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17.09.2026 13:13

DFG fördert 15 Professuren und zwölf Mercator Fellows im Rahmen des 1000-Köpfe-plus-Programms

Magdalena Schaeffer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Global Minds in Forschungsverbünden: Erste Förderungen in den Programmlinien Exzellenzcluster und Sonderforschungsbereiche / Zweite Ausschreibung öffnet Förderinitiative für Forschungsimpulse und Graduiertenkollegs

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) getragenen 1000-Köpfe-plus-Programms 15 Professuren und zwölf Mercator Fellows in Exzellenzclustern und Sonderforschungsbereichen. Das hat der Hauptausschuss der DFG in Bonn beschlossen. Mit dieser Initiative können große Forschungsverbünde hoch qualifizierte, erfahrene Forscher*innen, die derzeit im Ausland tätig sind und eine neue wissenschaftliche Perspektive suchen, für das deutsche Wissenschaftssystem gewinnen. Die Verbünde erhalten für die neuen Professuren und Mercator Fellows insgesamt rund 69 Millionen Euro.

    „Die Ausschreibung der Global Minds Initiative in Forschungsverbünden ist auf ein ebenso großes Interesse gestoßen wie bereits zuvor die zusätzlichen Fördermöglichkeiten im Rahmen der Einzelförderung der DFG“, sagte DFG-Präsidentin Professorin Dr. Katja Becker. „Das zeigt, wie wichtig die Initiative als Signal gegen die zunehmenden Bedrohungen der Wissenschaftsfreiheit weltweit ist. Sie stärkt zusätzlich auch unsere international hoch angesehenen Koordinierten Programme. Der vergleichende Blick auf die Anträge macht deutlich, dass es sich um ein äußerst kompetitives Wettbewerbsfeld handelt. Dass die Geförderten aus insgesamt zwölf verschiedenen Herkunftsländern auf vier Kontinenten kommen, unterstreicht zudem die globale Reichweite der Initiative.“

    Die insgesamt 27 neu geförderten Professor*innen und Mercator Fellows werden an 18 verschiedenen Standorten und in allen Wissenschaftsbereichen tätig sein: acht in den Naturwissenschaften, je sieben in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie den Lebenswissenschaften und fünf in den Ingenieurwissenschaften. Von den neu Geförderten werden 16 in Exzellenzclustern forschen und elf in Sonderforschungsbereichen. Ein Drittel der Geförderten ist weiblich. 13 der neu in die Förderung aufgenommenen Wissenschaftler*innen sind derzeit in den USA tätig, zwölf kommen aus dem europäischen Ausland und je eine*r aus Afrika und Asien.

    Die Initiative „Global Minds in DFG-Verbünden“ ermöglicht es den im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder geförderten Exzellenzclustern und den DFG-geförderten Sonderforschungsbereichen herausragende Wissenschaftler*innen zu gewinnen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung seit mindestens drei Jahren im Ausland tätig sind. Dabei sind zwei verschiedene Förderformen möglich: Das Modul „Professur“ erlaubt es den Verbünden, Wissenschaftler*innen aus dem Ausland nach Deutschland zu berufen, die alle Voraussetzungen für die Berufung auf eine Langzeitprofessur erfüllen. Für jede Professur können Mittel bis zu einer Höhe von 3,5 Millionen Euro bewilligt werden.

    Mithilfe des Moduls „Mercator Fellow Global“ wiederum können die Forschungsverbünde im Ausland tätige Wissenschaftler*innen, die (noch) keinen permanenten Wechsel in das deutsche Wissenschaftssystem anstreben, als Fellows vor allem durch längere Forschungsaufenthalte in Deutschland längerfristig in ihre Arbeit integrieren. Hierfür können Mittel bis zu einer Höhe von 650.000 Euro beantragt werden.

    Die Förderdauer beträgt in beiden Modulen maximal fünf Jahre. Neben Personalmitteln für die zu gewinnenden Wissenschaftler*innen können auch weitere Personalmittel, vor allem für Promovierende, sowie Sach- und Investitionsmittel beantragt werden.

    Zweite Ausschreibung gestartet

    Die DFG hat jetzt eine zweite Ausschreibungsrunde der Initiative „Global Minds in DFG-Verbünden“ veröffentlicht und dabei den Kreis der antragsberechtigten Forschungsverbünde auf bereits geförderte Forschungsimpulse und Graduiertenkollegs ausgeweitet, um auch diesen die Gewinnung herausragender Forscher*innen für das deutsche Wissenschaftssystem zu ermöglichen. Antragsfrist ist der 27. Januar 2027.

    Neben der Förderung in Verbünden hat die DFG seit Sommer 2025 in ihren Programmen der Einzelförderung bisher 59 hoch qualifizierten Wissenschaftler*innen eine Förderung mit einem Gesamtvolumen von rund 36 Millionen Euro bewilligt. Davon wurden 17 Wissenschaftler*innen für das Emmy Noether-Programm und 30 für das Walter Benjamin-Programm ausgewählt. Neun Wissenschaftler*innen erhielten eine Eigene Stelle im Rahmen der Sachbeihilfe, drei weitere eine Förderung im Heisenberg-Programm.

    Weiterführende Informationen:

    DFG-Datenbank GEPRIS: Projektbeschreibungen zur laufenden Förderung im Rahmen der Global Minds Initiative Germany: https://gepris.dfg.de/project/results/1000koepfe?sort=asc&foerderungszeitrau...

    Zweite Ausschreibung „Global Minds in DFG-Verbünden“ im Rahmen des 1000-Köpfe-plus-Programms des BMFTR: https://www.dfg.de/en/news/news-topics/announcements-proposals/2026/ifr-26-69

    DFG-Fördermöglichkeiten im Rahmen der Global Minds Initiative Germany: https://www.dfg.de/de/foerderung/foerderinitiativen/global-minds-initiative-germ...

    Gemeinsame Website „Global Minds Initiative Germany“ von DFG, AvH und DAAD: https://www.global-minds-initiative.de/

    Medienkontakt:
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel.: +49 228 885-2109, presse@dfg.de

    Fachliche Ansprechpersonen in der DFG-Geschäftsstelle:
    Dr. Sebastian Granderath, Gruppe Exzellenzstrategie und Forschungsimpulse, Tel. +49 228 885-2273, sebastian.granderath@dfg.de

    Dr. Helen Neuert, Gruppe Sonderforschungsbereiche, Tel. +49 228 885-2958, helen.neuert@dfg.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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