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11.09.2026 14:41

Hohe Patentstärke und große Innovationskraft: TU Dresden unter Europas Top-Innovationstreibern

Maria Schmeiser Pressestelle
Technische Universität Dresden

    Aktuelle Studie zeigt disruptive Innovationsstärke der TUD auf.

    In der Rangliste der 30 Hochschulen mit den meisten disruptiven Patenten belegt die Technische Universität Dresden (TUD) bei insgesamt 1.600 angemeldeten Patenten, davon 62 sogenannte disruptive Patente, Platz 1 bundesweit und den 7. Platz in Europa. Das zeigt eine aktuelle Studie im Fachmagazin „Forschung & Lehre“.

    Disruptive Patente sind bahnbrechende neue Erfindungen und Technologien, mit dem Potential, neue Standards zu setzen. Bemerkenswert ist dabei die von den Studienautoren beschriebene Konzentration: Die 30 patentstärksten Hochschulen stellen zwar nur 23,36 Prozent aller Hochschulpatente in Europa, vereinen aber 34,66 Prozent aller disruptiven Patente auf sich. In der Studie „Viel bedeutet nicht immer disruptiv" wurden insgesamt 82.324 Patente von 1.605 europäischen Hochschulen aus den Jahren 2000 bis 2020 untersucht.

    Von der Erfindung zum Geschäftsmodell: die International TUD|excite Summer School als Praxisbeispiel

    Dass die TUD das Innovationspotenzial nicht nur erforscht, sondern aktiv hebt, zeigt u. a. die International TUD|excite Summer School, welche im August in Kooperation mit der Startup Factory boOst sowie der europäischen Universitätsallianz EUTOPIA stattfand. Hierbei arbeiteten rund 30 Nachwuchswissenschaftler:innen in internationalen, interdisziplinären Teams an ausgewählten Patenten der TUD. Ziel ist es, aus realen Technologien und Schutzrechten neue Produktideen und Geschäftsmodelle zu entwickeln – bis hin zum abschließenden Startup-Pitch.

    Studienautor und akademischer Leiter der Summer School Prof. Jörn Block sieht genau hier den Anknüpfungspunkt zwischen Forschung und Praxis: „Ein Format wie unsere Summer School hilft enorm, Wissenschaftler:innen für das Thema Entrepreneurship zu sensibilisieren. Es findet ein Perspektivwechsel statt. Wissenschaftler:innen sind gezwungen, sich zu überlegen, was es braucht, um Erfindungen und Technologien in marktfähige Produkte zu überführen und dann eventuell Unternehmen zu gründen. Das ist alles andere als trivial. Die Spielregeln sind gänzlich anders."

    Hintergrund: Was macht ein Patent disruptiv?

    In der aktuellen Studie unterscheiden die Forscher, ob eine Erfindung eine bestehende technologische Entwicklung lediglich fortführt (inkrementell), oder ob sie einen neuen technologischen Pfad begründet (disruptiv).

    Gemessen wird das über den sogenannten CD-Index, der auf Zitationsmustern basiert: Disruptive Patente werden von nachfolgenden Erfindungen besonders häufig zitiert – gleichzeitig verlieren die Patente, auf denen sie eigentlich aufbauen, an Bedeutung, weil die neue Erfindung eine eigene Linie eröffnet. Als disruptiv gilt ein Patent, wenn es innerhalb seines Technologiefelds und Anmeldejahrs zu den obersten fünf Prozent zählt. Von den über 82.000 untersuchten Patenten erfüllten am Ende nur 4.512 dieses Kriterium.

    Die Autoren betonen: Genau diese wenigen Patente sind es, die den technologischen Fortschritt maßgeblich prägen. Ihre Hochschulen sind damit nicht nur akademisch, sondern auch technologiepolitisch von besonderer Bedeutung – als Ausgangspunkt für neue Industrien, Ausgründungen und Wertschöpfung, die weit über die einzelne Erfindung hinausreicht.

    Über TUD|excite

    Das TUD|Exzellenzcenter für Innovation, Transfer und Entrepreneurship (TUD|excite) bündelt die zentralen Aktivitäten der TU Dresden rund um Wissens- und Technologietransfer, Patentmanagement und Ausgründungen unter einem Dach – von der Sicherung und Verwertung von Schutzrechten (excite|PATENTS) über die Überführung von Forschungsergebnissen in die Praxis (excite|INNOVATE) bis zur Gründungsunterstützung (excite|STARTUP). Mehr Informationen: https://tu-dresden.de/...tud-excite

    Studie

    Block, J.; Lampe, H.; Minkin, D. (2026): „Viel bedeutet nicht immer disruptiv – Wo entstehen an Europas Hochschulen bahnbrechende Erfindungen?", Forschung & Lehre, Ausgabe 9/26, S. 40–42.

    Pressekontakt

    Technische Universität Dresden
    TUD|excite – TUD Exzellenzcenter für Innovation, Transfer und Entrepreneurship
    Sarah Haaß, Kommunikationsmanagerin
    E-Mail: sarah.haass@tu-dresden.de


    Bilder

    Teilnehmende der International TUD|excite Summer School.
    Teilnehmende der International TUD|excite Summer School.
    Quelle: Matvii Lytvynenko
    Copyright: Matvii Lytvynenko


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

    Teilnehmende der International TUD|excite Summer School.


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