Joachim Faßbender, Leiter des Fachgebiets "Kriminalistik - Phänomenbezogene Kriminalstrategie" der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol), verdeutlichte auf dem Sicherheitskongress "Krifa" (Fachkongress und Ausstellung Sicherheit und Krisenvorsorge), der am 15. und 16. Juli 2026 in Münster stattfand, die besonderen Herausforderungen der Kriminalitätsbekämpfung angesichts hybrider Bedrohungen. Das Thema Hybride Bedrohungen steht im Fachgebiet "Kriminalistik - Phänomenbezogene Kriminalstrategie" seit 2025 im Masterstudiengang "Öffentliche Verwaltung - Polizeimanagement" auf dem Lehrplan und ist ebenso fester Bestandteil des Fortbildungsangebots für polizeiliche Führungskräfte.
Dass das Thema weiter an Aktualität und Bedeutung für die Sicherheitsbehörden gewinnt, zeigt sich an der wachsenden Intensität der hybriden Bedrohung. So geht Joachim Fassbender von einer Zunahme der Aktivitäten im Sinne hybrider Bedrohung aus, auch wenn aus seiner Sicht die Datenlage zukünftig verbessert werden sollte. Als Indikatoren für die wachsende Bedrohung wertet er einzelne Entwicklungen in den Phänomenbereichen "Organisierte Kriminalität", "Cybercrime" und "Politisch motivierte Kriminalität". Insbesondere den Anstieg der Spionage im Jahr 2025 um mehr als 500 Prozent gegenüber 2024 ist für den Experten ein deutliches Zeichen.
Als besondere Herausforderung sieht Joachim Faßbender in der Zukunft vor allem die Attribuierung einschlägiger Vorfälle, das dem staatlichen Aggressor zur Verfügung stehende Know-how, seine Ressourcen und Resilienz sowie damit verbunden, die erschwerte Strafverfolgungs- und Präventionsmöglichkeiten.
In der Diskussion mit den Teilnehmenden des Sicherheitskongresses wurde deutlich, dass das Bewusstsein für die veränderte Sicherheitslage in Teilen der Bevölkerung und Sicherheitsbehörden noch nicht hinreichend ausgeprägt ist und dass eine angemessene Reaktion auf die Bedrohungslage insbesondere einen deutlich weiter gefassten gesetzlichen Rahmen für den Informationsaustausch zwischen den Sicherheitsbehörden und erweiterte Aufgaben und Befugnisse aufseiten der Nachrichtendienste voraussetzt.
Angesichts der Bedeutung und Dynamik des Themas „Hybride Bedrohungen" werden mehrtägige Fortbildungsveranstaltungen für polizeiliche Führungskräfte zu diesem Thema auch in der Zukunft fester Bestandteil des Fortbildungsangebots der Deutschen Hochschule der Polizei sein.
https://www.dhpol.de/die_hochschule/aktuelles/newsarchiv/news-2025/news_06_06_20...
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
Gesellschaft, Recht
überregional
Wissenschaftliche Tagungen, wissenschaftliche Weiterbildung
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).