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11.06.2026 13:09

Sieben Start-ups der h_da erhalten „exist Gründungsstipendium“

Simon Colin Hochschulkommunikation
Hochschule Darmstadt

    Derzeit werden sechs Gründungsteams der Hochschule Darmstadt (h_da) durch das „exist Gründungsstipendium“ gefördert. Das vom Bund getragene Förderprogramm zielt auf innovative Geschäftsideen und die Menschen dahinter. Künstliche Intelligenz (KI) spielt bei den meisten Start-ups eine zentrale Rolle – auch bei einem siebten Team, das unmittelbar vor der Förderung steht.

    Hinter aprevisAI, collatio, Context, GoExam, Mount EverQuest und qonduit stecken sechs so unterschiedliche wie vielversprechende Innovationen. Eine siebte folgt unmittelbar: Wenn am 1. Juli der einjährige Förderzeitraum für aprevisAI endet, beginnt zugleich die Förderung des Start-ups Kauzen. „Kollege KI“ ist fester Bestandteil fast aller Teams – sei es bei Datenüberwachung (aprevisAI), Marktanalyse (collatio), Fehlerdiagnose (Kauzen) oder Sprachenlernen (Context). Gefördert werden zudem Vorhaben zur Quantenkryptografie (qonduit), zur Klausurerstellung (GoExam) und zum Virtual-Reality-Klettern (Mount EverQuest).

    Das auf ein Jahr angelegte „exist Gründungsstipendium“ fördert Studierende mit monatlich 1.000 Euro, Vollzeit im Projekt arbeitende Alumni mit 2.500 Euro. Finanziert werden außerdem Sachausgaben und Coachings. Diese Unterstützung hilft den Start-ups, einen Businessplan zu erarbeiten sowie innovative Dienstleistungen und marktfähige Produkte zu entwickeln. „Stipendien geben den Teams den nötigen Freiraum, um ihre Idee weiterzuentwickeln“, erklärt Bennet Siller, Gründungsberater an der h_da. „Eine starke technische Idee macht noch kein tragfähiges Geschäftsmodell – dafür braucht es einen strukturierten Prozess, Begleitung und die richtige Vernetzung.“

    „Gründungsförderung hat für uns hohe Priorität“, betont Prof. Dr. Nicole Saenger, die den Bereich als Vizepräsidentin für Forschung, Transfer und Nachhaltige Entwicklung verantwortet. „Als Hochschule zielen wir auf die Anwendung: Wir entwickeln innovative Ideen und Lösungen, die wir in die Praxis bringen. Genau das ist auch das Ziel der meisten Start-ups.“ Deshalb unterstütze die h_da wissens- und technologiebasierte Gründungen unter anderem durch kostenlose Beratung. Die hohe Zahl der geförderten Teams sieht Nicole Saenger als deutlichen Beleg für die wachsende Gründungsdynamik an der h_da. „Der Gründungsstandort Darmstadt mit dem Technologie- und Gründerzentrum HUB31 und der vorzüglichen Verzahnung bietet sehr gute Voraussetzungen für Start-ups.“

    Bennet Siller lobt in diesem Zusammenhang auch das auf die Frühphase und Ideenvalidierung zielende „Hessen Ideen Stipendium“, das schon viele Start-ups der h_da erhalten haben. „Im Zusammenspiel mit dem exist Gründungsstipendium, das eher auf Businessplan und Produktentwicklung fokussiert, entsteht eine durchgängige Förderkette.“ Als Co-Founder war Siller selbst Hessen Ideen- und exist-Stipendiat. Auch drei der derzeit geförderten Teams – aprevisAI, GoExam und Context – sind diesen Weg gegangen.

    Steckbriefe und Kontaktdaten der exist-geförderten Start-ups der Hochschule Darmstadt:

    aprevisAI – IT-Monitoring auf neuem Niveau
    KI-gestütztes IT-Monitoring der nächsten Generation verspricht aprevisAI. Die Software lernt eigenständig aus Echtzeit-Zeitreihendaten und erkennt unübliche Muster, bevor kritische Fehler auftreten. Anders als herkömmliche Systeme, belässt es aprevisAI nicht bei Warnungen, sondern liefert vollautomatisch die exakte Ursachenanalyse und maßgeschneiderte Handlungsempfehlungen zur sofortigen Problemlösung.
    Info & Kontakt: https://aprevis.ai/ | felix.castillo@aprevis.ai

    collatio – Produktintelligenz für industrielle Komponenten
    collatio ermöglicht Markt- und Wettbewerbsanalysen für industrielle Komponenten und hilft Herstellern, Kosten zu senken, Risiken zu minimieren und ihren Markt in Echtzeit zu verstehen. Produktdaten werden aus heterogenen Quellen extrahiert und standardisiert. Dann ermittelt collatio technisch austauschbare Komponenten, baut auf diesen Informationen Analysen auf und dient als Datenquelle für interne KI-Systeme.
    Info & Kontakt: https://www.collatio.ai/ | nick.petrovic@collatio.ai

