idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
04.06.2026 13:23

Wasserstoff-Prüflabor als One-Stop-Shop für die Industrie, Technologieplattform HyVentus erfolgreich gestartet

Andreas Hemmerle Presse und Medien
Fraunhofer IWU

    Rund ein Jahr nach Inbetriebnahme darf sich das Wasserstoff-Prüflabor am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als leistungsfähige Plattform für die Industrie bezeichnen. Mit erweiterten Prüfmöglichkeiten, ersten erfolgreichen Kundenprojekten und der Einführung des modularen Elektrolyseur-Stacks HyVentus als Technologieplattform bietet das Fraunhofer IWU Unternehmen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette umfassende Unterstützung – von der Komponentenentwicklung bis zur Systemvalidierung.

    Vom Prüfstand zur industriellen Plattform

    Seit dem Start des Prüflabors können industrielle Partner am Fraunhofer IWU auf ein gut ausgebautes Testportfolio zurückgreifen. Beispielsweise ermöglicht der 80‑kW-Brennstoffzellen-Prüfstand die umfassende Charakterisierung von Brennstoffzellensystemen und Komponenten hinsichtlich Leistung, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit unter realistischen Betriebsbedingungen.
    Ergänzt werden die Brennstoffzellen-Prüfstände durch ein Elektrolyseur-Testsystem, dazu zählt ein 1-kW-Elektrolyseur-Prüfstand insbesondere zur Charakterisierung von Einzelkomponenten. Dieses System wurde gezielt eingesetzt, um Zellen des HyVentus-Stacks zu prüfen und abzusichern – ein entscheidender Schritt zur erfolgreichen Markteinführung erster Exemplare.

    HyVentus: Offene Technologieplattform für Partner

    Mit dem HyVentus-Stack verfolgt das Fraunhofer IWU einen konsequent kooperativen Ansatz: Industriepartner können eigene Komponenten wie Membranen oder Dichtungen einbringen; diese werden entweder durch das IWU in den Stack integriert oder der Stack wird als offene Plattform bereitgestellt – damit Partner ihre Komponenten selbst verbauen und dann im Prüflabor testen oder testen lassen.

    Das Ergebnis ist eine flexible Technologieplattform, die Entwicklungszyklen verkürzt, Vergleichbarkeit schafft und die Optimierung einzelner Komponenten im realen Systemkontext ermöglicht. Damit adressiert das IWU gezielt einen zentralen Bedarf der Branche: die Möglichkeit, Komponenten nicht isoliert, sondern unter realen Betriebsbedingungen im Gesamtsystem zu validieren. Dies ist ein entscheidender Faktor für Qualität, Lebensdauer und Serienreife von Wasserstoffsystemen.

    One Stop Shop für Wasserstoffsysteme

    Das Wasserstoff-Prüflabor des Fraunhofer IWU entwickelt sich zunehmend zu einem One Stop Shop für Industrie und Forschung. Unternehmen profitieren von:
    - durchgängiger Unterstützung entlang des Entwicklungsprozesses – von Material- und Komponentenprüfung bis zur Systemvalidierung;
    - Prüfung nach internationalen Normen und individuellen Anforderungen;
    - flexiblen Prüfprogrammen für unterschiedliche Entwicklungsstände und Zielmärkte;
    - belastbaren Daten für Zulassung, Zertifizierung und Markteintritt.

    Solche integrierten Angebote sind von zentraler Bedeutung: Sie ermöglichen es Unternehmen, wirtschaftliche Risiken zu reduzieren, Entwicklungszeiten zu verkürzen und die Markteinführung neuer Technologien zu beschleunigen.

    Beitrag zur Industrialisierung von Wasserstoffsystemen

    Als Teil der Referenzfabrik.H2 ist das Prüflabor eng in ein Netzwerk aus Industrie und Forschung eingebunden, das sich auf die industrielle Skalierung von Elektrolyseuren und Brennstoffzellen konzentriert. Ziel ist es, Fertigungsprozesse zu optimieren, Kosten zu senken und die Serienproduktion voranzubringen.

    Ausblick

    Nach der erfolgreichen Etablierung des Prüflabors und der Einführung der HyVentus-Technologieplattform wird das Fraunhofer IWU seine Testinfrastruktur, wie bereits 2025 angekündigt, weiter ausbauen. Ziel ist es, künftig eine große Bandbreite von Leistungsklassen sowie komplexe Betriebs- und Umgebungsbedingungen abzubilden.
    So trägt das Institut dazu bei, die Wasserstofftechnologie schneller und wirtschaftlicher in die industrielle Anwendung zu bringen – und stärkt zugleich die Rolle der Region Chemnitz als führenden Standort der Wasserstoffforschung.

    »hy.tec mittendrin«: Treffpunkt Produktion Wasserstoffsysteme am Fraunhofer IWU

    Die H2-Infrastruktur am Fraunhofer IWU steht im Fokus der Fachmesse am 25. und 26. Juni. Die hy.tec richtet sich an alle, die die industrielle Produktion von Wasserstoffsystemen aktiv mitgestalten möchten und zeigt, wo der Markt heute steht. Erstmals findet eine der bedeutendsten Messen für Wasserstoff am Fraunhofer IWU statt. Mehr Info und Anmeldung: siehe unten


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr.-ing. Ulrike Beyer
    Fraunhofer IWU/Leiterin Referenzfabrik.H2
    Reichenhainer Str. 88
    09126 Chemnitz
    Ulrike.Beyer@iwu.fraunhofer.de
    Tel. +4937153971066


    Originalpublikation:

    https://www.iwu.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2026-wass...


    Weitere Informationen:

    https://www.iwu.fraunhofer.de/de/veranstaltungen-und-messen/tagungen-und-worksho... Mehr Info und Anmeldung zur hy.tec


    Bilder

    80-kW-Brennstoffzellen-Prüfstand am Fraunhofer IWU
    80-kW-Brennstoffzellen-Prüfstand am Fraunhofer IWU

    Copyright: © Fraunhofer IWU

    Prüflabor: Zellen des HyVentus-Stacks beweisen ihre Leistungsfähigkeit
    Prüflabor: Zellen des HyVentus-Stacks beweisen ihre Leistungsfähigkeit

    Copyright: © Fraunhofer IWU


    Anhang
    attachment icon Pressemitteilung

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Elektrotechnik, Energie, Maschinenbau, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    80-kW-Brennstoffzellen-Prüfstand am Fraunhofer IWU


    Zum Download

    x

    Prüflabor: Zellen des HyVentus-Stacks beweisen ihre Leistungsfähigkeit


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).