Bremen, 12.08.2026. In wenigen Tagen treffen sich KI-Forscher:innen von Weltrang in Bremen: Vom 15. bis 21. August findet hier die IJCAI-ECAI 2026 statt, eine der weltweit wichtigsten wissenschaftlichen Konferenzen zu Künstlicher Intelligenz. Erwartet werden rund 3.000 Teilnehmende aus über 40 Ländern, darunter viele aus China, den USA, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Japan.
Dass die IJCAI-ECAI 2026 in Bremen stattfindet, ist Ergebnis eines internationalen Bewerbungsverfahrens. Bremen hatte sich 2022 gegen weitere Kandidaten durchgesetzt. Bewertet wurden unter anderem die Stärke des lokalen KI-Forschungsumfelds. Das Lokale Organisationskommittee bilden Professorin Tanja Schultz von der Universität Bremen, Professor Frank Kirchner von der Universität Bremen und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz sowie Dr.-Ing. Monika Michaelis von der U Bremen Research Alliance. Tanja Schultz:
„Die Entscheidung für Bremen zeigt, dass ein hervorragendes wissenschaftliches Umfeld und internationale Kooperationen im Bereich KI weltweit wahrgenommen werden. Hier in Bremen kommen die richtigen Kompetenzen zusammen, die für die aktuellen Fragen der KI-Forschung zentral sind: Grundlagenorientierte und anwendungsnahe Forschung von Robotik und menschzentrierten Systemen über Maschinelles Lernen und Data Science bis zur Raumfahrt, maritimen Technologien und Gesundheit. Wir freuen uns sehr, die internationale KI-Community hier willkommen zu heißen.“
Den Auftakt machen vom 15. bis 17. August Workshops und Tutorials auf dem Campus der Universität Bremen. Die wissenschaftliche Hauptkonferenz findet zwischen Dienstag, 18. August und Freitag, 21. August, statt.
Die IJCAI-ECAI ist kein politischer Gipfel und keine Technologiemesse. Sie ist ein Forum für geprüfte wissenschaftliche Forschung auf internationalem Spitzenniveau. Angenommene Beiträge haben eines der anspruchsvollsten Begutachtungsverfahren der KI-Forschung durchlaufen. Diskutiert werden neue Methoden, Modelle und Systeme, mit denen Maschinen lernen, schlussfolgern, wahrnehmen, handeln und mit Menschen oder anderen technischen Systemen interagieren.
Das Vortragsprogramm zeigt zentrale Linien der aktuellen KI-Forschung. Professor Nick Jennings, Vice-Chancellor and President der Loughborough University und Träger des IJCAI Research Excellence Award, spricht über agentische KI und das Zusammenspiel mehrerer KI-Systeme mit Menschen. David C. Parkes, Dean der Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences und Träger des John McCarthy Award, fragt, welche Mechanismen, Anreize und Institutionen solche „Agent Societies“ brauchen. Barbara Plank, Professorin an der LMU München und Präsidentin der Association for Computational Linguistics, richtet den Blick auf menschliche Uneinigkeit und Mehrdeutigkeit als Grundlage für die Entwicklung und Bewertung von KI-Systemen.
Weitere Vorträge kommen von Tinne Tuytelaars, KU Leuven, zu visuellen Repräsentationen in Foundation Models, Jan Peters, TU Darmstadt und DFKI, zu Robot Reinforcement Learning, Luciano Serafini, Fondazione Bruno Kessler, zu neuro-symbolischer KI, Jiajun Wu, Stanford University, zu visueller und physischer Intelligenz sowie Doina Precup, McGill University und DeepMind Montréal, zu Reinforcement Learning und Entscheidungen unter Unsicherheit.
Einen Blick auf die europäische Regulierung eröffnet Jeroen Delfos vom AI Office der Europäischen Kommission mit einem Beitrag zum EU AI Act. Damit greift die Konferenz auch die Frage auf, welche Folgen der neue europäische Rechtsrahmen für Forschung, Entwicklung und Anwendung von KI hat.
