Das deutsche Team hat bei der International Earth Science Olympiad (IESO) in Turin insgesamt acht Silber- und drei Bronzemedaillen gewonnen. Die vier Schüler Kou Jinrui und Hagen Esch aus Baden-Württemberg, Jannes Pfeiffer aus Thüringen und Eric Otto aus Sachsen traten vom 20. bis 27. August gegen Teilnehmer aus zahlreichen Ländern an. Die Wettbewerbe umfassten sowohl theoretische als auch praktische Aufgaben aus unterschiedlichen Bereichen der Geowissenschaften.
Bei der IESO wird geowissenschaftliches Wissen nicht allein in Tests abgefragt. Die Schüler mussten unter anderem im Gelände arbeiten, Gesteine und geologische Strukturen untersuchen und Beobachtungen auswerten. Zu den Aufgaben gehörten auch Arbeiten mit Polarisationsmikroskopen und Messungen an einem hochauflösenden 3-D-Modell eines geologischen Aufschlusses.
Ein Teil des Wettbewerbs findet bewusst in international zusammengesetzten Teams statt. Die Teilnehmer müssen dabei gemeinsam geowissenschaftliche Fragestellungen bearbeiten und zu einer Lösung kommen. Damit wird auch die interdisziplinäre und internationale Arbeitsweise aufgegriffen, die für die Geowissenschaften typisch ist.
Begleitet wurde das deutsche Team von Dr. Sylke Hlawatsch und Kristen Hennig. Die vier Schüler hatten sich zuvor über die Deutsche Olympiade der Geowissenschaften für die Teilnahme an der IESO qualifiziert.
Geowissenschaften als Schlüssel zum Verständnis aktueller Herausforderungen
Die Deutsche Olympiade der Geowissenschaften setzt an den geowissenschaftlichen Inhalten an, die in Deutschland vor allem im Geographieunterricht vermittelt werden. Themen und Methoden aus Physik, Chemie und Biologie spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Im Wettbewerb werden diese Bereiche miteinander verbunden und auf Fragestellungen angewendet, die über die Inhalte des Schulunterrichts hinausgehen.
Das Verständnis geowissenschaftlicher Prozesse ist für viele aktuelle Fragen von Bedeutung. Dazu gehören beispielsweise der Umgang mit dem Klimawandel, die Versorgung mit Energie und Rohstoffen sowie die Verfügbarkeit und Nutzung von Wasser. Die Olympiade soll Schülerinnen und Schüler für diese Zusammenhänge interessieren und ihnen gleichzeitig einen Einblick in die Arbeitsweisen der Geowissenschaften geben.
Die Deutsche Olympiade der Geowissenschaften ist ein dreistufiger Wissenschaftswettbewerb für Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig dient sie als nationaler Auswahlwettbewerb für die International Earth Science Olympiad. Die nächste Runde der Deutschen Olympiade der Geowissenschaften startet im November 2026.
Weitere Informationen zur Deutschen Olympiade der Geowissenschaften und zur Teilnahme: www.geowissenschaften-unterrichtsmaterial.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler
Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Physik / Astronomie
überregional
Schule und Wissenschaft
Deutsch

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