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25.06.2026 09:00

„Blaues Gold Berlin: Chancen nutzen, Risiken meistern“ – 25 Jahre Kompetenzzentrum Wasser Berlin

Carolin Liebig Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH (KWB)

    Rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung haben sich zum 25. Jubiläum des Kompetenzzentrums Wasser Berlin (KWB) am 16. Juni 2026 im Berliner Holzmarkt über Herausforderungen und Chancen für den Wasserstandort Berlin zwischen Klimaanpassung, Innovation und Digitalisierung ausgetauscht und – natürlich – auch gefeiert.

    Als das Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) im Jahr 2001 gegründet wurde, war seine Aufgabe relativ überschaubar: als Netzwerkeinrichtung sollte es Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen verbinden und dazu anregen, mit gemeinschaftlichen Innovationen die Wettbewerbsfähigkeit der Berliner Wasserwirtschaft zu stärken.

    Seitdem haben sich sowohl die Aufgaben als auch die Forschungsschwerpunkte am KWB rasant entwickelt. Ausgehend von seinem ursprünglichen Fokus auf Trinkwassergewinnung und Abwasserbehandlung arbeiten heute sechs Forschungsgruppen in über 40 nationalen und internationalen Projekten an Lösungen für klimaangepasste und lebenswerte Städte entlang des gesamten urbanen Wasserkreislaufs. Dabei steht das KWB für praxisnahe Forschung, die in enger Zusammenarbeit mit Ver- und Entsorgern und Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung den direkten Weg in die Umsetzung findet.

    Zur Jubiläumsveranstaltung am 16. Juni 2026 kamen über 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Forschung zum gemeinsamen Dialog zusammen. Thema des Abends waren die Chancen und Risiken für die Zukunft des Wasserstandorts Berlin im Spannungsfeld zwischen Klimaanpassung, Innovation und Digitalisierung.

    Die Berliner Umweltsenatorin Ute Bonde begrüßte das Publikum und gratulierte dem KWB: „25 Jahre Kompetenzzentrum Wasser Berlin sind 25 Jahre angewandte Expertise im Dienst einer lebenswerten Stadt. Was hier an Forschung, Beratung und praktischer Umsetzung geleistet wurde und wird, hat die Art, wie Berlin mit seiner wertvollsten Ressource umgeht, nachhaltig verändert. Auf dieses Fundament lässt sich bauen.”

    „Die Zukunft einer sicheren Wasserversorgung und ein nachhaltiges Wassermanagement sind zentrale Aufgaben für unsere Stadt – für die Lebensqualität, den Klimaschutz, sichere Infrastrukturen und auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Berlins. Dafür braucht es starke Institutionen, die Forschung, Innovation und praktische Anwendung miteinander verbinden“ so Dr. Severin Fischer, Staatssekretär für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

    „Genau dafür steht das Kompetenzzentrum Wasser Berlin seit 25 Jahren. Es bringt Wissenschaft, Verwaltung, Infrastrukturunternehmen und Wirtschaft zusammen, entwickelt Lösungen für die Wasserwirtschaft von morgen und sorgt dafür, dass neue Erkenntnisse den Weg in die Berliner Praxis finden. So zum Beispiel mit Projekten zur Schwammstadt, digitalen Planungstools für ein klimaresilientes Berlin und Reallaboren zur Wasser- und Wärmerückgewinnung. Seit 25 Jahren stärkt das KWB unsere Stadt als Standort für Wasserinnovation und wird dies mit großem Engagement auch in den kommenden Jahren tun.“

    Die immer stärker spürbaren Auswirkungen des Klimawandels zeigen: Wasserforschung ist unabdingbar, um langfristig Städte gegen Hitze und Starkregen zu wappnen, Gewässer zu schützen und eine nachhaltige Wasserversorgung angesichts der immer komplexeren Herausforderungen – etwa zunehmende Ressourcenknappheit bei steigenden Bedarfen in den Ballungszentren, Schadstoffe wie PFAS, Mikroplastik und Medikamentenreste – zu sichern.

    „Klimaanpassung ist keine Option mehr. Sie ist eine wirtschaftliche und humanitäre Notwendigkeit“ betonte Bertrand Vallet von der Generaldirektion Forschung und Innovation der EU-Kommission in seiner Keynote. Das KWB sei „Vorreiter für Innovationen im Wassersektor“ und habe nicht nur die Wasserwirtschaft in Berlin geprägt, sondern auch international mit seinen Projekten nachhaltige Spuren hinterlassen.

