idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
01.07.2026 17:09

Dr. Pietro Scaturro folgt dem Ruf auf eine W2-Professur an der Universität Hamburg

Victoria Bolton Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Virologie (LIV)

    Prof. Dr. Pietro Scaturro wurde auf eine W2-Professur für Systembiologie der Viren an der Universität Hamburg berufen. Der Virologe leitet seit 2020 die Forschungseinheit „Systembiologie der Arboviren“ am Leibniz-Institut für Virologie (LIV) und übernimmt künftig zusätzlich die Funktion eines assoziierten Gruppenleiters am Centre for Structural Systems Biology (CSSB). Mit der Berufung vertiefen die Universität Hamburg und das Leibniz-Institut für Virologie ihre enge Zusammenarbeit in der Infektionsforschung.

    Hamburg, 1. Juli 2026 – Mit dem Amtsantritt zum 1. Juli 2026 beginnt Prof. Dr. Pietro Scaturro seine Tätigkeit als Professor für Systembiologie der Viren an der Universität Hamburg.

    Im Mittelpunkt von Scaturros Forschung steht die Frage, wie pathogene Arboviren – darunter Dengue- und West-Nil-Viren – ihre Wirtszellen manipulieren und für ihre Vermehrung nutzen. Die Arbeitsgruppe setzt dabei auf moderne systembiologische Ansätze und verwendet unter anderem Bottom-up-Massenspektrometrie, um die Wechselwirkungen zwischen Viren und Wirtszellen umfassend zu analysieren. Ziel der Forschung ist es, gemeinsame Mechanismen zwischen verschiedenen Arboviren zu identifizieren, die als therapeutische Angriffspunkte genutzt werden können. Langfristig sollen die gewonnenen Erkenntnisse zur Entwicklung neuer antiviraler Breitbandtherapien beitragen.

    „Ich freue mich sehr über die Berufung und die Möglichkeit, meine Forschung auf dem Gebiet der Systembiologie von Viren weiter auszubauen. Besonders interessiert mich, wie sich grundlegende Prinzipien der Virus-Wirt-Interaktion über verschiedene Virusfamilien hinweg wiederfinden lassen und wie sich daraus neue therapeutische Strategien ableiten lassen“, so Prof. Scaturro.

    Derzeit koordiniert er ein vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) gefördertes Projekt, das auf die Identifizierung neuartiger breit wirksamer antiviraler Wirkstoffe gegen das West-Nil-Virus, das Japanische-Enzephalitis-Virus und das FSME-Virus abzielt. Ziel dieser Forschung ist es, zur Stärkung der deutschen und europäischen Ausbruchs- und Pandemieprävention beizutragen. Darüber hinaus arbeitet er an der Entwicklung neuartiger, massenspektrometriebasierter Diagnostik-Kits zur simultanen Detektion mehrerer respiratorischer Erreger.

    „Wir freuen uns sehr über die Berufung von Prof. Pietro Scaturro. Mit seiner wissenschaftlichen Expertise stärkt er den Forschungsstandort Hamburg im Bereich der Systemvirologie und vertieft zugleich die enge Zusammenarbeit zwischen dem Leibniz-Institut für Virologie und der Universität Hamburg“, so Prof. Dr. med. Marcus Altfeld, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Virologie.

    „Die Berufung von Pietro Scaturro zeigt, wie stark die Universität Hamburg mit der außeruniversitären Forschung in der Stadt zusammenwirkt. Seine Arbeit an gemeinsamen Mechanismen verschiedener Viren verbindet präzise Grundlagenforschung mit einem klaren Blick auf neue Therapien. Solche gemeinsamen Berufungen schärfen das Profil Hamburgs in den Lebenswissenschaften“, betont Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg.

    „Mit Pietro Scaturro gewinnen wir einen international ausgewiesenen Wissenschaftler, der moderne systembiologische Ansätze mit innovativen Proteomik- und Metabolomik-Technologien verbindet. Seine Forschung zu den molekularen Wechselwirkungen zwischen Viren und Wirtszellen eröffnet neue Perspektiven für die Entwicklung antiviraler Therapien und stärkt die Infektionsforschung an der Universität Hamburg. Die gemeinsame Berufung unterstreicht zugleich die enge Partnerschaft zwischen der MIN-Fakultät und dem Leibniz-Institut für Virologie und wird wichtige Impulse für Forschung und Lehre setzen“, so Prof. Dr. Norbert Ritter, Dekan der MIN-Fakultät der Universität Hamburg.

    Prof. Scaturro verfügt über langjährige Forschungserfahrung an international renommierten Einrichtungen. Vor seiner Tätigkeit am LIV war er als Senior Scientist an der Technischen Universität München tätig und arbeitete als Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried. Seine Promotion in Molekularer Virologie schloss er 2015 an der Universität Heidelberg ab, wo er zuvor als Marie-Curie-Fellow forschte.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Pietro Scaturro

    Forschungsgruppenleiter Systembiologie der Arboviren
    +49 (0)40 48051-330
    pietro.scaturro@leibniz-liv.de


    Weitere Informationen:

    https://Weitere Informationen: www.leibniz-liv.de


    Bilder

    Prof. Dr. Pietro Scaturro, Professor für Systembiologie der Viren an der Universität Hamburg und Leiter der Forschungseinheit „Systembiologie der Arboviren“ am Leibniz-Institut für Virologie.
    Prof. Dr. Pietro Scaturro, Professor für Systembiologie der Viren an der Universität Hamburg und Lei ...
    Quelle: Victoria Bolton
    Copyright: LIV


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie
    überregional
    Personalia
    Deutsch


     

    Prof. Dr. Pietro Scaturro, Professor für Systembiologie der Viren an der Universität Hamburg und Leiter der Forschungseinheit „Systembiologie der Arboviren“ am Leibniz-Institut für Virologie.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).