    Context – Personalisiertes Sprachenlernen
    Die Sprachlernplattform Context erstellt mithilfe von generativer KI maßgeschneiderte Lerninhalte. Die persönlichen Interessen und Bedürfnisse der Nutzenden bestimmen Inhalte und Beispiele. Artikel, Videos und Übungen werden entsprechend in relevante Kontexte eingebettet. Im Fokus der Idee stehen zunächst internationale Studierende in Deutschland, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten.
    Info & Kontakt: https://context-lang.com/ | admin@context-lang.com

    GoExam – Plattform für Klausurerstellung
    GoExam entwickelt eine DSGVO-konforme Plattform zur digitalen Klausurerstellung für Schulen und Lehrkräfte. Aufgaben, Erwartungshorizonte und kollaborative Aufgabenpools können effizient erstellt und organisiert werden. Die intuitive Benutzeroberfläche und KI-gestützte Funktionen unterstützen bei der Prüfungsplanung und reduzieren den organisatorischen Aufwand im Schulalltag.
    Info & Kontakt: https://goexam.de/de | info@goexam.de

    Kauzen – Kontextbezogene Fehlerdiagnose in vernetzten Produktionsanlagen
    Kauzen entwickelt eine KI-Lösung zur kontextbasierten Fehlerdiagnose in der Industrie. Das Plug-and-Play-Produkt überwacht Anlagen kontinuierlich, identifiziert Störungsquellen frühzeitig und bündelt relevante Informationen in einem Ampel-Cockpit. Unternehmen reduzieren ungeplante Ausfälle, während alle Daten lokal bleiben. Dank der exist-Förderung wird ein KI-Diagnose-Agent integriert und praxisnah evaluiert.
    Info & Kontakt: https://kauzen.ai/ | industry@kauzen.ai

    Mount EverQuest – Klettern in der virtuellen Realität
    Mount EverQuest verwandelt reale Kletterhallen in immersive Abenteuerwelten. Die Software erweitert die Kletterwand um interaktive Spiel- und Trainingsmodi, indem sie gamifizierte VR-Szenarien einbindet. Die Kletternden, seien sie auf Anfänger- oder Profi-Level, erleben so Vulkane, Ruinen oder Fantasy-Landschaften. Das modulare System setzt auf Spaß, intuitive Bedienung und ein digitales Sicherheitssystem.
    Kontakt: tobi@mounteverquest.com

    qonduit – Quantensichere Kommunikation
    qonduit baut und betreibt eine All-in-One-Lösung für Quantum Key Distribution Networks (QKDN). Bedrohungen durch Quantencomputer und künstliche Intelligenz setzt qonduit einen hybriden, abhörsicheren Schlüsselaustausch entgegen. Ziel des sechsköpfigen Teams ist eine integrierte Lösung, die durch starke Automatisierung Betriebskosten reduziert und digitale Kommunikation zukunftssicher macht.
    Info & Kontakt: https://qonduit.eu/ | info@qonduit.eu

    Weitere Informationen zu diesen und weiteren YUBIZZ Start-ups: https://yubizz.de/

    Hintergrund
    „exist“, Existenzgründungen aus der Wissenschaft, ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) für akademische und wissenschaftsbasierte Gründungen. Das durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanzierte „exist Gründungsstipendium“ unterstützt Studierende, Alumni sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Vorgründungsphase. Explizit an Gründerinnen richtet sich die BMWE-Förderlinie „exist Women“, die primär Sachmittel und Workshops finanziert. Hierüber wurden und werden seit 2025 an der h_da 20 angehende Gründerinnen gefördert.

    Im Rahmen der strukturellen Förderlinie „exist Potentiale“ wurde die h_da von 2020 bis 2024 selbst gefördert. Die mit dieser Hilfe aufgebaute Gründungsinitiative „YUBIZZ“ bündelt seither die Aktivitäten, Angebote und Formate zu Gründung und Selbstständigkeit an der h_da und unterstützt Gründungsteams sowie Einzelgründerinnen und -gründer kostenfrei.

    Hochschule Darmstadt (h_da)
    Die Hochschule Darmstadt (h_da) ist eine der größten deutschen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs). Sie bietet ihren aktuell 14.000 Studierenden ein praxisnahes und anwendungsorientiertes Studium in den Bereichen MINT, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Architektur, Medien und Design. Viele Projekte und Inhalte in Studium, Forschung und gesellschaftlichem Transfer beschäftigen sich mit den Zukunftsthemen Nachhaltige Entwicklung, Mobilität und Digitalisierung. Die h_da betreibt ein eigenes Promotionszentrum Nachhaltigkeitswissenschaften und vergibt als erste und einzige deutsche Hochschule den akademischen Grad eines Doktors der Nachhaltigkeitswissenschaften. Visionär ist die europäische Hochschulallianz „European University of Technology (EUT+)“, der die h_da angehört: Gemeinsam mit acht weiteren Hochschulpartnern und gefördert von der EU-Kommission möchte die h_da zu einem neuen Hochschultyp zusammenwachsen – zur „Europäischen Universität“.

    Website h_da: https://h-da.de
    Website EUT+: https://www.univ-tech.eu


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Fachlicher Ansprechpartner für die Medien:
    Bennet Siller
    Gründungsberater YUBIZZ
    Tel +49 6151 – 533 60662
    Mail bennet.siller@h-da.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Informationstechnik, Maschinenbau
    regional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

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