Vom 7. bis 10. September 2026 wird Luxemburg zum Treffpunkt der wissenschaftlichen Psychologie: Rund 2.000 Forschende kommen zum 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) im European Convention Center Luxembourg (ECCL) zusammen. Der international ausgerichtete Kongress rückt aktuelle Forschungsergebnisse und die Frage in den Mittelpunkt, welchen Beitrag die Psychologie zur Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen leisten kann.
Multiple Krisen, rasante technologische Entwicklungen und die Folgen des Klimawandels prägen unsere Zeit. Sie verändern, wie Menschen leben, arbeiten, entscheiden und ihre Zukunft wahrnehmen. Gesellschaft und Politik stehen vor der Aufgabe, diesen Wandel zu verstehen und zu gestalten. Psychologische Forschung liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie Menschen mit Veränderungen umgehen und wie diese Erkenntnisse in gesellschaftliche und politische Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse einfließen können. „Für unseren 54. Kongress haben wir deshalb bewusst diese Herausforderungen mit drei Fokusthemen aufgegriffen: Mentale Gesundheit, Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz sowie die Psychologie nachhaltigen Verhaltens“, erläutert Kongresspräsident Prof. Dr. Robert Kumsta von der Universität Luxemburg. „Zu allen drei Themenbereichen erwartet die Kongressbesuchenden ein vielfältiges Programm mit Symposien, internationalen Keynotes, Paneldiskussionen und Posterbeiträgen. Dabei geht es nicht nur darum, aktuelle Forschungsergebnisse vorzustellen, sondern auch um die Frage, welchen konkreten Beitrag psychologische Erkenntnisse zur Gestaltung der gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit leisten können.“
Fokusthema „Mentale Gesundheit“
Die Auswirkungen gesellschaftlicher Krisen und veränderter Lebensbedingungen auf die psychische Gesundheit stehen im Mittelpunkt zahlreicher Beiträge, wie zum Beispiel zu Kindern und Jugendlichen, schulischem Wohlbefinden, Cybermobbing und Klimawandel. Weitere Themen sind Prävention und Versorgung, psychosoziale Unterstützungsangebote, Zugangsbarrieren zur Psychotherapie sowie neue digitale und KI-basierte Anwendungen.
Fokusthema „Digitale Transformation und KI“
Künstliche Intelligenz und digitale Technologien sind längst Teil unseres Alltags. Sie verändern unsere Entscheidungsprozesse im Privaten und Beruflichen, sie verändern Wissenschaft, Erziehung und Bildung, und vor allem beeinflussen sie zunehmend unsere sozialen Beziehungen. Auf dem Kongress stellen Forschende aktuelle Erkenntnisse zur Mensch-KI-Interaktion, zu Vertrauen, zu KI als soziale Interaktionspartner, zu Autonomie und menschlicher Kontrolle vor und beschäftigen sich anhand von verschiedenen Anwendungsbereichen wie Robotik, Personalentscheidungen, Wissenschaft oder psychischer Gesundheitsversorgung mit der Frage, was eine sichere, transparente und menschenzentrierte Gestaltung von KI ausmacht.
Fokusthema „Psychologie nachhaltigen Verhaltens“
Die psychologischen Dimensionen der Klimakrise stehen im Mittelpunkt von Beiträgen zu nachhaltigem Handeln und Umweltbildung, sowie zu Emotionen und Belastungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Mit diesem Fokusthema soll aufgezeigt werden, wie psychologische Erkenntnisse helfen können, die Lücke zwischen Wissen und Handeln zu schließen und gesellschaftliche Transformation in Wissenschaft, Politik und Praxis zu unterstützen.
Über diese Fokusthemen hinaus wird das Programm auch in diesem Jahr wieder die Brandbreite psychologischer Forschung widerspiegeln und einen umfassenden Einblick in die Themen, Methoden und Anwendungsfelder der modernen Psychologie geben. „In einer Zeit des Epochenbruchs darf psychologische Forschung kein bloßer Beobachter gesellschaftlicher Veränderungen sein, sondern muss als unverzichtbare Ressource für deren Gestaltung fungieren“, betont DGPs-Präsidentin Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier. „Unser Kongress macht deutlich, dass die Psychologie die notwendigen Erkenntnisse und Instrumente bereitstellt, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen nicht nur analytisch zu verstehen, sondern aktiv und evidenzbasiert einen Weg zu ihrem Umgang und ihrer Bewältigung zu weisen.“
Kongressinformationen:
Der Kongress wird von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und dem Kongresspräsidenten Prof. Dr. Robert Kumsta von der Universität Luxemburg ausgerichtet. Weitere Informationen zum Kongress, zum Programm und zu den Schwerpunktthemen finden Sie hier: https://www.uni.lu/fhse-en/conferences/54th-dgps-congress/program/
Presseakkreditierung Kongress / Anfragen zu Interviews:
Wir laden Sie herzlich ein, am 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie teilzunehmen und in Wort und Bild zu berichten. Konditionen für die Presseakkreditierung: https://www.uni.lu/fhse-en/conferences/54th-dgps-congress/press/
Wenn Sie an konkreten Themen interessiert sind, vermitteln wir Ihnen gerne auch schon vorab Interviewtermine mit unseren internationalen Expertinnen und Experten. Für Terminabsprachen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der DGPs:
Dr. Anne Klostermann
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 30 28047718
Mobil: +49 152 28308492
E-Mail: pressestelle@dgps.de
Über die DGPs:
Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs e.V.) ist eine Vereinigung der in Forschung und Lehre tätigen Psychologinnen und Psychologen. Die mehr als 6000 Mitglieder erforschen das Erleben und Verhalten des Menschen. Sie publizieren, lehren und beziehen Stellung in der Welt der Universitäten, in der Forschung, der Politik und im Alltag. Die Pressestelle der DGPs informiert die Öffentlichkeit über Beiträge der Psychologie zu gesellschaftlich relevanten Themen. Darüber hinaus stellt die DGPs eine Expertendatenbank für unterschiedliche Fragestellungen zur Verfügung. Wollen Sie mehr über uns erfahren? Besuchen Sie die DGPs im Internet: www.dgps.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Psychologie
überregional
Pressetermine, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).