idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo


Instanz:
Teilen: 
19.06.2026 08:10

Mit dem ESiP Analyzer den Eigenverbrauch erneuerbarer Energie in Fabriken optimieren und die Netzstabilität sichern

Andreas Hemmerle Presse und Medien
Fraunhofer IWU

    Richtig geplant und dimensioniert können Energiespeicher in der Produktion (ESiP) eigene erneuerbare Energie optimal »verwerten«. Der 2025 auf der Messe ees Europe vorgestellte ESiP Analyzer hat seinen Praxistest bei Energieversorgern und Industrieunternehmen inzwischen mit Bravour gemeistert: Das Tool hilft Fabriken, die Integration erneuerbarer Energien zu verbessern und Leistungsspitzen zu reduzieren. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass gezielte Simulationen und optimierte Betriebsstrategien in einigen Szenarien die Nutzung von annähernd der Hälfte des selbst erzeugten Stroms ermöglichen. Auch die Netzstabilität profitiert vom »geglätteten« Verbrauch durch den Einsatz von Speichern.

    Effiziente Energiespeicherplanung mit dem ESiP Analyzer

    Der ESiP Analyzer unterstützt das Energiemanagement vorrangig in produzierenden Unternehmen. Neben der klassischen Lastspitzensenkung ermöglicht das Tool, verschiedene Anwendungsfälle zu bewerten. Es umfasst unterschiedliche Energiespeichertechnologien von Maschinen- bis Fabrikebene und unterstützt Unternehmen bei der Planung, Integration und Betriebsführung individueller Energiespeicherlösungen. Die Entwicklung spezifischer Auslegungsverfahren für unterschiedliche Anwendungsszenarien ist ein Kernmerkmal des Tools. Darüber hinaus werden auch wichtige Betriebsführungsfaktoren wie die Systemeffizienz und spezifische Produktionsparameter in die Simulationen einbezogen. Ziel ist es, Unternehmen nicht nur bei der Auswahl der passenden Speichertechnologie zu unterstützen, sondern auch bei der Entwicklung optimaler Betriebsstrategien für einen langfristig effizienten und wirtschaftlichen Einsatz.

    Nutzen und Nutzungsmöglichkeiten

    Der ESiP Analyzer zeigt seine Leistungsfähigkeit insbesondere in realen Anwendungsszenarien, auch mit teils unvollständigen Planungsinformationen. Fehlende Werte in Lastprofilen oder Ertragsdaten können durch geeignete Skalierungen und Simulationen zuverlässig ergänzt werden, wodurch aussagekräftige Analysen möglich bleiben. Darüber hinaus eröffnet der Analyzer zusätzliche Perspektiven, etwa in der Kombination von unterschiedlichen Anwendungen (z.B. Teilnahme am Energiemarkt, Notstromversorgung oder zur Effizienzsteigerung mit Hilfe rückgespeister Energie auf Maschinenebene).
    Interessierte Unternehmen haben die Wahl, wie sie den ESiP Analyzer nutzen möchten. Für eine umfassende Analyse des Ist-Stands und Empfehlungen einschließlich Beratungsleistungen durch die Experten des Fraunhofer IWU sind individuelle Projektvereinbarungen möglich. Für eine kontinuierliche Nutzung können Lizenzvereinbarungen abgeschlossen werden.

    Fraunhofer IWU auf »The Smarter E Europe« in München: ESiP Analyzer und Ausblick auf ressourcenschonende Demontage von Traktionsbatterien

    Vom 23. bis 25. Juni 2026 demonstriert das Fraunhofer IWU auf der Messe »The Smarter E Europe« auf dem Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Sachsen den aktuellen Stand seines innovativen Auslegungs- und Simulationstools anhand von realen Anwendungsfällen.
    Das Fraunhofer IWU gibt in München außerdem einen Ausblick auf die im Aufbau befindliche, gemeinsam mit EDAG Production Solutions konzipierte Pilotanlage, die künftig in Chemnitz Traktionsbatterien bis auf Zellebene automatisiert demontieren kann. Mittels KI-Technologien und einem Analysemodul zur Bewertung ihres »Gesundheitszustands« werden funktionstüchtige Komponenten identifiziert und einer geeigneten Wiederverwendung zugeführt. Die neue Anlage wird im August ihren Betrieb aufnehmen. Sie dient zukünftig auch zum Nachweis der wirtschaftlichen Demontierbarkeit neuer Systeme, die mit dem Fokus auf Design-for-Recycling entwickelt wurden. Mit einem zerstörungsfrei zerlegbaren Batteriemodul wird ein solches System demonstriert.

    Förderhinweis: Das Projekt ESiP »Energiespeicher in der Produktion« wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Weitere Projektpartner: EA Systems Dresden GmbH, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Skeleton Technologies GmbH, Power Innovation Stromversorgungstechnik GmbH. Das Demontagezentrum für Traktionsbatterien wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    M.Sc. Hanns-Martin Strehle
    Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU
    Reichenhainer Straße 88
    09126 Chemnitz
    hanns-martin.strehle@iwu.fraunhofer.de
    +4937153971143


    Originalpublikation:

    https://www.iwu.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2026-mit-...


    Bilder

    Auslegungsergebnisse im ESiP Analyzer – Relevante KPI wie Spitzenlastsenkung, Speichergröße und Amortisation lassen sich direkt ermitteln.
    Auslegungsergebnisse im ESiP Analyzer – Relevante KPI wie Spitzenlastsenkung, Speichergröße und Amor ...
    Quelle:
    Copyright: © Fraunhofer IWU (Maske des ESiP Analyzer integriert in ein KI-generiertes Bild)

    Prinzipdarstellung: In einer Pilotanlage wird das Fraunhofer IWU in Chemnitz ab September 2026 Batterien automatisiert und KI-gestützt zerlegen.
    Prinzipdarstellung: In einer Pilotanlage wird das Fraunhofer IWU in Chemnitz ab September 2026 Batte ...

    Copyright: © Fraunhofer IWU


    Anhang
    attachment icon Pressemitteilung

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Elektrotechnik, Energie, Informationstechnik, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Auslegungsergebnisse im ESiP Analyzer – Relevante KPI wie Spitzenlastsenkung, Speichergröße und Amortisation lassen sich direkt ermitteln.


    Zum Download

    x

    Prinzipdarstellung: In einer Pilotanlage wird das Fraunhofer IWU in Chemnitz ab September 2026 Batterien automatisiert und KI-gestützt zerlegen.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).