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29.05.2026 09:43

Wie KI im Bauhandwerk praxistauglich werden kann

Anette Schober-Knitz Hochschulkommunikation und Marketing
HBC Hochschule Biberach

    Wie kommt digitale Innovation wirklich im Betrieb an? Diese Frage steht im Zentrum des nächsten (K)am(I)ngesprächs der Hochschule Biberach (HBC) am Dienstag, den 16. Juni von 18 bis 20 Uhr in der Aula der HBC am Campus Stadt. Unter dem Titel „KI im Handwerk – Vom Prototyp zur Anwendung“ diskutieren Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis, wie Künstliche Intelligenz im Bau- und Handwerksbereich konkret unterstützen kann – und wo heute noch Hürden im Betriebsalltag liegen.

    Viele digitale Technologien sind längst vorhanden. Doch in der Praxis zeigt sich: Daten liegen oft verstreut vor, Informationen werden manuell übertragen, Prozesse sind weiterhin papier- oder PDF-basiert. Für Handwerksbetriebe bedeutet dies hohen Aufwand, zusätzliche Schnittstellen und vermeidbare Fehlerquellen.
    Prof. Dr.-Ing. Hannes Schwarzwälder aus dem Studiengang Bau-Projektmanagement der HBC wird beim (K)am(I)ngespräch die fachliche Perspektive einbringen. Er betont: „KI kann im Handwerk nur dann einen echten Mehrwert schaffen, wenn sie vorhandene Prozesse nicht komplizierter macht, sondern Wissen, Daten und Entscheidungen besser zugänglich macht.“ Digitalisierung und KI müssten konsequent vom Arbeitsalltag der Betriebe aus gedacht werden – nicht von der Technik her.

    Ausgehend vom Projekt BauNXT zeigt die Hochschule Biberach an diesem Abend, wie ein solcher Ansatz konkret aussehen kann: Im Projekt entsteht ein prototypischer KI-gestützter Assistent für das Bauhandwerk, der direkt auf der Baustelle unterstützen soll, indem komplexe Normen und Regelwerke in Sekundenschnelle auswertet werden, zunächst für das Dachdeckerhandwerk. Die Herausforderung ist dabei groß: Die einschlägigen Regelwerke in diesem Gewerk umfassen rund 1.600 Seiten – Tendenz steigend. In einer Befragung im Vorfeld des Projekts gaben zugleich nur etwa 20 Prozent der teilnehmenden Betriebe an, sich im Umgang mit dem umfangreichen Regelwerk wirklich sicher zu fühlen.

    Beim (K)am(I)ngespräch in der Aula der Hochschule Biberach wird zudem Jannik Brose von der aconium GmbH eine kurze Live-Demo der KI-gestützten Schadensanalyse per Bilderkennung geben. So wird sichtbar, wie der prototypische KI-Assistent in der Praxis funktionieren kann – von der Erfassung des Schadens über die Auswertung bis hin zu Vorschlägen für regelkonforme Lösungen.

    Im Anschluss diskutieren die Teilnehmenden, wie KI Fachwissen verfügbar machen, Qualität sichern und Betriebe im Alltag entlasten kann.

    Die Veranstaltung ist interessant für alle, die sich für KI-Anwendungen und Themen rund um Bauen und Handwerk interessieren. Anmeldungen sind bis 9. Juni möglich


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr.-Ing. Hannes Schwarzwälder - schwarzwälder@hochschule-bc.de


    Weitere Informationen:

    https://www.hochschule-biberach.de/veranstaltungen/ki-im-handwerk-vom-prototyp-z...


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Bauwesen / Architektur
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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