idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
08.05.2026 15:54

KI-Produktionsnetzwerk der THA: Publikation gibt Einblicke, wie Unternehmen und Mitarbeitende „KI-ready“ werden

Tobias Kolb Referat Kommunikation
Technische Hochschule Augsburg

    Die digitale Transformation verändert Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle grundlegend. An der Technischen Hochschule Augsburg (THA) entwickeln Forschende mit mehr als 100 Partnern aus Handwerk, Mittelstand und Industrie im Rahmen des KI-Produktionsnetzwerks Augsburg innovative KI-Lösungen für die effiziente, sichere, interaktive und nachhaltige Produktion und zur Fachkräftesicherung. So kommt KI-Forschung direkt in den Unternehmen zur Anwendung. Die Publikation „KI-Produktionsnetzwerk der THA – KI-Transformation aktiv mitgestalten“ gibt jetzt Aufschluss über die Projekte.

    „Das KI-Produktionsnetzwerk Augsburg ist ein Leuchtturmprojekt für die Region Bayerisch-Schwaben. Wir als THA arbeiten mit den Verbundpartnern eng zusammen, um die KI-Transformation von Unternehmen und Handwerksbetrieben aktiv mitzugestalten und die KI-Fachkräfte von morgen schon heute zu fördern. Ich bin unglaublich stolz, dass wir die Chance erhalten haben, eine starke Impulsgeberin und wichtige Treiberin für die KI-basierte Produktion der Zukunft zu sein. Nach fünf Jahren ist ein guter Zeitpunkt, um Zwischenbilanz zu ziehen. Dies tun wir mit unserer Publikation. Lassen Sie sich inspirieren, wie wir auch Ihr Unternehmen ,KI-ready‘ machen können“, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Gordon Rohrmair, Präsident der THA.

    Die THA-Forschenden haben in den vergangenen fünf Jahren in mehr als 60 Projekten innovative Lösungen zur KI-basierten Produktion entwickelt. Insbesondere wurden vier Modellfabriken realisiert, darunter das Recycling Atelier Augsburg – die weltweit erste Modellfabrik für ein ganzheitliches Textilrecycling – und das OITC – Open Industrial Training Center – wo Digitalisierung in der Fertigung und Montage im industriellen Maßstab eines Mittelständlers erlebbar wird.

    Technologietransfer: KI-Lösungen kommen direkt zur Anwendung
    KI zählt zu den entscheidenden Technologien der Zukunft. In der KI-Forschung erfolgen die technologischen Entwicklungen in rasant hohem Tempo. Für die bayerischen Unternehmen bedeutet das im internationalen Wettbewerb: Es geht um Umsetzungsgeschwindigkeit – gleichzeitig steigen die Anforderungen an Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Ebenso ergeben sich Chancen für Interaktivität. KI-basierte Lösungen, so wie sie im KI-Produktionsnetzwerk der THA entwickelt werden, sind Teil der Lösung.

    Prof. Dr. Frank Danzinger, Vizepräsident für Technologie und Forschung und wissenschaftlicher Leiter des KI-Produktionsnetzwerks der THA, sagt: „Zahlreiche Förderprogramme treiben die Entwicklung von Grundlagen und neuen KI-Modellen voran. Im KI-Produktionsnetzwerk der THA steht dabei konsequent der Praxisbezug im Mittelpunkt: Jedes Projekt entsteht aus einem konkreten Bedarf eines Praxispartners und die entwickelten KI-Innovationen werden unmittelbar in Unternehmen der Region eingesetzt – mit spürbarem Mehrwert für die gesamte Region.“

    Somit leistet das KI-Produktionsnetzwerk der THA zentrale Beiträge für den Transfer der fortschreitenden KI-Grundlagenforschung in anwendungsnahe Lösungen. Dies fließt in das KI-Produktionsnetzwerk Augsburg ein, das im Rahmen der Hightech Agenda Plus vom Freistaat Bayern gefördert wird und zu dem insgesamt vier Verbundpartner zählen.

