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24.06.2026 13:30

Gemeinsam gegen Flutrisiken: EU fördert MUDCAP-Projekt

Dr. Simon Thijs Kommunikation & Marketing
Universität Trier

    Mit internationalen Partnern forscht die Universität Trier an Strategien, um Schlammfluten besser vorherzusagen, Schäden zu minimieren oder sie ganz zu verhindern.

    Die Ahrtal-Flut ist den meisten Deutschen noch gut im Gedächtnis, doch schon viel kleinere Starkregenereignisse können als Schlammfluten lokal verheerende Schäden verursachen. Es werden in einigen Gegenden aber bereits Maßnahmen getroffen, um künftig besser darauf vorbereitet zu sein. Mit MUDCAP (MUDdy flood mitigation through transnational action-oriented CAPacity building) geht nun ein Projekt an den Start, das diese Bemühungen auf eine breitere gemeinschaftliche und wissenschaftlich fundierte Basis stellt.

    „Die bisherigen Lösungen sind oft kleinteilig und lassen sich schwer auf andere regionale Kontexte übertragen“, erläutert Dr. Manuel Seeger aus der Physischen Geographie an der Universität Trier die Problematik. „Wir wollen allgemeinere Lösungen entwickeln und testen, indem wir praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Expertise mit dem Einsatz lokaler Akteure verbinden.“

    Knapp 3,6 Mio. Euro von der EU

    Mit mehr als 3,5 Millionen Euro fördert die EU die Projektpartner aus Deutschland, Belgien und Frankreich im Rahmen des Interreg North-West Europe Programms bis 2029. Beteiligt sind Praxispartner, Behörden, Regionalverwaltungen sowie Universitäten aus allen drei Ländern.

    Konkret sind die Ziele der Forschenden
    • die Flutvorhersagen und Entscheidungsfindung mit Datensammlungen und digitalen Tools verbessern,
    • mit Richtlinien und Trainings den Wissenstransfer zwischen den nordwesteuropäischen Regionen zu erleichtern
    • und lokale Kooperationen zwischen öffentlichen und privaten Akteuren stärken.

    In vier Standorten werden die unterschiedlichen Vorgehensweisen und Möglichkeiten an repräsentativen Nebenflüssen getestet: den Flussbecken von Herk und Dyle in Belgien, der Canche-Authie in Frankreich und dem Einzugsgebiet der Ruwer im Kreis Trier-Saarburg.

    Dort sollen Daten-, Dokumentations- und Kartenlücken geschlossen werden sowie Informationsaustausch und Bewusstseinsbildung zur Problemlage mit lokalen Akteuren stattfinden.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Manuel Seeger
    Physische Geographie
    Mail: seeger@uni-trier.de
    Tel. +49 651 201-4557


    Originalpublikation:

    Zur Projektwebseite: https://mudcap.nweurope.eu/home


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Geowissenschaften, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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