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14.07.2026 07:20

Gekommen, um zu bleiben: Wissenschaftsrat bestätigt private Hochschulen als festen Bestandteil der Hochschullandschaft

Claudia Göbel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Verband der Privaten Hochschulen e.V.

14.07.2026 / Berlin - Fast 400.000 Studierende zählen die 116 Privaten Hochschulen in Deutschland aktuell. Diese und viele weitere Kennzahlen veranlassten den Wissenschaftsrat in seiner neuen Studie zu dem klaren Befund, dass Private Hochschulen in der Bildungslandschaft hierzulande fest etabliert sind. Sie qualifizieren Fachkräfte, eröffnen neue Bildungswege und erreichen Zielgruppen, für die akademische Bildung lange keine Selbstverständlichkeit war. Die aus der Studie resultierenden Empfehlungen des WR begrüßt der Verband der Privaten Hochschulen e. V. (VPH) und fasst sie als Auftrag auf, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

Jeder achte Studierende in Deutschland entscheidet sich heute für ein Studium an einer Hochschule in privater Trägerschaft, die einen Anteil von 27 Prozent aller Hochschulen in Deutschland ausmachen. Diese Zahlen führt der Wissenschaftsrat (WR) in seinen kürzlich veröffentlichten Empfehlungen zur Weiterentwicklung des privaten Hochschulsektors auf und würdigt private Hochschulen als festen Bestandteil der deutschen Hochschullandschaft. Der Verband der Privaten Hochschulen e. V. (VPH) hat diese Analyse interessiert aufgenommen und versteht die Empfehlungen als Ansporn, den erfolgreichen Weg konsequent weiterzugehen.

„Private Hochschulen müssen heute niemandem mehr erklären, warum es sie gibt. Die entscheidende Frage lautet längst, welchen Beitrag wir gemeinsam für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft leisten können", sagt Ulrich Freitag, Geschäftsführer des Verbandes der Privaten Hochschulen. „Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates machen sehr deutlich, dass private Hochschulen heute mehr denn je Verantwortung übernehmen. Verantwortung für Fachkräfte, Innovationen und für Menschen, deren Bildungsweg früher oft gar nicht mit einem Studium verbunden gewesen wäre“, ergänzt der Vorstandsvorsitzende des VPH, Prof. Dr. Ottmar Schneck.

Die jungen Wilden werden erwachsen
Und „früher“ ist ein gutes Stichwort. Denn wo Private Hochschulen vor 30 Jahren noch eine Art Nischenprodukt waren, sind sie heute längst keine Randerscheinung mehr. Zwischen 2015 und 2024 hat sich die Zahl der Studierenden an privaten Hochschulen nahezu verdoppelt. Während die Studierendenzahlen im staatlichen Hochschulsektor zuletzt leicht rückläufig waren, wächst die Nachfrage nach privaten Studienangeboten weiter.
Für den VPH spiegelt diese Entwicklung einen grundlegenden Wandel wider. Menschen studieren heute berufsbegleitend, digital, familienfreundlich oder später im Leben. Private Hochschulen haben diese Veränderungen früh erkannt, passende Bildungsangebote geschaffen und sind kontinuierlich dabei, diese dynamisch weiter auszubauen.

Fast jeder dritte HAW-Studierende lernt heute privat
Besonders sichtbar wird diese Entwicklung an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Denn dort machen HAW-Studierenden in privater Trägerschaft ganze 32 Prozent aus. Vor allem in den Wirtschafts-, Sozial- und Gesundheitswissenschaften leisten private Hochschulen einen wichtigen Beitrag zur akademischen Fachkräftequalifizierung. Gleichzeitig entlasten sie durch die Schaffung zusätzlicher Studienplätze die Länder und eröffnen Bildungswege für Menschen, die an staatlichen Hochschulen bislang häufig unterrepräsentiert waren, wie beispielsweise Berufstätige, beruflich Qualifizierte oder Studierende ohne akademischen Familienhintergrund.
„Private Hochschulen verstehen sich nicht als Gegenentwurf zum staatlichen Hochschulsystem", betont Freitag. „Vielmehr erfüllen wir mit unterschiedlichen Profilen, Zielgruppen und Stärken einen gemeinsamen Bildungsauftrag. Und genau diese Vielfalt macht das deutsche Hochschulsystem leistungsfähig."

