"Bildung muß das Mega-Thema unserer Gesellschaft werden", so Bundespräsident Roman Herzog. Erziehungswissenschaftler fordern seit langem, daß die Lehrerausbildung reformiert werden muß. Wie diese Reform aussehen soll, ist ein Diskussionspunkt auf der 1. Professionspolitischen Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), die am 10./1 1. Februar 1999 an der Universität Dortmund stattfindet. Über 200 Referenten aus dem In- und Ausland stellen ihre Zukunftsvisionen zu Erziehungswissenschaft in Studium und Beruf vor.
Eine Forderung: Lehrer sollen bereits im Studium unterrichten lernen. Nordrhein-Westfalen will dafür ein halbjähriges Praktikum nach dem Grundstudium in der Jugendarbeit oder der Familienberatung einführen. Bremen setzt dagegen auf die Einrichtung von Lernwerkstätten, in denen Lehrer ihre praktischen Unterrichtserfahrungen an Studenten weitergeben können.
Allerdings dreht sich in Dortmund nicht alles um Fragen der Lehrerausbildung, sondern auch um die Pädagogen-Ausbildung allgemein. Experten erörtern neue Arbeitsfelder, die Hochschule im Internet und Aspekte der Erwachsenenbildung. In einer Podiumsdiskussion setzen sich Politiker und Wissenschaftler über Zukunft und Stellenwert der Erziehungswissenschaft konträr auseinander.
Über die Bedeutung der sozialen und pädagogischen Berufe in unserer modernen Dienstleistungsgesellschaft referiert Prof. Dr. Thomas Rauschenbach. Jeder achte Beschäftigte arbeitet mittlerweile im Bereich der personenbezogenen sozialen Dienstleistungen - eine Tatsache, die wenig bekannt ist. Für diesen "Dienst am Menschen" will kaum einer bezahlen. Er findet nach Ansicht von Prof. Rauschenbach nicht genügend
Anerkennung.
Prof. Dr. Micha Brumlik stellt in seinem Vortrag "Grenzen und Entgrenzung der Pädagogik" die Frage: Sind wir auf dem Weg in eine überbetreute Gesellschaft?
Parallel zur Konferenz findet der zweite Dortmunder Pädagogen Dialog (DPD) statt. Studenten und Arbeitssuchende können hier mit potentiellen Arbeitgebern und Weiterbildungsinstituten, die sich im Rahmen einer Messe vorstellen, Kontakte knüpfen.
Die Pressekonferenz findet statt am 09. Februar 1999 um 11.00 Uhr, Emil-Figge-Straße 50, Raum UH 300/301 der Universität Dortmund.
Nähere Informationen:
Lokales Organisationskomitee (LOK)
Professionspolitische Konferenz "Erziehungswissenschaft in
Studium und Beruf / Dortmunder-PädagogInnen-Dialog (DPD)
Emil-Figge-Str. 50
D 44221 Dortmund
Tel.: 0231/ 755-5785
Fax: 0231/ 755-5876
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, fachunabhängig
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen, Wissenschaftspolitik
Deutsch
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