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09.07.2026 12:28

Das postsozialistische Erbe und seine Folgen

Dr. Kristina Nienhaus Medien und News
Universität Bielefeld

    Postsozialistische Gesellschaften sind nicht einfach auf dem Weg „vom Kommunismus zur Demokratie“. Die aktuellen Konflikte und Kriege zeigen vielmehr, dass ihre Vergangenheit bis heute Machtverhältnisse, Identitäten und Ungleichheiten prägt. Dies zu analysieren ist Thema des Workshops „Re-Mapping Interdependencies. Borders, Memories, and Actors in Postsocialist/Postcolonial Spaces“, am 16. und 17. Juli am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld.

    Postsozialistische und postkoloniale Gesellschaftsformationen sind bis heute verflochten und prägen globale Konstellationen von Herrschaft und Unterordnung. Wie können wir ein tieferes Verständnis dieser Machtstrukturen entwickeln und akademische Visionen von einer weniger gewalttätigen Zukunft vorantreiben?

    Dieser Workshop bringt Wissenschaftler*innen, Kurator*innen, Museumsfachleute und Akteur*innen der Zivilgesellschaft zusammen, um zu untersuchen, wie sich postkoloniale und postsozialistische Vergangenheit und Gegenwart bei der Analyse von Raum, Erinnerung und Zugehörigkeit überschneiden. Bislang haben sich postsozialistische und postkoloniale Studien oft parallel, aber unverbunden entwickelt. Neuere wissenschaftliche Arbeiten heben zunehmend ihre Wechselbeziehungen hervor und die Notwendigkeit eines Dialogs über regionale und disziplinäre Grenzen hinweg.

    Der Workshop, der von der Sozialwissenschaftlerin Tetiana Havlin (Cottbus), dem Kommunikationsforscher Manuel Peters (Chemnitz) und dem Historiker Yaroslav Zhuravlov (Jena) geleitet wird, zielt darauf ab, den Austausch zwischen den Ansätzen zu befördern und konzeptionelle Ansätze, methodische Herausforderungen und praktische Implikationen zu diskutieren.

    Das Programm umfasst öffentliche Vorträge, Podiumsdiskussionen und eine Buchvorstellung. Zu den Schwerpunktthemen zählen die osteuropäische Vergangenheit im globalen Zusammenhang, Kulturkriege im postsowjetischen Raum sowie die Museumsarbeit, in der die komplexen und umstrittenen Vergangenheiten verhandelt werden.

    Der Workshop ist Teil der Forschungsgruppe „Postcolonial and Postsocialist Interdependencies Across Borders“, die seit April am ZiF arbeitet.

    Die Leiter*innen stehen für Anfragen gerne zur Verfügung.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Maren Winkelhage, Bielefeld University
    ZiF
    Phone: +49 521 106-2793
    E-Mail: zif-group-support@uni-bielefeld.de


    Weitere Informationen:

    https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zif/groups/ongoing/postcolonial-and-p... Über die Forschungsgruppe
    https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zif/events/#/event/8632 Über den Workshop


    Bilder

    Die Workshopkeiter*innen (von links): Yaroslav Zhuravlov (Jena), Tetiana Havlin (Cottbus) und Manuel Peters (Chemnitz).
    Die Workshopkeiter*innen (von links): Yaroslav Zhuravlov (Jena), Tetiana Havlin (Cottbus) und Manuel ...
    Quelle: Rebecca Moltmann
    Copyright: Universität Bielefeld


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Philosophie / Ethik, Politik
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Die Workshopkeiter*innen (von links): Yaroslav Zhuravlov (Jena), Tetiana Havlin (Cottbus) und Manuel Peters (Chemnitz).


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