Die IJCAI-ECAI fasst keine politischen Beschlüsse. Dennoch hat sie gesellschaftliche und politische Bedeutung. Viele Themen berühren zentrale Fragen der kommenden Jahre: vertrauenswürdige KI, AI Safety, Human-Centred Artificial Intelligence, KI in Gesundheit und Medizin, Robotik, KI für Nachhaltigkeit, KI-generierte Bilder und Videos sowie die Regulierung autonomer Systeme. Viele Teilnehmende sind führende Wissenschaftler:innen, die auch in nationalen und internationalen Beratungsgremien, Expert:innenkommissionen und wissenschaftlichen Akademien aktiv sind. Erkenntnisse aus Konferenzen wie der IJCAI-ECAI können so in politische Debatten, Standards und Regulierung einfließen, ohne dass auf der Konferenz selbst politische Entscheidungen getroffen werden.
Die IJCAI-ECAI ist eine wissenschaftliche Fachkonferenz. Dennoch gibt es in Bremen immer auch Formate, die öffentlich zugänglich sind und die Bevölkerung sowie die lokalen Unternehmen adressieren.
Ein öffentlicher Programmhöhepunkt ist die AI Lecture „The AI Race“ von Professor Toby Walsh, KI-Forscher an der University of New South Wales in Sydney. Walsh spricht über den globalen Wettlauf um Künstliche Intelligenz, die gesellschaftlichen Folgen massiver Investitionen in KI und über Wege, wie KI jenseits eines reinen technologischen Rennens verantwortungsvoll entwickelt werden kann.
Auch sichere KI-Agenten stehen prominent auf dem Programm. Beim ebenfalls öffentlichen AI Panel „New Directions for Safe AI Agents“ diskutieren Mark Maybury, früherer Chief Scientist der U.S. Air Force, Wolfgang Wahlster, einer der Pioniere der KI-Forschung in Deutschland und Europa, Josephine Liu, Expertin für AI Safety, Security und Governance, sowie Francesca Rossi, IBM Research Scientist, Professorin an der Universität Padua und frühere Präsidentin der IJCAI. Im Mittelpunkt stehen Zuverlässigkeit, Transparenz, menschliche Aufsicht, Governance und der praktische Einsatz agentischer KI-Systeme.
Parallel zur Konferenz öffnen weitere Formate die KI-Debatte für Stadt und Öffentlichkeit: Auf der Open-Space-Bühne am Bremer Domshof widmen sich vier AI Lounges den Themen KI und Medien, Verwaltung, Bildung und Arbeitswelt. Das KI x Open Lab in der Kassenhalle am Forum Domshof lädt Schulklassen, Auszubildende und die interessierte Öffentlichkeit ein, Künstliche Intelligenz interaktiv zu erkunden.
Die IJCAI-ECAI 2026 macht Bremen für eine Woche zu einem Ort, an dem zentrale Fragen der KI-Forschung, Regulierung und Anwendung zusammenkommen. Medienvertreter:innen können sich für Akkreditierungen, Interviewanfragen und weitere Informationen an das IJCAI-ECAI 2026 Local Press Office wenden: press@2026.ijcai.org.
Über die U Bremen Research Alliance
Die U Bremen Research Alliance vereint die Universität Bremen mit dreizehn außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus allen vier großen deutschen Wissenschaftsorganisationen – der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft – sowie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Gemeinsam gestalten die Partnerinstitutionen einen abgestimmten Raum für Forschung, Infrastruktur und Innovation – „von der Tiefsee bis ins Weltall“.
Kontakt
IJCAI-ECAI 2026 Local Press Office
Das Local Press Office der IJCAI-ECAI 2026 bündelt die Pressearbeit rund um die Konferenz in Bremen. Es wird getragen von der U Bremen Research Alliance, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) sowie den Publicity Chairs Prof. Dr. Ralf Möller (Universität Hamburg, Gesellschaft für Informatik) und Prof. Dr. Rolf Drechsler (Universität Bremen, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz).
Als zentrale Anlaufstelle für Medien begleitet das Press Office die IJCAI-ECAI 2026 kommunikativ und steht Medienvertreter:innen aus Bremen und ganz Deutschland ab sofort und während der Konferenz für Anfragen zur Verfügung.
E-Mail für Anfragen: press@2026.ijcai.org
https://www.bremen-research.de/aktivitaeten/kuenstliche-intelligenz/summer-of-ai..., Informationen zum Summer of AI in Bremen
https://2026.ijcai.org/, IJCAI Website
https://2026.ijcai.org/wp-content/fullprogram/index.html, Programm der IJCAI
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
fachunabhängig
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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