idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
17.06.2026 12:12

IFA publiziert Bewegungsdaten für die Nachnutzung in der Forschung

Susan Haustein Pressestelle
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung - DGUV e.V.

    Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) hat vollständig anonymisierte kinematische Ganzkörper-Bewegungsdaten im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojektes zur Gangstabilität erhoben. Die Daten basieren auf einem konsistenten Versuchsdesign. Die 1 640 kuratierten Datensätze von 110 Testpersonen stellt das Institut nun der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Nachnutzung zur Verfügung - insbesondere für Forschung im Umfeld von Wearables, Ganganalysen und Biomechanik, aber auch für Data Science und maschinelles Lernen: https://bitbucket.org/dguv/entrapon-dataset/src/main/.

    Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle (SRS-Unfälle) stellen mit knapp einem Viertel aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle einen Unfallschwerpunkt in der Arbeitswelt dar. Ein Forschungsteam des IFA hat Trainingselemente zur Prävention von SRS-Unfällen entwickelt. Zur Evaluation des Trainings absolvierten 110 Beschäftigte aus der Stahlindustrie sowie der Post- und Paketzustellung vor und nach dem Training einen Laufsteg-Parcours, der unvorhersehbare Beinahestürze auslöste.
    Ein Messanzug mit Inertialsensoren (Xsens Link Motion Tracker, MovellaTM) erfasste während der Parcoursbegehung die kinematischen Daten für ein Ganzkörpermodell mit 23 Segmenten. So ermittelten die Forschenden die Stabilitätstoleranz der Testpersonen sowie die dynamischen Stabilitätskomponenten. Zusätzlich wurden diverse personen- und umfeldbezogene Daten erhoben.
    Der Datenpool schließt aus Sicht des IFA eine wissenschaftliche Lücke: Er liefert bislang fehlende objektive Daten zu Beinahestürzen für verschiedene Sturztypen. Außerdem generiert er sich aus realen, unvorhersehbaren Störungen des Gangzyklus. Damit unterscheidet sich das Material von bislang verfügbaren Daten auf Basis simulierter Störungen und ist für maschinelles Lernen besonders interessant.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Rolf Ellegast


    Weitere Informationen:

    https://bitbucket.org/dguv/entrapon-dataset/src/main/
    https://www.dguv.de/ifa/forschung/projektverzeichnis/ff-fp0470.jsp


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Informationstechnik, Medizin, Sportwissenschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).