In Kooperation mit RIAS Hessen zeigt die Hochschule Darmstadt (h_da) auf ihrem Campus die Wanderausstellung „Ja, DAS ist Antisemitismus!“ Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 26.05., 13 Uhr, im Schauraum der h_da (direkt neben dem Hochhaus, Schöfferstraße 3, 64295 Darmstadt). Zur Eröffnung spricht unter anderem Dr. Susanne Urban, Projektleiterin bei RIAS Hessen, und Hochschulpräsident Prof. Dr. Arnd Steinmetz. Besichtigt werden kann die Schau am Di., 27.05., und Mi., 28.05., sowie von Mo., 01.06., bis Mi., 03.06., jeweils 11-14.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Authentische antisemitische Vorfälle bilden die Grundlage für die Ausstellung von RIAS Hessen. Es sind Vorfälle, die Jüdinnen und Juden widerfahren sind. Sie haben als betroffene Personen unterschiedlichste Reaktionen ihrer Umwelt erlebt: Ignoranz, Gelächter, Beschwichtigung, Relativierung – aber auch Solidarität. Viele nehmen nach dem Kontakt mit RIAS Hessen professionelle Hilfe in Anspruch, vor allem von OFEK Hessen e.V., der Beratungsstelle für von Antisemitismus Betroffene.
Die Vorfälle wurden von den in Berlin lebenden Illustratorinnen Sophia Hirsch und Büke Schwarz in Bilder, beziehungsweise Bildgeschichten umgesetzt. Die Ausstellung ist ein Ausgangspunkt, um sich mit der Betroffenenperspektive zu befassen. Es braucht laut RIAS Hessen die Anerkennung dessen, dass eine Person, die Antisemitismus erlebt, dies nicht erst erklären muss, sondern Solidarität und Empathie entgegengebracht bekommt. Daher auch der Ausstellungstitel: „Ja, DAS ist Antisemitismus!“
„Die Ausstellung zeigt, was Antisemitismus mit Betroffenen auslöst, wo sie sich hinwenden können und wo sie Unterstützung bekommen. Sie zeigt auch, dass es Schweigen und Wegsehen, Bagatellisieren und Relativeren der Erfahrungen Betroffener gibt. In den Geschichten wird deutlich, dass Antisemitismus in allen politischen und gesellschaftlichen Milieus geäußert wird. Antisemitismus bedeutet für Jüdinnen und Juden: Räume verengen sich, das Sicherheitsgefühl schwindet. Manche verbergen ihre jüdische Identität, aber es gibt auch enorme Resilienz und Empowerment. Wir zeigen die Betroffenenperspektive. Wir möchten zu Solidarität mit all jenen bewegen, die Antisemitismus erfahren. Und wir sind dankbar, dass die Hochschule Darmstadt sich des Themas annimmt und damit Räume öffnet und sich solidarisch an die Seite Betroffener stellt“, so Dr. Susanne Urban, Projektleiterin RIAS Hessen.
„Es ist uns wichtig, unsere Studierenden und Hochschulmitglieder sowie die Öffentlichkeit für die gesamtgesellschaftliche Problematik des Antisemitismus zu sensibilisieren und darüber aufzuklären, wie vielschichtig und komplex die Thematik ist“, sagt Prof. Dr. Anke Schu, Antisemitismusbeauftragte der h_da, die die Ausstellung gemeinsam mit der h_da-Antidiskriminierungsstelle an die Hochschule geholt hat. „Die Ausstellung von RIAS Hessen zeigt eindrücklich, wie vielfältig sich Antisemitismus zeigen kann und regt zum Nachdenken an. Wir bedanken uns bei RIAS Hessen für die wertvolle Zusammenarbeit.“
Hochschule Darmstadt (h_da)
Die Hochschule Darmstadt (h_da) ist eine der größten deutschen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs). Sie bietet ihren aktuell 14.000 Studierenden ein praxisnahes und anwendungsorientiertes Studium in den Bereichen MINT, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Architektur, Medien und Design. Viele Projekte und Inhalte in Studium, Forschung und gesellschaftlichem Transfer beschäftigen sich mit den Zukunftsthemen Nachhaltige Entwicklung, Mobilität und Digitalisierung. Die h_da betreibt ein eigenes Promotionszentrum Nachhaltigkeitswissenschaften und vergibt als erste und einzige deutsche Hochschule den akademischen Grad eines Doktors der Nachhaltigkeitswissenschaften. Visionär ist die europäische Hochschulallianz „European University of Technology (EUT+)“, der die h_da angehört: Gemeinsam mit acht weiteren Hochschulpartnern und gefördert von der EU-Kommission möchte die h_da zu einem neuen Hochschultyp zusammenwachsen – zur „Europäischen Universität“.
Website h_da: https://h-da.de
Website EUT+: https://www.univ-tech.eu
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Religion
regional
Buntes aus der Wissenschaft, Kooperationen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).