Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) zeichnet die polnische Germanistin Professorin Dr. Jadwiga Kita-Huber mit dem Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis aus. Der Preis umfasst 10.000 Euro und einen Forschungsaufenthalt in Deutschland. Der Jacob- und Wilhelm-Grimm-Förderpreis, der herausragende Nachwuchsforschende der Germanistik würdigt, geht in diesem Jahr an die schwedische Wissenschaftlerin Dr. Hanna Henryson. Sie erhält 3.000 Euro sowie ebenfalls einen Forschungsaufenthalt in Deutschland.
„Germanistik ist heute weit mehr als die Beschäftigung mit Sprache und Literatur – sie ist ein Schlüssel zum kulturellen Dialog in einer zunehmend fragmentierten Welt. Mit Jadwiga Kita-Huber und Hanna Henryson zeichnen wir zwei Wissenschaftlerinnen aus, die mit ihrer Forschung Brücken von Polen und Schweden nach Deutschland schlagen“, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.
„Professorin Kita-Huber hat sich mit der interkulturellen Literaturwissenschaft und einer Vielzahl an Übersetzungen ins Polnische als wichtige Unterstützerin der deutsch-polnischen Kulturbeziehungen verdient gemacht. Hanna Henryson bereichert die internationale Germanistik mit interdisziplinären Ansätzen und trägt zu wichtigen Diskursen der Diversitäts- und Stadtforschung bei. Wir freuen uns, beiden die Grimm-Preise 2026 verleihen zu dürfen und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg auf ihrem wissenschaftlichen Weg.“
Die Preisträgerinnen
Professorin Dr. Jadwiga Kita-Huber ist Literaturwissenschaftlerin an der Jagiellonen-Universität in Krakau, Polen. Als Prodekanin und Koordinatorin internationaler Forschungsprogramme prägt sie die Literaturwissenschaft, Komparatistik und Übersetzungsforschung weit über ihre Universität hinaus. Mit zahlreichen Übersetzungen deutschsprachiger Literatur ins Polnische macht sie zentrale Werke einem breiten Publikum zugänglich und stärkt so nachhaltig die deutsch-polnischen Kulturbeziehungen. Ihr Engagement für internationale Kooperationen sowie erfolgreiche Drittmittelprojekte renommierter Institutionen unterstreichen ihre Rolle als wichtige Impulsgeberin der globalen Germanistik.
Dr. Hanna Henryson, Germanistin an der Universität Stockholm, arbeitet an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft, Soziologie und Urban Studies. In ihrer Forschung untersucht sie, wie Themen wie Gentrifizierung und Obdachlosigkeit in der deutschsprachigen Literatur verhandelt werden, und verbindet damit literaturwissenschaftliche Analysen mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen. Ihre ausgezeichnete Dissertation sowie ihre internationale Vernetzung stärken ihre wissenschaftliche Sichtbarkeit und Wirkung.
Ehrung exzellenter Germanistinnen und Germanisten
Die Grimm-Preise ehren seit 1995 ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich in besonderem Maße um die internationale Zusammenarbeit in der Germanistik und im Bereich Deutsch als Fremdsprache verdient gemacht haben. Die internationale Germanistik trägt dabei maßgeblich dazu bei, wissenschaftlichen Austausch sowie kulturelle Kooperationen mit Deutschland weltweit zu intensivieren und internationale Studierende für den Studienstandort Deutschland zu begeistern.
Die Preise werden aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.
----
Preisverleihung und Presseservice
Die Grimm-Preise werden am Dienstag, 3. November 2026, in Berlin von DAAD-Präsident Professor Dr. Joybrato Mukherjee überreicht. Im Anschluss an den Festakt lädt der DAAD zu einem Empfang ein.
Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zur Preisverleihung eingeladen. Die Preisträgerinnen stehen im Vorfeld für Interviews zur Verfügung. Bei Interesse melden Sie sich bitte per E-Mail unter presse@daad.de.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Elke Hanusch
Leiterin des Referats Germanistik, deutsche Sprache und Lektorenprogramm – S14
DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
+49 228 882-8320
hanusch@daad.de
https://www.daad.de/de/der-daad/was-wir-tun/foerdern/preise-auszeichnungen/jacob... Übersichtsseite der Grimm-Preise
Die Preisträgerinnen der Grimm-Preise 2026: Dr. Hanna Henryson (li.) und Professorin Dr. Jadwiga Kit ...
Quelle: privat
Copyright: privat
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
fachunabhängig
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

Die Preisträgerinnen der Grimm-Preise 2026: Dr. Hanna Henryson (li.) und Professorin Dr. Jadwiga Kit ...
Quelle: privat
Copyright: privat
Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).