Fusion kann zum wichtigen Baustein für eine klimaneutrale und zuverlässige Energieversorgung werden. Das birgt enormes Marktpotenzial. Weltweit ist der Wettbewerb um erste kommerzielle Fusionskraftwerke entbrannt, darin hat Deutschland eine sehr gute Startposition. Marktführerschaft wird daraus aber nur, wenn der Aufbau industrieller Prozess- und Lieferketten sowie der Wissensaustausch zwischen Forschung und Industrie sofort beginnen. Dafür bietet der Fraunhofer Industrietag Fusion 2.0 die passende Plattform. Am 15. und 16. Oktober 2026 bringt er Akteure aus der Industrie, Forschung, Politik, Beratung sowie dem Energie- und Finanzwesen in Aachen zusammen.
Die Hightech Agenda Deutschland wird konkret – und mit ihr die Forschung und Entwicklung für ein Fusionskraftwerk in Deutschland. Im Mai hat die Bundesregierung eine Roadmap vorgestellt, die den Weg zur kommerziellen Nutzung der Fusion skizziert. Allein in der aktuellen Legislaturperiode steht dafür ein Förderbudget von 2,4 Milliarden Euro bereit. Fusion könne einen zentralen Beitrag zur klimaneutralen, sicheren und grundlastfähigen Energieversorgung leisten, die technologische Souveränität stärken und neue Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Exportpotenziale in Deutschland schaffen, heißt es in der Begründung.
Mission Fusion nimmt Fahrt auf
Mit der Roadmap und der Einrichtung von drei Hubs, an denen die Fusionsforschung sich in den nächsten Jahrzehnten konzentrieren und Innovationsökosysteme schaffen soll, nimmt die »Mission Fusion« nun Fahrt auf. Ziel ist es, das Energiesystem vom Kohlenstoffkreislauf zu entkoppeln. Fusionskraftwerke wären eine optimale Ergänzung zur günstigen, aber volatilen Wind- und Solarenergie. Letztere wird in Zukunft das Gros des rasant steigenden globalen Strombedarfs decken. Für eine zuverlässige Versorgung sind jedoch auch konstant liefernde Energieanlagen gefragt. Daher wird das Markpotenzial auf viele hundert Fusionskraftwerke weltweit geschätzt.
Deutschland kann mit seiner starken photonischen und optischen Industrie, dem etablierten Miteinander von Grundlagen- und angewandter Forschung sowie seiner Fülle an industriellen Innovatoren eine entscheidende Rolle in diesem Zukunftsmarkt übernehmen. Dafür muss der Aufbau tragfähiger Prozess- und Lieferketten für Fusionskraftwerke sofort beginnen. Starke Innovationsökosysteme müssen zusammenfinden, um die Herausforderungen auf dem Weg zum Fusionskraftwerk zu lösen. Es braucht Technologiesprünge in Hochenergie-Lasertechnik und Optik, bei den Reaktormaterialien, neue hochautomatisierte Fertigungsverfahren sowie neue Ansätze für den Tritium-Kreislauf und die Injektion des Fusionsbrennstoffs aus den zwei Wasserstoffisotopen Deuterium und Tritium. All das bedarf hoher und riskanter Investitionen. Um die Risiken zu minimieren und den Entwicklungsaufwand zu refinanzieren, gilt es, Spinoff-Technologien in der Fusionsforschung zu identifizieren und schnellstmöglich in andere Märkte zu transferieren.
Fraunhofer Industrietag Fusion 2.0 vernetzt relevante Akteure
Die zukunftsweisende »Mission Fusion« setzt die intensive Zusammenarbeit von Akteuren aus der Industrie, Forschung und Wissenschaft, aus Politik, Beratung sowie aus der Energie- und Finanzwirtschaft voraus. Der Fraunhofer Industrietag Fusion 2.0 bietet hierfür am 15. und 16. Oktober 2026 die passende Plattform für den fach- und branchenübergreifenden sowie auch technologieoffenen Wissensaustausch. Es geht ebenso um Magnet- und Laserfusion wie um Ansätze rund um die Werkstoffe und den Fuel-Cycle künftiger Kraftwerke.
Fachliche Ansprechpersonen
Dr. Sarah Klein
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
Wissenschaftliche Referentin für Vorstand VA, Bereich Fusion
Tel. +49 241 8906-121
sarah.klein@ilt.fraunhofer.de
Peter Trechow
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
Gruppe Kommunikation
Tel. +49 241 8906-482
peter.trechow@ilt.fraunhofer.de
Pressekontakt
Petra Nolis
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
Kommunikation
Gruppenleitung
Tel. +49 1714115001
petra.nolis@ilt.fraunhofer.de
https://www.ilt.fraunhofer.de
https://ilt.fraunhofer.de/de/maerkte/kernfusion.html
Prof. Constantin Häfner, Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft, bei seinem ...
Quelle: Markus Jürgens
Copyright: © Markus Jürgens / Fraunhofer.
Der technologieoffene Wissensaustausch in Aachen rückt am 15. und 16. Oktober 2026 die Magnet- und L ...
Quelle: Markus Jürgens
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Energie, Informationstechnik, Maschinenbau, Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften
überregional
Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Prof. Constantin Häfner, Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft, bei seinem ...
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Der technologieoffene Wissensaustausch in Aachen rückt am 15. und 16. Oktober 2026 die Magnet- und L ...
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