Viva la Vielfalt
Ein Punkt, den auch der Wissenschaftsrat aufgreift. Er beschreibt den privaten Hochschulsektor in seiner Studie als heterogen und diese Eigenschaft versteht der VPH als eine seiner größten Stärken. Mit seinen Fernhochschulen, spezialisierten Hochschulen für Gesundheit, Business Schools, Hochschulen mit internationaler Ausrichtung oder forschungsstarken Universitäten mit Promotionsrecht erweitern all unsere (Bildungs-)Einrichtungen gemeinsam die Möglichkeiten akademischer Bildung.
Vielfalt ist deshalb weit mehr als ein Strukturmerkmal. Sie beschreibt ein Erfolgsmodell für ein modernes Hochschulsystem.

Erfolg verpflichtet
Der Wissenschaftsrat verbindet seine positive Standortbestimmung mit klaren Erwartungen. Forschung, wissenschaftliche Vernetzung, Transferleistungen sowie langfristig tragfähige Strukturen sollen weiter gestärkt werden. Für den VPH sind diese Empfehlungen Ausdruck eines gewachsenen Anspruchs an einen Hochschulsektor, der längst Verantwortung übernimmt.
„Wer eine bedeutende Rolle im Wissenschaftssystem einnimmt, muss bereit sein, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln", sagt VPH Vorstandsvorsitzender Schneck. „Viele unserer Mitgliedshochschulen investieren seit Jahren gezielt in Forschung, Qualitätssicherung und internationale Kooperationen. Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates verstehen wir deshalb nicht als Gegenposition, sondern als gemeinsame Agenda für die Zukunft."

Gemeinsam Zukunft gestalten
Von den 116 privaten Hochschulen in Deutschland sind 87 Mitglied im Verband der Privaten Hochschulen e. V. Gemeinsam repräsentieren sie den überwiegenden Teil des privaten Hochschulsektors.
Der VPH unterstützt das Ziel des Wissenschaftsrates ausdrücklich, private und staatliche Hochschulen noch stärker miteinander zu vernetzen. Wissenschaft lebt vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven, gemeinsamer Forschung und einem offenen Wettbewerb um die besten Ideen.
„Die Frage lautet heute nicht mehr, ob private Hochschulen ihren Platz im deutschen Hochschulsystem haben", so Freitag abschließend. „Die entscheidende Frage lautet, wie wir gemeinsam die Hochschulbildung von morgen gestalten. Genau dafür liefert der Wissenschaftsrat wertvolle Impulse."

Und diese Impulse werden wir selbstverständlich in unsere Arbeit und den Austausch mit unseren Mitgliedshochschulen aufnehmen. Denn unser gemeinsamer Auftrag ist klar. Wir ermöglichen dort akademische Bildung, wo sie Menschen neue Perspektiven eröffnet.


Bilder

Prof. Dr. Ottmar Schneck, Vorstandsvorsitzender des VPH
Prof. Dr. Ottmar Schneck, Vorstandsvorsitzender des VPH

Copyright: Verband der Privaten Hochschulen

Der Verband der Privaten Hochschulen
Der Verband der Privaten Hochschulen

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Ergänzung vom 21.07.2026

Stellungnahme des Verbandes der Privaten Hochschulen e.V. zu den Empfehlungen des Wissenschaftsrates „Weiterentwicklung des Privaten Hochschulsektors“: https://private-hochschulen.net/file/vph_stellungnahme_wr_empfehlungen_jul-2026....


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Politik, Wirtschaft
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftspolitik
Deutsch


 

Prof. Dr. Ottmar Schneck, Vorstandsvorsitzender des VPH


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