lesungen, und Vorführungen wie die, an der Josefine Schlemmer mitarbeitet. Gast betont: „Wissenschaft beginnt mit Neugier. Wir laden alle ein, neugierig zu sein und die Hochschule zu entdecken.“
Alltagsthemen, Zukunftsfragen, Action: Programm für die ganze Familie
Die Themen reichen von nützlichen Tipps zu Alltagsthemen wie Heizen, Photovoltaik oder dem Umgang mit Social Media und von KI und VR über Hintergründe zu zentralen gesellschaftlichen Fragen wie Städtebau, Energiewende und Arbeitsmarkt bis zu actionreichen Aktivitäten wie dem „Human Table Kicker“, Action Painting und einem Campus Crowd Singing. Für Kinder und Jugendliche wird die Nacht zur Entdeckungstour: Sie starten eine Rallye über alle drei Standorte und sammeln an ausgewählten Stationen Stempel. Wer mindestens acht zusammenbekommt, wird am Infopoint belohnt mit einer persönlichen Urkunde und einem kleinen Präsent (solange der Vorrat reicht).
Musik, Genuss und Shuttlebus
Kostenlose Shuttlebusse verbinden die Standorte mit der Innenstadt. Wer mit dem Auto kommt, kann kostenlos das Parkhaus am Campus Friedrich Streib sowie den nahegelegenen Parkplatz in der Sonneberger Straße nutzen. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten wird empfohlen, auch auf die öffentlichen Parkmöglichkeiten im Stadtgebiet auszuweichen. Fahrradstellplätze gibt es überall ausreichend.
Foodtrucks und Musik von der Big Band der Hochschule über Rock bis HipHop sorgen für Festivalstimmung. Der Eintritt zur Langen Nacht der Wissenschaften ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, besonders gefragten und begrenzten Formaten empfiehlt es sich aber, aber, frühzeitig vor Ort zu sein. Beginn ist um 17 Uhr. Am Campus Design sowie am Schlachthofareal endet das Programm um 21 Uhr, am Campus Friedrich Streib geht es bis 23 Uhr weiter. Insgesamt über 130 Programmpunkte machen Wissenschaft zum Erlebnis.
Die Nacht der 130 Möglichkeiten
Aktuell laufen überall an der Hochschule noch Vorbereitungen. Im Chemiezentrum geben Josefine Schlemmer und Doktorandin Katharina Bauer das Trockeneis in Glaskolben. Die Flüssigkeiten darin beginnen sofort zu blubbern und zu dampfen – und die Farben verändern sich. Was eben noch rosa war, wird gelb. Farblos wird zu Lila, Grün zu Blau. „Wir haben Wasser, Natronlauge und einen Indikator im Kolben“, erklärt Schlemmer. „Trockeneis ist eigentlich nur Kohlendioxid. Es löst sich in der Flüssigkeit und verschiebt den pH-Wert ins Saure.“ Schlemmer zuckt mit den Schultern: „Der Indikator reagiert und lässt die Lösung ihre Farbe wechseln.“ Einfache Chemie – und ein erstaunlicher Effekt. Genau darum geht es in dieser Nacht: Wissenschaft wird zum Erlebnis. Es ist die Nacht der 130 Möglichkeiten. Und eine Nacht, die klüger macht.
Programm und weitere Informationen unter www.hs-coburg.de/LNdW
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Mit Trockeneis blubbert und dampft die Lösung, gleichzeitig verändert ein pH-Indikator die Farbe: Jo ...
Quelle: Natalie Schalk
Copyright: Hochschule Coburg
Doktorandin Katharina Bauer und Laboringenieurin Josefine Schlemmer sprechen im Labor mit Hochschulp ...
Quelle: Natalie Schalk
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
fachunabhängig
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

Mit Trockeneis blubbert und dampft die Lösung, gleichzeitig verändert ein pH-Indikator die Farbe: Jo ...
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Doktorandin Katharina Bauer und Laboringenieurin Josefine Schlemmer sprechen im Labor mit Hochschulp ...
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