Astrophysiker Günther Hasinger spricht am 7. Mai in der Wissenswerkstadt Bielefeld
Könnte Dunkle Materie aus Schwarzen Löchern bestehen? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines öffentlichen Vortrags am 7. Mai 2026 in der Wissenswerkstadt Bielefeld. Er gehört zum Programm des 20. Kosmologietages der Universität Bielefeld, zu dem rund 100 Wissenschaftler*innen erwartet werden. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.
Professor Dr. Günther Hasinger, Astrophysiker an der Technischen Universität Dresden und Gründungsdirektor des Deutschen Zentrums für Astrophysik (DZA) in Görlitz, präsentiert aktuelle Beobachtungen, die das bisherige Bild vom frühen Universum infrage stellen.
Astronom*innen haben extrem massereiche Schwarze Löcher und Quasare aus der Frühzeit des Universums nachgewiesen. Zu den Entdeckungen zählen auch ungewöhnlich alte Galaxien, die mit dem James-Webb-Weltraumteleskop gefunden wurden. Auch in der Milchstraße haben Forschende Schwarze Löcher aufgespürt, die sich mit bekannten Sternprozessen nicht erklären lassen.
Urknall als mögliche Quelle
Als Erklärung diskutiert Hasinger sogenannte primordiale Schwarze Löcher. Das sind Objekte, die direkt nach dem Urknall entstanden sein könnten und möglicherweise die rätselhafte Dunkle Materie bilden, die den Großteil des Universums ausmacht.
Dr. Isabel Mira Oldengott von der Fakultät für Physik der Universität Bielefeld, die den Kosmologietag mitorganisiert, ordnet das Thema ein: „Schwarze Löcher sind nicht nur faszinierende Objekte. Die Beobachtungen der vergangenen Jahre bringen uns dazu, das frühe Universum neu zu denken. Sie könnten der Schlüssel zu einer der größten offenen Fragen der Physik sein. Der Vortrag bringt diese neuen Erkenntnisse einem breiten Publikum näher.“
Forschende aus acht Ländern
Der Vortrag gehört zum Programm des 20. Kosmologietages, der seit 2006 jährlich in Bielefeld Forschende aus Kosmologie, Hochenergiephysik und Astrophysik zusammenbringt. Auf der diesjährigen Konferenz kommen Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Australien, Belgien, Dänemark, Kroatien, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich zusammen. Zum Jubiläum läuft die sonst zweitägige Konferenz über drei Tage, vom 6. bis 8. Mai.
Auf dem wissenschaftlichen Programm stehen Vorträge von der Kosmologin Professorin Dr. Renée Hložek (Dunlap Institute for Astronomy & Astrophysics, University of Toronto), der Astrophysikerin Professorin Dr. Samaya Nissanke (Universität Potsdam, DZA und Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY) und dem Kosmologen Professor Dr. Mikhail Shaposhnikov (École Polytechnique Fédérale de Lausanne, Schweiz).
Veranstalter des Kosmologietages ist die Fakultät für Physik der Universität Bielefeld. Organisiert wird der Kosmologietag von Professor Dr. Dietrich Bödeker, Dr. Isabel Oldengott, Professor Dr. Dominik Schwarz, Professorin Dr. Cora Uhlemann, alle von der Fakultät für Physik der Universität Bielefeld, sowie Professor Dr. Wilfried Buchmüller von der Universität Hamburg und dem DESY. Die Konferenz wird in Kooperation mit dem Transregio-Sonderforschungsbereich „Stark wechselwirkende Materie unter extremen Bedingungen“ (SFB/TRR 211) ausgerichtet.
An der Universität Bielefeld ist die kosmologische Forschung im Fokusbereich „Architektur der Natur: Elementare Bausteine und Entstehung neuer Strukturen“ (ANBauEn) angesiedelt.
Dr. Isabel Mira Oldengott, Universität Bielefeld
Fakultät für Physik
Telefon: +49 521 106-5318
E-Mail: ioldengott@physik.uni-bielefeld.de
https://aktuell.uni-bielefeld.de/event/schwarze-loecher-und-dunkle-materie Vortrag „Schwarze Löcher und Dunkle Materie“
https://indico.physik.uni-bielefeld.de/event/302/overview 20. Kosmologietag
https://wissenswerkstadt.de/was-macht-eine-kosmologin-in-bielefeld Interview mit Dr. Isabel Mira Oldengott zum Kosmologietag im Newsletter der Wissenswerkstadt
Dicht gepackte Schwarze Löcher verformen optisch ihre Umgebung. Ob sie die Dunkle Materie des Univer ...
Quelle: ESA/Hubble, N. Bartmann
Copyright: ESA/Hubble, N. Bartmann
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
Informationstechnik, Mathematik, Physik / Astronomie
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Dicht gepackte Schwarze Löcher verformen optisch ihre Umgebung. Ob sie die Dunkle Materie des Univer ...
Quelle: ESA/Hubble, N. Bartmann
Copyright: ESA/Hubble, N. Bartmann
Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).