idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
09.06.2026 12:19

Wegbereiter für Transfer und Startup-Förderung: Prof. Andreas Pinkwart verabschiedet sich aus der TUD

Maria Schmeiser Pressestelle
Technische Universität Dresden

    Erfolgreicher Kurs für Gründungskultur wird fortgesetzt

    Die Technische Universität Dresden (TUD) verabschiedet sich von Prof. Andreas Pinkwart, Professor für Innovations- und Technologiemanagement und Direktor des Excellence Center for Innovation, Transfer and Entrepreneurship (TUD|excite https://tu-dresden.de/forschung-transfer/transfer/tud-excite). Prof. Pinkwart scheidet aus familiären Gründen früher als geplant aus seiner Position an der TUD aus, um näher am Wohnort seiner Familie in Nordrhein-Westfalen sein zu können.

    Mit seiner Erfahrung durch frühere Stationen als Hochschulmanager, Wissenschaftspolitiker, Wirtschaftswissenschaftler und ausgewiesener Experte für Entrepreneurship brachte er entscheidende Impulse ein für die strategische Weiterentwicklung der TUD auf ihrem Weg zu einer der innovations- und transferstärksten Universitäten in Deutschland. Er hinterlässt ein starkes Fundament für die weitere Entwicklung von Innovation, Transfer und Unternehmertum an der TUD – und damit eine hervorragende Grundlage für seine Nachfolge, die bereits auf dem Weg gebracht ist. Damit stellt die TUD sicher, dass die sehr erfolgreiche Entwicklung im Transfer-Bereich konsequent fortgeführt wird.

    Prof.in Ursula M. Staudinger, Rektorin der TUD: „Als wir Prof. Andreas Pinkwart an die TUD berufen haben, verbanden wir damit das Ziel, unsere herausragenden Stärken in Forschung, Innovation und Transfer noch enger miteinander zu verzahnen und das in unserer Exzellenzstrategie verankerte Ziel des Aufbaus eines leistungsfähigen Innovations- und Transferökosystems konsequent voranzutreiben. Andreas Pinkwart hat diese Aufgabe mit außerordentlichem Engagement, strategischer Weitsicht und einer beeindruckenden Vernetzungskraft verfolgt. Mit TUD|excite, dem ExciteLab, der Startup Factory boOst und zahlreichen weiteren Initiativen hat er entscheidende Impulse gesetzt, die weit über unsere Universität hinauswirken. Er hat dazu beigetragen, die TUD als Motor für Innovation, Unternehmertum und Wertschöpfung noch stärker am Wissenschafts- und Technologiestandort Dresden und in Sachsen zu machen. Dafür danken wir ihm nachdrücklich. Sein früher als geplantes Ausscheiden bedauern wir sehr, respektieren zugleich seinen Wunsch, künftig wieder näher bei seiner Familie leben zu wollen. Den von ihm erfolgreich bereiteten Weg werden wir konsequent fortsetzen.“

    Prof. Andreas Pinkwart: „Die Möglichkeit, an der TUD den Aufbau von TUD|excite und die Weiterentwicklung von Innovation, Transfer und Entrepreneurship mitgestalten zu dürfen, war für mich eine große Ehre und Freude. Gemeinsam mit vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen innerhalb und außerhalb der Universität ist es gelungen, hierfür wichtige Strukturen, Partnerschaften und Initiativen auf den Weg zu bringen – vom ExciteLab über die Startup Factory boOst bis hin zu den TUD|InnoX-Campi. Mein besonderer Dank gilt der Universitätsleitung der TUD, unseren Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie den zahlreichen Gründungsinteressierten sowie Gründerinnen und Gründern, die diesen Weg möglich gemacht und mitgestaltet haben. Das Fundament ist gelegt, die Richtung klar und die weiteren Entwicklungsperspektiven und Potenziale enorm. Auf den weiteren Weg der TUD blicke ich mit großer Zuversicht und sehe nun gleichzeitig die Chance, mich neuen Aufgaben zu widmen, die mich näher an die Heimat führen werden. Die Entwicklung der TUD werde ich weiter mit großem Interesse verfolgen.“

    Wissens- und Technologietransfer erstmals strategisch und organisatorisch zusammengeführt

    Untrennbar mit dem Wirken von Andreas Pinkwart verbunden ist der Aufbau von TUD|excite: Unter seiner Führung wurden die Aktivitäten der Universität in den Bereichen Patente, Innovationsförderung, Unternehmenskooperationen, Wissens- und Technologietransfer erstmals strategisch und organisatorisch in einer zentralen Einrichtung zusammengeführt.

