Vom 22. bis 23. Juni 2026 fand in Berlin das bewährte Fortbildungsseminar „Frauen trainieren Frauen“ der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie statt. 16 Assistenzärztinnen und junge Fachärztinnen kamen zusammen, um ihre operativen Fähigkeiten sowie ihre persönlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln und sich untereinander zu vernetzen.
Das speziell auf den weiblichen Nachwuchs in der Herzchirurgie zugeschnittene Fortbildungsseminar hat sich über die letzten Jahre fest in den Weiterbildungsangeboten der DGTHG etabliert. Vor sechs Jahren wurde das Seminar erstmals ins Leben gerufen, um jungen Fachärztinnen für Herzchirurgie und Ärztinnen auf dem Weg dorthin einen geschützten Raum für vertrauensvollen Austausch und gegenseitiges Lernen zu bieten.
Begleitet wurden die Teilnehmerinnen auch dieses Mal von einem hochkarätigen Team erfahrener Herzchirurginnen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Gloria Färber, Direktorin der Klinik- und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Thorakale Gefäßchirurgie am Uniklinikum Würzburg, standen den Teilnehmerinnen sieben weitere Herzchirurginnen in leitenden Funktionen aus ganz Deutschland zur Seite. Sie führten die jungen Ärztinnen durch diverse Hands-on-Übungen, mit denen sie ihre herzchirurgischen Operationstechniken gezielt vertiefen konnten.
Mentale Hürden abbauen und Herausforderungen mutig begegnen
Ein besonderes Highlight des diesjährigen Seminars war die Einführung in die sogenannte Ross-Operation. Das technisch komplexe Verfahren zum Ersatz einer erkrankten Aortenklappe wird in der Regel erst in der fortgeschrittenen Facharztweiterbildung vermittelt und gilt als besonders anspruchsvoll. Dennoch entschieden sich die Seminarverantwortlichen bewusst dafür, den Teilnehmerinnen dieses Verfahren in praktischen Übungen näherzubringen. „Wir möchten erreichen, dass die Frauen keine mentalen Hürden aufbauen und früh erfahren, dass sich natürlich auch hochkomplexe Eingriffe Schritt für Schritt erlernen lassen", sagte Gloria Färber. Sie beobachtet immer wieder, dass Kollegen bei solchen Herausforderungen häufig mutiger vorangehen – das Seminar habe zum Ziel, auch Frauen an dieser Stelle mental zu stärken.
Weiblichkeit als Stärke sehen und eigene Ressourcen erkennen
Mentale Stärke – dieses Thema vertiefte auch in diesem Jahr ein eingespieltes Coaching-Team, das wichtige Impulse für die persönliche und berufliche Entwicklung setzte. Dr. med. Shirin Mansouri, Expertin für Feminine Leadership, ermutigte die Teilnehmerinnen, ihre berufliche Rolle authentisch und selbstbewusst auszufüllen. Gerade in einem nach wie vor männlich geprägten Umfeld gehe es nicht darum, sich anzupassen oder bestehende Führungsstile zu kopieren, sondern die eigenen Stärken, Perspektiven und Kompetenzen wirksam einzubringen. Business- und Teamcoach Kai Winter ergänzte mit der Einladung, im turbulenten Klinikalltag mehr Achtsamkeit zu praktizieren und den Blick wohlwollend und wertschätzend auf die eigenen Ressourcen zu richten.
Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz und Gefäßchirurgie freut sich, auch dieses Jahr wieder engagierte Frauen im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin zusammengeführt zu haben. Eine Fortsetzung des erfolgreichen Formats im kommenden Jahr ist bereits geplant. Das Seminar findet dann vom 14. bis 15. Juni 2027 statt und wird um ein Highlight erweitert: Für den 13. Juni ist ein Ehemaligentreffen aller bisherigen Teilnehmerinnen und Coaches geplant. Nähere Informationen folgen.
Pressestelle der
Deutschen Gesellschaft für
Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstraße 58/59
10117 Berlin
Tel: 030 519995693
presse@dgthg.de
https://dgthg.de/aktuelles/frauen-trainieren-frauen-2026/
Teilnehmerinnen und Coaches des diesjährigen DGTHG-Seminars "Frauen trainieren Frauen".
Copyright: Aesculap Akademie GmbH
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, wissenschaftliche Weiterbildung
Deutsch

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