    THA-Forschende entwickeln KI-Innovationen für Handwerk und Industrie
    Interessierte Unternehmen und Handwerksbetriebe aller Größen, insbesondere aus dem Großraum Augsburg und Bayerisch-Schwaben, können im KI-Produktionsnetzwerk der THA gemeinsam mit den Forschenden KI-basierte Lösungen für ihre aktuellen unternehmerischen Fragestellungen passgenau entwickeln.

    Prof. Dr. Björn Häckel, wissenschaftlicher Leiter des KI-Produktionsnetzwerks der THA, sagt: „Der produzierende Mittelstand steht vor tiefgreifenden Herausforderungen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen müssen ihre digitalen Fähigkeiten stärken und ihre Mitarbeitenden kontinuierlich weiterbilden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. In der Publikation zeigen wir vielfältige KI-basierte Lösungen für Handwerksbetriebe und KMU, aber auch für größere Industrieunternehmen. Interessierte Betriebe können sich jederzeit mit ihren aktuellen Herausforderungen oder auch eigenen Projektideen an uns wenden – wir verstehen Kooperation als eine hervorragende Möglichkeit, um die Anforderungen der digitalen Transformation gemeinsam zu meistern.“

    Im direkten Dialog mit Praxispartnern und der Stadtgesellschaft
    Zur Projektanbahnung im KI-Produktionsnetzwerk der THA dient u.a. das jährliche Netzwerktreffen #TddP – das Forum für Expertinnen und Experten sowie Entscheiderinnen und Entscheider aus Forschung und Praxis zur vernetzten, flexiblen und sicheren Produktion, das dieses Jahr am 15. Oktober 2026 an der THA stattfindet. Ebenso nehmen die THA-Forschenden an der Langen Nacht der Wissenschaft am 04. Juli 2026 im Augsburger Rathaus und am Technologietransfer-Kongress der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH am 21.Juli 2026 teil.

    Das KI-Produktionsnetzwerk Augsburg
    Die Bayerische Staatsregierung hat das KI-Produktionsnetzwerk Augsburg als Verbund von zentralen KI-Kompetenzträgern im Großraum Augsburg initiiert. Verbundpartner sind die Universität Augsburg, die Technische Hochschule Augsburg (THA), das Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite und Verarbeitungstechnik IGCV sowie das Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Augsburg. Beteiligt sind ebenso zahlreiche regionale Industriepartner. Die Verbundpartner stehen miteinander im regelmäßigen Austausch.

    Im Rahmenn der Hightech Agenda Plus fördert der Freistaat Bayern das KI-Produktionsnetzwerk Augsburg. Das Fördervolumen der THA im KI-Produktionsnetzwerk lag bei 12 Millionen Euro über die ersten fünf Jahre hinweg. Zudem konnte die THA bisher weitere 150 Millionen Euro Forschungs- und Fördergelder einwerben. Angestoßen wurde das Verbundprojekt im Herbst 2020 mit einer Laufzeit bis 2025 mit einem Gesamtfördervolumen von rd. 92 Millionen Euro. Die nächste Förderphase ist bis 2028 geplant.


    Originalpublikation:

    www.tha.de/Publikation-KI-PNW


    Bilder

    Die Publikation „KI-Produktionsnetzwerk der THA. Die KI-Transformation aktiv mitgestalten“ gibt Einblicke, wie Unternehmen und Mitarbeitende KI-ready werden.
    Die Publikation „KI-Produktionsnetzwerk der THA. Die KI-Transformation aktiv mitgestalten“ gibt Einb ...
    Quelle: THA


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

    Die Publikation „KI-Produktionsnetzwerk der THA. Die KI-Transformation aktiv mitgestalten“ gibt Einblicke, wie Unternehmen und Mitarbeitende KI-ready werden.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).