Das Forschungszentrum Musik und Gender (fmg) an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) kann seine Erfolgsgeschichte fortsetzen: Die Mariann Steegmann Stiftung, die das fmg seit dessen Gründung im Jahr 2006 finanziell unterstützt, verlängert ihre Förderung um weitere zehn Jahre. Bereits zum 1. Juli 2026 wird zudem die umfangreiche und kostbare Sammlung des Forschungszentrums von der Stiftung an die Hochschule übertragen. Die HMTMH verpflichtet sich im Gegenzug, die Arbeit des fmg zu verstetigen und den Bestand der Sammlung personell und räumlich auch über die Dauer der Förderung hinaus zu sichern.
„Das Forschungszentrum Musik und Gender hat sich zu einer führenden und international renommierten Einrichtung im Bereich der musikwissenschaftlichen Genderforschung entwickelt und trägt heute maßgeblich zur Profilbildung der HMTMH bei. Es ist eine gute Nachricht für die Hochschule und für die Musikwissenschaft, dass sein Fortbestand gesichert werden konnte“, erklärte Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel, Präsident der HMTMH.
„Wir möchten an die hervorragende Arbeit, die in den vergangenen zwanzig Jahren am fmg geleistet wurde, anknüpfen und neue Impulse für die musikwissenschaftliche Genderforschung setzen. Mit Veranstaltungen wie unserem großen Symposium über Liedkomponistinnen, das wir im vergangenen Jahr an der Hochschule ausgerichtet haben, wollen wir die Ergebnisse unserer Arbeit auch in die Öffentlichkeit tragen. Für die langjährige Unterstützung der Mariann Steegmann Stiftung sind wir überaus dankbar“, betonte Jun.-Prof. Dr. Maria Behrendt, die im Jahr 2024 die Leitung des fmg übernommen hat.
Das Forschungszentrum kann in diesem Jahr aber nicht nur seinen Fortbestand feiern, sondern auch ein besonderes Jubiläum: Am 4. und 5. September steht ein Festakt zum 20-jährigen Bestehen des fmg auf dem Programm. Gegründet wurde es im Jahr 2006 durch die Musikwissenschaftlerin und frühere HMTMH-Präsidentin Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann im Zusammenwirken mit Prof. Dr. Eva Rieger. Bis 2024 hatte Rode-Breymann auch die Leitung der Einrichtung inne und prägte deren erfolgreiche Entwicklung nachhaltig.
Das fmg veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Publikationen und veranstaltet Tagungen, Gastvorträge, Summerschools und Ausstellungen. Ein zentrales Anliegen des fmg ist zudem die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch Stipendien, Kolloquien und Mentoring.
Die Bibliothek und das Archiv des fmg sammeln Material aus allen Bereichen der musikwissenschaftlichen Genderforschung. Neben einer ständig wachsenden Zahl von internationalen Buchpublikationen, Noten, Zeitschriften, Tonträgern und audiovisuellen Medien verfügt das fmg über eine umfangreiche und kostbare Sammlung von handschriftlichen und gedruckten Quellen, die Aufschluss über das musikkulturelle Handeln von Frauen geben. Dazu zählen Briefe (u. a. von Clara Schumann und der Wagner-Familie), Musikhandschriften, Konzertprogramme, Albumblätter, Postkarten, Fotografien und Lithografien sowie seltene Notendrucke aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Diese Sammlung steht der Forschung und auch Studierenden der HMTMH zur Verfügung.
Jun.-Prof. Dr. Maria Behrendt, maria.behrendt@hmtm-hannover.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Kulturwissenschaften, Musik / Theater
überregional
Organisatorisches
Deutsch

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