idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo


Instanz:
Teilen: 
22.07.2026 15:28

Erhalt wertvoller Forschungsdaten: TUD unterstützt die Sicherung von Daten aus den Klima- und Umweltwissen­schaften

Benjamin Griebe Pressestelle
Technische Universität Dresden

    Die Technische Universität Dresden (TUD) entwickelt gemeinsam mit weiteren Einrichtungen eine Strategie zur langfristigen Sicherung wertvoller Forschungsdaten aus den Erdsystemwissenschaften. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Verbundprojekt „Secure ENDangered Earth Data“ (SEND Earth Data) in den kommenden 18 Monaten mit rund drei Millionen Euro. Im Fokus stehen dabei Datensätze, deren langfristige Verfügbarkeit z. B. aufgrund globaler politischer Entwicklungen, wie sie sich derzeit unter anderem in den USA vollziehen, gefährdet sind.

    An dem Forschungsvorhaben sind neben der TUD auch das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung sowie vier Helmholtz-Institutionen beteiligt: das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI).

    Alle Einrichtungen verfügen bereits über Erfahrungen bei der Sicherung gefährdeter Datenbestände bzw. befinden sich schon im Austausch mit betroffenen internationalen Institutionen, wie der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA oder der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA.

    Im Projekt SEND Earth Data werden praxisnahe Maßnahmen zur Datensicherung aus allen Bereichen der Erdsystemwissenschaften, d. h. von der Atmosphäre über den Wasserkreislauf bis zur festen Erde, entwickelt. Die Projektpartner erarbeiten zudem Leitfäden für resiliente Dateninfrastrukturen, formulieren rechtliche Handlungsempfehlungen und entwerfen eine strategische Roadmap für eine langfristige Datenhoheit.

    „Damit leistet SEND Earth Data einen wichtigen Beitrag zur Sicherung wissenschaftlicher Datengrundlagen für die Klima-, Umwelt- und Biodiversitätsforschung als essenzielle Basis für Analysen, Modell-Simulationen oder die Berechnung von Zukunftsszenarien. Wir freuen uns sehr, dass die DFG die Förderung für dieses Projekt kurzfristig bewilligt hat.“ sagt Prof. Lars Bernard, Sprecher von NFDI4Earth und Professor für Geoinformatik an der TUD.

    Das Projekt baut auf den Strukturen von NFDI4Earth, dem Konsortium der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) der Erdsystemwissenschaften, auf. Dadurch können gefährdete Datensätze rasch gesichert, Lücken in der Datenverarbeitung geschlossen und nationale Aktivitäten eng mit europäischen und internationalen Initiativen vernetzt werden. Ziel ist es, ein dauerhaftes nationales Netzwerk für Datenresilienz zu etablieren, das in NFDI4Earth verankert und strategisch im europäischen wie internationalen Kontext eingebettet ist.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Technische Universität Dresden
    Professur für Geoinformatik
    Prof. Lars Bernard
    E-Mail: lars.bernard@tu-dresden.de

    Jörg Seegert
    E-Mail: joerg.seegert@tu-dresden.de


    Bilder

    Das Projekt entwickelt Maßnahmen zur Datensicherung aus den Erdsystemwissenschaften.
    Das Projekt entwickelt Maßnahmen zur Datensicherung aus den Erdsystemwissenschaften.
    Quelle: TommyNa
    Copyright: TommyNa / AdobeStock


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Geowissenschaften, Informationstechnik
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Das Projekt entwickelt Maßnahmen zur Datensicherung aus den Erdsystemwissenschaften.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).