idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
27.05.2026 15:30

Hightech Forschungsinfrastruktur und Forschungsbooster für HAW: HAW-OpenSpace und HAW-ForschungsSchub veröffentlicht

Silvia Ziefuß Pressestelle
Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK)

    Im Rahmen der Bund-Länder-Vereinbarung „Forschung an HAW“ sind zwei neue Förderrichtlinien veröffentlicht worden, die das Spektrum der Fördermöglichkeiten für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) erweitern.

    Mit der Förderrichtlinie HAW-OpenSpace können sich HAW um Mittel für exzellente Forschungsinfrastruktur bewerben. Hierfür hat der Bund zusätzliche Mittel in Höhe von 61 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) für Forschungsvorhaben aus dem Bereich der in der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) identifizierten prioritären Schlüsseltechnologien und damit verbundenen technologischen Innovationen in strategischen Forschungsfeldern zur Verfügung gestellt. HAW-OpenSpace wird hervorragende Voraussetzungen dafür schaffen, dass Forschende an HAW in Forschungskooperationen mit außerhochschulischen Anwendungspartnern zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und technologischen Souveränität in Deutschland beitragen können.

    Die gestern veröffentlichte Förderrichtlinie HAW-ForschungsSchub unterstützt HAW dabei, vielversprechende eigene Forschungsergebnisse weiterzuentwickeln und in die nächste innovatorische Phase zu überführen. Durch anknüpfende Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sowie den Aufbau tragfähiger Netzwerkstrukturen wird das Innovationspotenzial der HAW-Forschung gezielt gehoben Die HAW etablieren sich so als verlässliche Forschungspartner regionaler kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie weiterer regionaler Akteure.

    „Es ist wichtig, dass wir das große Potenzial der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland für Transfer und die Umsetzung der Hightech Agenda Deutschland ausschöpfen. Mit den beiden neuen Förderrichtlinien unterstützen wir die HAW daher gezielt dabei, durch ihre exzellente anwendungsorientierte Forschung gemeinsam mit Partnern – oft aus dem regionalen Mittelstand – zu Innovation und Wertschöpfung in Deutschland beizutragen. Die HAW leisten in ihren regionalen Innovationsökosystemen mit Wirtschaft, Zivilgesellschaft und öffentlicher Verwaltung einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Hightech Agenda Deutschland“, so die GWK-Vorsitzende und Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär.

    Der stellvertretende GWK-Vorsitzende und niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, ergänzt: „Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind unverzichtbare Innovationspartnerinnen – insbesondere für den Mittelstand, für regionale Wertschöpfung und für die zügige Umsetzung neuer Technologien. Mit den Förderlinien HAW OpenSpace und HAW ForschungsSchub stärken Bund und Länder gezielt diese besondere Rolle. Wir investieren in moderne Forschungsinfrastrukturen, fördern anwendungsnahe Entwicklung und bauen tragfähige Netzwerke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft aus. Das ist für alle Länder von großer Bedeutung, denn Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind in vielen Regionen zentrale Motoren für Wissens- und Technologietransfer, Fachkräftesicherung und Innovation.”

    Hintergrund

    Beide Förderrichtlinien sind Teil des von Bund und Ländern geförderten Programms „Förderung der anwendungsorientierten Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften", das der Stärkung der Forschungsfähigkeit und der Forschungsleistungen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) dient. Im Rahmen von HAW-OpenSpace werden Vorhaben bis zu 36 Monaten Gesamtlaufzeit gefördert, beginnend mit einer maximal 12-monatigen Aufbauphase, in der in die Ausstattung des Innovationsraums investiert und das Community Building forciert wird, einer anschließenden ca. 18-monati-gen FuE-Phase sowie einer abschließenden 6-monatigen Skalierungsphase. Ziel der Programmlinie ist es, eine nachhaltige Innovationsplattform zu schaffen, die Anlaufstelle für regionale Unternehmen, Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure ist und einen niederschwelligen Zugang zu Forschungsexpertise der HAW bietet. Eine Antragsstellung seitens der HAW erfolgt im Sommer 2026, die prognostizierten Starttermine der Projekte sind ab dem 1. Januar 2027 realisierbar.

    Im Fokus der neuen Förderrichtlinie HAW-ForschungsSchub steht die Weiterentwicklung von Methoden, Techniken und Verfahren, um Forschungsergebnisse in die nächste innovatorische Phase zu überführen. Die Maßnahme ist offen für alle Disziplinen und Fächer. Vorrangig adressiert werden Projekte mit Bezug zu den Schlüsseltechnologien und strategischen Forschungsfeldern der HTAD. Die maximale Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre; pro ausgewähltem Vorhaben stehen den Hochschulen bis zu 200.000 Euro zur Verfügung. Der erste Einreichungstermin für Interessensbekundungen ist zum
    15. September 2026 vorgesehen, die Projektstartzeit ist für Frühling 2027 avisiert.
    Weitere Einreichungstermine für Interessenbekundungen wurden festgelegt.

    Weitere Informationen:

    https://www.forschung-haw.de/fachhochschulen/de/aktuelles/veranstaltungen/2026/f...


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).