    Zu den wichtigsten Ergebnissen seines Wirkens zählen die Gründung des ExciteLab (https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/news/weiterer-schritt-auf-dem-weg-zu...) als Accelerator für Hightech-Startups, der Aufbau der Startup Campus Alliance (https://tu-dresden.de/kooperation/news/gruendungskultur-in-mitteldeutschland-wei...) der Hochschulen in Sachsen und Thüringen ebenso wie seine Beteiligung an der Bewerbung und Einwerbung einer Millionenförderung für die Startup Factory boOst (https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/news/millionen-fuer-mitteldeutsche-s...) im EXIST-Leuchtturmwettbewerb des Bundes. Das Vorhaben soll die Zahl wissensbasierter Ausgründungen in Mitteldeutschland deutlich steigern sowie insbesondere Deep-Tech-Unternehmen auf internationales Wachstumsniveau führen.

    Ein besonderer Schwerpunkt der letzten Monate bestand in den Vorarbeiten für den Aufbau von zwei der drei geplanten TUD|InnoX-Campi in der Gläsernen Manufaktur Dresden (GMD). Die Etablierung der InnoX-Campi ist ein Herzstück der nächsten Exzellenzphase (2027-33). Mit ihnen entsteht eine neue Struktur für das enge Miteinander von wissenschaftlicher Spitzenforschung insbesondere in den Bereichen Mikroelektronik, Chip-Design, Künstliche Intelligenz, Robotik, Materialforschung, automatisiertes Fahren und Kreislaufwirtschaft und ausgewählten strategischen Unternehmenspartnern.

    „Diesen Prozess hat Andreas Pinkwart so gut und so weit vorangetrieben, dass wir diesen bald abschließen können. Auch dafür gilt ihm unser großer Dank“, so TUD-Rektorin Staudinger.

    Andreas Pinkwart wird zum 1. Juli 2026 in den Vorstand der Bertelsmann-Stiftung wechseln und übernimmt zum 1. Oktober 2026 eine Seniorprofessur für Strategic Entrepreneurship an seiner Alma Mater, der Universität Bonn.

    Hintergrund: Transferstarke TUD

    Die TUD zählt seit vielen Jahren zu den innovations- und transferstärksten Universitäten Deutschlands. So ist die TUD die patentstärkste Hochschule Deutschlands (https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/news/tud-bleibt-patentstaerkste-hoch...) und hat zwischen 2000 und 2022 insgesamt 1.683 Patente angemeldet und 301 Unternehmen hervorgebracht, wie aus einer neuen Erhebung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervorgeht. Eine Studie zur regionalökonomischen Bedeutung der TUD (https://tu-dresden.de/tu-dresden/exzellenz/news/diw-econ-studie-zeigt-tu-dresden...), die die TUD bei DIW Econ, Tochter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, in Auftrag gegeben hat, zeigt, dass diese Innovations- und Transferleistungen erheblich zur wirtschaftlichen Entwicklung Sachsens beitragen. So haben unter anderem 92 Prozent der aus der Universität hervorgegangenen Unternehmen ihren Geschäftssitz in Dresden und leisten einen direkten Beitrag zur Wertschöpfung der Region.

    Zur Person: Prof. Andreas Pinkwart

    Prof. Andreas Pinkwart wurde zum 1. März 2023 auf die im Rahmen der Exzellenzstrategie geschaffene Professur für Innovations- und Technologiemanagement an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der TUD berufen. Zuvor war er unter anderem Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie sowie Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, Rektor der Handelshochschule Leipzig (HHL) und Professor an der Universität Siegen. Als Wissenschaftler, Hochschulleiter und Politiker hat er über Jahrzehnte die Entwicklung von Innovations- und Gründungsökosystemen in Deutschland mitgestaltet.

    Kontakt:
    Pressestelle der TU Dresden
    +49 351 463-32398
    pressestelle@tu-dresden.de


    Bilder

    Prof. Andreas Pinkwart
    Prof. Andreas Pinkwart

    Copyright: Sven Ellger / TUD


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Personalia
    Deutsch


     

    Prof. Andreas Pinkwart


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).