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07.07.2026 15:13

Alumni der Fakultät Gestaltung punkten beim Innovationspreis 2025 mit Klimaschutzmaßnahme und Inklusion

Dipl.-Ing. Kerstin Baldauf Presse- und Informationsstelle
Hochschule Wismar, University of Applied Sciences: Technology, Business and Design

    (Wismar) Während im vergangenen Jahr Absolventen der Ingenieurwissenschaften für ihre hervorragenden Abschlussarbeiten mit dem Innovationspreis ausgezeichnet wurden, haben in diesem Jahr Alumni der Fakultät Gestaltung die Jury überzeugt. Am Abend des 6. Juli 2026 wurden Maik Riebort M. A. und Anna Wagner M. A. im InnovationPort Wismar mit den Innovationspreisen 2025 des Förderkreises der Hochschule Wismar e. V. geehrt. Damit würdigt der Förderkreis nicht nur das persönliche Engagement der Alumni, sondern möchte die entstandenen Innovationen fördern.

    Mit fünf Kilometer langem Pfad durchs Moor zum 1. Preis
    Maik Riebort M. A. wird mit dem Innovationspreis 2025 der Stufe 1 ausgezeichnet, weil er in herausragender Weise wissenschaftliche Exzellenz, gestalterische Qualität und gesellschaftliche Verantwortung verbindet. Seine Masterarbeit „Architektur im Moor“ widmet sich der Klimakrise und der Wiedervernässung von Mooren als zentralem Beitrag zum Klimaschutz und entwickelt hierfür einen innovativen architektonischen Ansatz, der Landschaft, Mensch und Natur in einen neuen Dialog setzt. Im Mittelpunkt steht Architektur nicht als Objekt, sondern als Medium der Vermittlung, das ökologische Zusammenhänge erfahrbar und verständlich macht und so ein neues Bewusstsein für bedrohte Landschaftsräume schafft. Besonders eindrücklich wird dies in den Erlebnisräumen wie der „Moornacht“ und dem „Vogelnest“, die als schwebende, in die Natur integrierte Aufenthaltsorte ein intensives, sinnlich geprägtes Naturerleben ermöglichen und Wahrnehmung, Hören und Beobachten in den Fokus rücken. Seine Entwürfe verbinden regionale Baukultur, nachhaltige Materialien und innovative Konstruktionen mit großer gestalterischer Präzision und erzählerischer Kraft. Da, wo Maik Riebort als Student während einer Exkursion zu seiner Masterarbeit inspiriert wurde – im Küstenüberflutungsmoor der Karrendorfer Wiesen – ist seit Mai 2025 ein Moorpavillon der Succow-Stiftung für alle frei zugänglich und lädt ein das Moor zu erfahren. Hervorzuheben an Rieborts Arbeit ist seine Fähigkeit, komplexe ökologische und gesellschaftliche Fragestellungen in eine Architektur zu übersetzen, die nicht nur funktional überzeugt, sondern Menschen emotional berührt und zum Umdenken anregt. „Diese Haltung spiegelt sich auch in seiner akademischen Laufbahn wider, die durch durchgängig hervorragende Leistungen, hohes Engagement sowie eine empathische und teamorientierte Persönlichkeit geprägt ist“, so sein Betreuer Prof. Dr.-Ing. Marcus Hackel, dem Prof. March Simon Takasaki-Lauw nur zustimmen kann. Riebort zeigt beispielhaft, wie Architektur im Zeitalter der Klimakrise Verantwortung übernimmt, indem sie Wissen vermittelt, neue Perspektiven eröffnet und gesellschaftlichen Wandel aktiv unterstützt.
    Bereits 2023 hatte Maik Riebort einen Innovationspreis erhalten. Für seine Bachelorarbeit zum Thema „On the Edge – Seefestung Friedrichsort Kiel” wurde er für sein innovatives Nutzungskonzept eines historischen Denkmals mit dem Schweriner Innovationspreis ausgezeichnet. Heute arbeitet der Alumus als Architekt in der gmw planungsgesellschaft mbH im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns, in Stralsund.

