Maria Veit, Universität Leipzig, erhält für ihre Masterarbeit den Preis des Zukunftsforums 2026. Der Preis wird jährlich für eine herausragende studentische Abschlussarbeit vergeben, die interdisziplinär orientiert ist. Er ist mit 1500 Euro dotiert, weitere 1500 Euro stellt Sartorius Stedim Biotech zur Verfügung. Die Preisverleihung fand am 13. Mai 2026 während der Himmelfahrtstagung on Bioprocess Engineering in Mainz statt.
In ihrer Masterarbeit untersuchte Maria Veit die Entwicklung elektroaktiver, Ameisensäure-verwertender Stämme von Pseudomonas putida mit dem Ziel, Produktsynthesen und -ausbeuten zu verbessern. Ameisensäure (bzw. ihre Salze, Formiate) ist elektrochemisch aus CO₂ mit hoher Selektivität und Effizienz zugänglich – für biologische Synthesen jedoch ein elektronenarmes Substrat. Ein erheblicher Anteil muss zu CO₂ reoxidiert werden, um Energie- und Redoxbedarf der Zellen zu decken. Das kann die Produktausbeuten begrenzen.
Maria Veit gelang es, einen effizienten bidirektionalen biologischen Elektronenleiter – den metallreduzierenden (Mtr)CAB_CymA-Komplex des elektroaktiven Bakteriums Shewanella oneidensis – in das industriell relevante Bakterium Pseudomonas putida zu transferieren. Durch eine direkte Elektronenzufuhr über Elektroden lassen sich Energie- und Redoxstoffwechsel vom Substrat entkoppeln. Damit werden elektrochemisch angetriebene Biosynthesen möglich, die über stöchiometrische Beschränkungen hinausgehen.
Das „Zukunftsforum Biotechnologie“ der DECHEMA e.V. führt als eigenständiges Gremium der Fachgemeinschaft Biotechnologie jüngere Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. In dem interdisziplinären Forum werden aktuelle Trends diskutiert und neue Forschungsfelder beleuchtet.
Maria Veit erhält Preis des Zukunftsforums 2026
Copyright: Dechema e.V.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
Biologie, Chemie
überregional
Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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