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19.08.2026 12:04

Krisen früher erkennen: KI analysiert Lage im Gesundheitssystem

Astrid Bergmeister Ressort Presse - Stabsstelle des Rektorats
Universität Duisburg-Essen

    Welche Krankenhäuser könnten bei einer Naturkatastrophe ausfallen? Wie viele Intensivbetten sind verfügbar, wie viele Medikamente? Antworten auf solche Fragen sollen künftig schneller gefunden und aktualisiert werden. Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen entwickeln dafür als Teil des Verbundprojekts AtheneKI mit Partner:innen in Hamburg und München die datenwissenschaftlichen Grundlagen und Methoden. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das dreijährige Forschungsvorhaben mit ca. 7,4 Millionen Euro. Davon fließen rund 2,4 Millionen Euro an das Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin.

    Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie schwierig es ist, Gesundheitslagen ohne digitale Infrastruktur zu überblicken. Dort setzen die Macher:innen der AtheneKI an. Sie kann sehr viele Informationen sammeln, Krisenszenarien simulieren und so helfen, Probleme früher zu erkennen und bessere Entscheidungen zu treffen. „Daten im Gesundheitssystem sind in Deutschland eher mit Angst besetzt, das Fehlen von Daten zur Lage ist aber eine Bedrohung in sich“, sagt Prof. Dr. Folker Meyer. Er arbeitet am Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin (IKIM) und hat an der Universität Duisburg-Essen den Lehrstuhl für Medizininformatik mit dem Schwerpunkt Medical Data Science inne. „Es geht uns zudem nicht um Daten von Personen, sondern um Daten aller Krankenhäuser, Apotheken und um Abwasser- sowie Wetterdaten.“

    Am IKIM entwickeln die Forschenden die datenwissenschaftlichen Kernverfahren des Projekts. Sie bündeln Informationen, vereinheitlichen die Daten und entwickeln KI-gestützte Verfahren, die Trends sowie ungewöhnliche Veränderungen erkennen und früh melden. „Deutschland hat keine Infrastruktur für digitale, zeitnahe Informationen über die Gesundheitslage und den Zustand des Gesundheitssystems im Land. AtheneKI baut diese“, sagt Prof. Dr. Folker Meyer. „Im IKIM erstellen wir die Datengrundlage, ohne dass aufwändige Berichtspflichten notwendig werden.“ Die gewonnenen Erkenntnisse können fachliche sowie politische Entscheidungsträger:innen sowie Vertreter:innen von Krankenhäusern und Gesundheitsämtern unterstützen.

    Der Verbund wird von der Sanitätsakademie der Bundeswehr koordiniert. Eine Übersicht der beteiligten Partner:innen ist auf der Projektwebsite verfügbar.


    Redaktion: Martin Rolshoven, Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen, Tel. 0201/723-6274, martin.rolshoven@uk-essen.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Folker Meyer, Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin, Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen, Tel. 0201/723-77802, folker.meyer@uk-essen.de


    Weitere Informationen:

    https://www.sifo.de/sifo/de/projekte/querschnittsthemen-und-aktivitaeten/frl-dem... Projektwebseite
    https://www.ikim.uk-essen.de/ IKIM


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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