    Preis der Stufe 2 für innovative inklusive Architektur
    Anna Wagners Masterarbeit befasst sich mit der barrierefreien Umnutzung eines historischen Dreiseithofes in Depekolk (Sachsen-Anhalt) zu einem inklusiven Wohn- und Gemeinschaftsort. Ausgehend vom persönlichen Hintergrund der erblindeten Eigentümerin entwickelte die Studentin des Masterstudiengangs Architektur der Hochschule Wismar in ihrer Arbeit ein nachhaltiges Nutzungskonzept. Dieses basiert auf Bedarfsanalysen und behandelt zentrale gesellschaftliche, ökologische und architektonische Fragestellungen. Im Mittelpunkt steht die Förderung von Inklusion, Gemeinschaft und Toleranz, die nachhaltige Weiterentwicklung bestehender Bausubstanz sowie die Stärkung strukturschwacher Regionen. Für rund 20 Erwachsene und ihre Kinder wurde ein barrierefreies Wohnkonzept entworfen. Dessen innovative Qualität wird durch die Entwicklung eines taktilen Modells zusätzlich unterstrichen, denn es macht die Planung auch für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich. Die Arbeit, die von Prof. Dr.-Ing. Marcus Hackel und Prof. Dipl.-Ing. Philipp Quack betreut wurde, verbindet fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer praxisnahen und gestalterisch überzeugenden Planung und liefert damit beispielhafte Lösungsansätze für den zukünftigen Umgang mit Bestandsgebäuden. Aufgrund ihres hohen Innovationsgehalts, ihrer analytischen und konzeptionellen Qualität sowie ihrer Relevanz für die zukünftige Baupraxis – insbesondere auch in Mecklenburg-Vorpommern – stellt die Masterarbeit einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigen und inklusiven Architektur dar. Sie wurde deshalb nicht nur mit der Abschlussnote 1,0 bewertet, sondern wird mit dem Innovationpreis 2025 der Stufe 2 des Förderkreises der Hochschule Wismar ausgezeichnet. Nach ihrem Studienabschluss begann ihre berufliche Karriere dort, wo sie bereits während des Masterstudiums als Werksstudentin tätig gewesen ist, im Team Beck | Madaus Architekten Büro Wismar.

    Der Region verbunden
    Die Vorsitzenden des Förderkreises der Hochschule Wismar e. V., Dr. Meike Quaas, dankte allen drei Unterstützern – der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest, der Hansestadt Wismar sowie der Mittwochsrunde zu Wismar – sehr herzlich.
    Seit 1996 werden jährlich Studierende sowie junge Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Wismar, die mit ihren bisher präsentierten Arbeiten auf weitere Höchstleistungen hoffen lassen, mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Grundlage für die Ehrungen sind Abschluss- und Studienarbeiten, die sich bei der Entwicklung neuer Produkte, Technologien, Dienstleistungskonzepte, Gestaltungsergebnisse oder anderer innovativer Lösungen ausgezeichnet haben.
    Noch bis zum 1. Oktober 2026 können sich Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Wismar, deren Abschlusszeugnis nicht älter als zwei Jahre ist, für den nächsten Innovationspreis bewerben. Weitere Informationen zum Förderkreis der Hochschule Wismar e.V. finden Sie im Internet unter www.hs-wismar.de/foerderkreis.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr.-Ing. Marcus Hackel
    Telefon: 03841 753-71 97
    E-Mail: marcus.hackel@hs-wismar.de


    Weitere Informationen:

    https://t1p.de/riebort-moor Maik Rieborts Abschlussarbeit auf der Projekt-Webseite der Fakultät Gestaltung
    https://t1p.de/wagner-inklusion Anna Wagners Abschlussarbeit auf der Projekt-Webseite der Fakultät Gestaltung
    https://www.hs-wismar.de/vernetzung/foerderungen/foerderkreis-der-hochschule/inn... Bewerbungsbedingungen Innovationspreis des Förderkreises der Hochschule Wismar


    Bilder

    Der Innovationspreisträger des Förderkreises der Hochschule Wismar 2025 der Stufe 1, Maik Riebort M. A., und die Innovationspreisträgerin der Stufe 2, Anna Wagner M. A.
    Der Innovationspreisträger des Förderkreises der Hochschule Wismar 2025 der Stufe 1, Maik Riebort M. ...
    Quelle: Kerstin Baldauf
    Copyright: Hochschule Wismar


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Bauwesen / Architektur, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

    Der Innovationspreisträger des Förderkreises der Hochschule Wismar 2025 der Stufe 1, Maik Riebort M. A., und die Innovationspreisträgerin der Stufe 2, Anna Wagner M. A.


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