idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
07.07.2026 11:43

GeoLoT: Globale Herausforderungen besser verstehen und nachhaltige Zukunft mitgestalten

Regina Thelen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pädagogische Hochschule Karlsruhe

    Wie beeinflussen verschiedene Unterrichtsansätze im Geographieunterricht das Verständnis komplexer globaler Herausforderungen sowie Motivation und Handlungsbereitschaft von Schüler:innen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsprojekts GeoLoT. Schulen in Baden-Württemberg und Hessen können sich an dem DFG-geförderten Projekt beteiligen.

    Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll Lernende dazu befähigen, globale Herausforderungen besser zu verstehen und aktiv eine nachhaltige Zukunft mitzugestalten. In der Schule ist BNE ein Querschnittsthema. Wie verschiedene Unterrichtsansätze im Geographieunterricht das Verständnis komplexer globaler Herausforderungen sowie Motivation und Handlungsbereitschaft von Schüler:innen beeinflussen, untersucht das Forschungsprojekt „Problemfokussierter, lösungsorientierter und transformativ-lösungsorientierter Geographieunterricht im Kontext von BNE: Vergleich dreier Unterrichtsansätze“ (GeoLoT). Projektpartner sind die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (PHKA) und das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Frankfurt. Die Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben von 2026 bis 2028.

    Drei Unterrichtsansätze im Vergleich

    „Bislang kommt im Geographieunterricht häufig der problemfokussierte Ansatz mit seinem Schwerpunkt auf Kognition, also auf Denken und Erkennen, zur Anwendung“, sagt Janis Fögele, PHKA-Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften. „Im Rahmen von GeoLoT vergleichen wir diesen problemfokussierten Ansatz mit den neueren Konzepten lösungsorientierter und transformativ-lösungsorientierter Unterricht“, so Fögele.

    „Und weil ein erfolgreicher Umgang mit globalen Herausforderungen ein Zusammenwirken kognitiver, emotionaler und motivationaler sowie handlungsbezogener Teilkompetenzen erfordert, vergleichen wir diese drei Unterrichtsansätze auch im Hinblick darauf, wie sie – möglicherweise ganz unterschiedlich – auf Interesse, Motivation und Verständnis der Schüler:innen wirken“, sagt Nina Roczen, Postdoc-Wissenschaftlerin am DIPF.

    Rund 90 Schulen können mitmachen

    Dazu haben die Forschenden drei jeweils achtstündige Unterrichtseinheiten zum Thema Sojaanbau entwickelt (problemfokussiert, lösungsorientiert und transformativ-lösungsorientiert), die im Frühjahr und Sommer 2027 an rund 90 Schulen in den Jahrgangsstufen 11 und 12 in Baden-Württemberg und Hessen erprobt und evaluiert werden sollen. Neben einer Vorher- und Nachher-Befragung sowie Gruppendiskussionen nach Abschluss der Unterrichtseinheiten finden nach jeder Unterrichtsstunde Befragungen der Schüler:innen zu ihrem emotionalen Befinden statt.

    Bäume für jede Klasse

    Die Unterrichtseinheiten sind an zentrale Themen des Bildungsplans für die gymnasiale Oberstufe in Baden-Württemberg und des Kerncurriculums für die gymnasiale Oberstufe in Hessen angebunden und vollständig ausgearbeitet – samt Verlaufsplänen, Aufgaben, Materialien, Tafelbildern und Lösungen. Außerdem erhalten Lehrkräfte eine vorbereitende Online-Schulung und später eine Rückmeldung zu den Ergebnissen ihres Kurses oder ihrer Klasse. Für jede teilnehmende Klasse werden im Rahmen eines Projekts, das die Schulen selbst auswählen können, Bäume gepflanzt.

    Informationen für Schulen, die Teil von GeoLoT werden möchten, stehen zur Verfügung auf http://www.ph-ka.de/seite/4te7s1. Hintergründe zum Forschungsprojekt gibt es auf https://www.ph-karlsruhe.de/projekte/geolot.

    Über die Pädagogische Hochschule Karlsruhe

    Als bildungswissenschaftliche Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht forscht und lehrt die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (PHKA) zu schulischen und außerschulischen Bildungsprozessen. Ihr unverwechselbares Profil prägen der Fokus auf Bildung in der demokratischen Gesellschaft, Bildungsprozesse in der digitalen Welt sowie MINT in einer Kultur der Nachhaltigkeit. Rund 220 in der Wissenschaft Tätige betreuen rund 3.500 Studierende. Das Studienangebot umfasst Lehramtsstudiengänge für die Primarstufe und die Sekundarstufe I sowie Bachelor- und Masterstudiengänge für andere Bildungsfelder. Die berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote zeichnen sich durch ihre besondere Nähe zu Forschung und Praxis aus. https://www.ph-karlsruhe.de

    Medienkontakt

    Pädagogische Hochschule Karlsruhe
    Regina Thelen
    Pressesprecherin
    Bismarckstraße 10
    76133 Karlsruhe
    T +49 721 925-4115
    regina.thelen@ph-karlsruhe.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Janis Fögele, PHKA-Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften, geolot@ph-karlsruhe.de
    Nina Roczen, Postdoc-Wissenschaftlerin am DIPF, bne@dipf.de


    Weitere Informationen:

    http://www.ph-ka.de/seite/4te7s1
    https://www.ph-karlsruhe.de/projekte/geolot


    Bilder

    Sojaanbau: Das Forschungsprojekt GeoLoT hat Unterrichtseinheiten zu diesem Thema entwickelt.
    Sojaanbau: Das Forschungsprojekt GeoLoT hat Unterrichtseinheiten zu diesem Thema entwickelt.

    Copyright: Meredith Petrick auf unsplash


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wissenschaftler
    Geowissenschaften, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


     

    Sojaanbau: Das Forschungsprojekt GeoLoT hat Unterrichtseinheiten zu diesem Thema entwickelt.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).