    "Das Kompetenzzentrum Wasser Berlin schlägt die Brücke zwischen akademischer Forschung und politischer Machbarkeit und kommt den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt direkt zugute", sagt Kerstin Oster, Personalvorständin der Berliner Wasserbetriebe.

    In der Paneldiskussion sprachen Dr. Birgit Fritz-Taute, Abteilungsleiterin bei der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Regina Gnirß, Leiterin Forschung und Innovation der Berliner Wasserbetriebe, Dr. Lisa Irwin-Broß, Vorständin der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) und Dr. Pascale Rouault, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Wasser Berlin, über Chancen und Risiken für den Wasserstandort Berlin. Im Fokus der Diskussion stand neben den Herausforderungen der Wasserwirtschaft und der Forschung auch der Bedarf an mehr gesellschaftlicher Sichtbarkeit von Wasserthemen. Oft wird nur über Wasser berichtet, wenn etwas nicht funktioniert – unterrepräsentiert sind sowohl die vielen Lösungen und Erfolge, die bereits jetzt aus der Wasserwirtschaft hervorgehen, als auch das Verständnis für die nötigen Grundbedingungen und die politische Unterstützung, die es dafür braucht.

    Das KWB teilte bei seiner Jubiläumsfeier interaktive Einblicke in die Innovationen für Berlin und in seine Erfahrung aus 25 Jahren Wasserforschung und internationalen erfolgreichen Partnerschaften. Die Gäste konnten am KWB entwickelte Methoden und Tools testen und so beispielsweise erfahren, wie klimaresilient ihr Kiez ist oder wie digitale Planungstools eine klimagerechte Stadtplanung ermöglichen. Mitarbeitende des KWB präsentierten neben weiteren Forschungsarbeiten KI-gestützte Modelle, die unter anderem Risiken im Kanalnetz und die Auswirkungen von Maßnahmen zur Klimaanpassung auf die Berliner Wasserökonomie modellieren. Mit Methoden der Wasserwiederverwendung zeigte das KWB auf, wie Wasser und Wärme durch die Nutzung von Grauwasser und alternativen Wasserressourcen gespart werden können.

    Über das Kompetenzzentrum Wasser Berlin

    Das Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) wurde im Dezember 2001 als gemeinnützige GmbH (gGmbH) gegründet. Es entstand als strategische Forschungs- und Netzwerkeinrichtung auf Initiative der Berliner Wasserbetriebe, der damaligen Vivendi-Gruppe (heute Veolia) sowie mehrerer wissenschaftlicher Einrichtungen und mittelständischer Unternehmen.

    Aus einem kleinen Team von vier Mitarbeitenden hat es sich das KWB zu einem international vernetzen Forschungsinstitut entwickelt, an dem mittlerweile mehr als 40 Mitarbeitende an über 40 nationalen und internationalen Forschungsprojekten pro Jahr mitwirken. In enger Zusammenarbeit mit Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft entwickelt das KWB nachhaltige und praxisnahe Lösungen für lebenswerte und klimaangepasste Städte, auch für Berlin. Gesellschafter sind zu gleichen Teilen die Technologiestiftung Berlin und die Berliner Wasserbetriebe.

    www.kompetenz-wasser.de

    Kontakt

    Carolin Liebig | Kommunikation
    carolin.liebig@kompetenz-wasser.de |+49 30 53 653 811| +49 151 53 961 686


    Bilder

    Von links nach rechts: Tobias Evel, Dr. Birgit Fritz-Taute, Dr. Lisa Irwin-Broß, Gesa Trojan, Kerstin Oster, Dr. Pascale Rouault, Ute Bonde, Dr. Severin Fischer, Thomas Krause, Prof. Dr.-Ing. Carsten Busch, Dr. Ulf Miehe
    Von links nach rechts: Tobias Evel, Dr. Birgit Fritz-Taute, Dr. Lisa Irwin-Broß, Gesa Trojan, Kersti ...
    Quelle: MIKA-fotografie | Maik Schulze
    Copyright: Kompetenzzentrum Wasser Berlin


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Meer / Klima, Politik, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

    Von links nach rechts: Tobias Evel, Dr. Birgit Fritz-Taute, Dr. Lisa Irwin-Broß, Gesa Trojan, Kerstin Oster, Dr. Pascale Rouault, Ute Bonde, Dr. Severin Fischer, Thomas Krause, Prof. Dr.-Ing. Carsten Busch, Dr. Ulf Miehe


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