idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo


Instanz:
Teilen: 
11.09.2026 11:51

Daten, KI und Recht: EDV-Gerichtstag diskutiert die Zukunft von Recht und Justiz in der digitalen Gesellschaft

Claudia Ehrlich Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Rund 1.000 Fachleute aus Wissenschaft, Justiz, Anwaltschaft, Verwaltung und Politik erörtern vom 23. bis 25. September auf dem EDV-Gerichtstag (EDVGT) wieder die digitale Transformation von Recht und Justiz. Zum 35. Mal kommt der größte deutsche Fachkongress auf diesem Gebiet an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes zusammen. Das Motto lautet in diesem Jahr „Daten, KI und Recht“. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 24. September im Audimax auf dem Saarbrücker Campus (Gebäude B4 1) statt und wird von 9 bis 12 Uhr live gestreamt.

    Ob Recherche, Vertragsanalyse, Schriftstückentwurf oder gar automatisierte Entscheidung per Mausklick – Künstliche Intelligenz zeigt im juristischen Bereich Fähigkeiten, die noch bis vor Kurzem als utopisch galten. Die rasante Entwicklung schafft zusehends Fakten und wirft zugleich tiefgreifende Fragen auf. Auch in diesem Jahr beleuchten Expertinnen und Experten auf dem EDV-Gerichtstag die aktuellen Entwicklungen auf diesem Gebiet und diskutieren Fortschritte, Risiken und neue Anwendungsmöglichkeiten technologischer Hilfsmittel in der juristischen Praxis.

    Die offizielle Eröffnungsveranstaltung am 24. September können Interessierte von 9 bis 12 Uhr live per Stream verfolgen. „AI on Fire“ lautet der Titel des Auftaktvortrags von Stefan Groß, Experte für digitale Transformation sowie KI-Einsatz in Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Kanzleiprozessen. Antonio Krüger, Informatik-Professor an der Universität des Saarlandes sowie CEO und wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), ordnet Stand und Rolle von „Europa im KI-Zeitalter“ ein.
    Bei der von der Vorsitzenden des EDV-Gerichtstags Anke Morsch geleiteten Podiumsdiskussion gehen Expertinnen und Experten der Frage „Digitale Souveränität: Utopie oder Notwendigkeit?“ auf den Grund.

    Bereits am Vortag des Kongresses, am 23. September, steht traditionsgemäß die IT-Sicherheit im Fokus. Expertinnen und Experten geben einen Einblick in aktuelle Entwicklungen und erörtern unter anderem mit dem hessischen Innenminister Roman Poseck, ob die US-Überwachungssoftware Palantir eher als „Effektive Strafverfolgung oder Gefahr für den Rechtsstaat?“ einzuordnen ist.

    In zahlreichen Arbeitskreisen tauschen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des EDV-Gerichtstags über aktuelle Fragen rund um die neuen Technologien und das Recht aus. So werden der Datenschutz und der „EU-Digital-Omnibus“ Thema sein: Mit diesem Gesetzespaket will die Europäische Kommission die Digital- und Datenschutzregeln vereinfachen und stärker aufeinander abstimmen. Im diesbezüglichen Arbeitskreis diskutieren Vertreter und Vertreterinnen der Kommission und des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz die Zielsetzungen der Reform, die bislang vorliegenden Vorschläge und den Stand der Verhandlungen in Brüssel.

    Außerdem beschäftigt sich der EDVGT mit dem Dauerbrenner der Vorratsdatenspeicherung und diskutiert, ob die IP-Adressspeicherung als lang gesuchter Kompromiss taugt oder sich lediglich als weiteres Kapitel in einer unendlichen Geschichte einreiht. Wie Künstliche Intelligenz mitsamt Datenanalyse zum Einsatz kommt, um den Ausgang von Gerichtsverfahren vorherzusagen oder das Risiko von Straftaten und Rückfällen einzuschätzen wird ebenfalls Thema des Austauschs der Expertinnen und Experten sein. Mehrere Arbeitskreise drehen sich speziell um den Einsatz der neuen Technologien im Kanzleialltag.

    Begleitend zur Fachtagung findet eine Firmenausstellung mit Anbietern von Soft- und Hardware, Verlagen und IT-Fachleuten statt.

    Hintergrund

    Der EDV-Gerichtstag (EDVGT) ist das zentrale Forum für digitale Innovation im Recht. Als größter unabhängiger deutscher Fachkongress auf dem Gebiet von Digitalisierung, KI und Recht bietet er dem Fachpublikum aus Justiz, Anwaltschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft Raum für interdisziplinäre Diskussion. Seit 35 Jahren unterstützt der EDVGT auf diese Weise als Impulsgeber die Digitalisierung in Justiz und Verwaltung. Er wirkt an der Ausarbeitung von Gesetzen durch regelmäßige Stellungnahmen mit und fördert als Verein und als Fachkongress die Entwicklungen an der Schnittstelle von Recht und Technologie.

    Livestream der Eröffnungsveranstaltung,
    Programm und aktuelle Informationen finden Sie auf der Website des EDVGT:
    https://www.edvgt.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Marie-Luise Schlicker, Pressesprecherin des EDVGT
    Telefon: +49 (0)681 302-5511; E-Mail: presse@edvgt.de


    Weitere Informationen:

    https://www.edvgt.de


    Bilder

    Der EDV-Gerichtstag bietet auch in diesem Jahr wieder ein Forum für digitale Innovation im Recht. Die Vorstandsvorsitzende des EDVGT Dr. Anke Morsch (4.v.l.) wird den Kongress am 24. September um 9 Uhr offiziell eröffnen.
    Der EDV-Gerichtstag bietet auch in diesem Jahr wieder ein Forum für digitale Innovation im Recht. Di ...

    Copyright: EDVGT


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Politik, Recht
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Der EDV-Gerichtstag bietet auch in diesem Jahr wieder ein Forum für digitale Innovation im Recht. Die Vorstandsvorsitzende des EDVGT Dr. Anke Morsch (4.v.l.) wird den Kongress am 24. September um 9 Uhr offiziell eröffnen.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).