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21.09.2026 13:10

Tag der Sprachen am 26.9.: Mehrsprachig aufwachsen – die größten Unterschiede zeigen sich im Gespräch mit den Eltern

Iris Meyer Stabsbereich Kommunikation
Leibniz-Institut für Bildungsverläufe

    Welche Sprache bevorzugen mehrsprachig aufwachsende Jugendliche im Alltag? Eine Auswertung der Daten des Nationalen Bildungspanels zeigt, dass sich der Sprachgebrauch von Jugendlichen mit familiären Wurzeln in der Türkei, Polen oder der ehemaligen Sowjetunion vor allem im Gespräch mit den Eltern unterscheidet: Mit ihren Freund:innen, Geschwistern oder Mitschüler:innen unterhalten sich die Jugendlichen meistens auf Deutsch. Auch beim Lesen, Fernsehen und beim Surfen im Internet nutzen über 87 % Deutsch. Mit Vater und Mutter dagegen sprechen sie häufiger in der familiären Herkunftssprache. Eine Ausnahme sind Jugendliche aus polnischen Familien: Sie sprechen mit den Eltern häufiger Deutsch.

    Die Befunde des NEPS-Schlaglichts Nr. 37 zum Sprachgebrauch von Jugendlichen mit Migrationshintergrund stammen aus der Publikation:

    Strobel, B., & Seuring, J. (2016). Spracherhalt oder Sprachverlagerung? Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 68, 309-339. https://doi.org/10.1007/s11577-016-0360-y

    Was sind die NEPS-Schlaglichter?
    Mit diesem und weiteren NEPS-Schlaglichtern werden ausgewählte Erkenntnisse aus dem Nationalen Bildungspanels, der größten Langzeit-Bildungsstudie in Deutschland, pointiert und verständlich aufbereitet. Sie beleuchten Themen wie Kompetenzentwicklung über den Lebensverlauf oder Aspekte von Persönlichkeit, Bildungsteilhabe, Integration und Partizipation. Jedes Schlaglicht enthält eine Kernbotschaft, eine kurze Erklärung sowie interaktive Grafiken, die die jeweiligen Befunde visualisieren. Quellen und weiterführende Informationen sind ebenfalls verlinkt. Die NEPS-Schlaglichter sind ein Angebot des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) und werden mit den Autor:innen der Originalpublikationen abgestimmt. Das Angebot wird kontinuierlich erweitert

    Was ist das Nationale Bildungspanel?
    Das Nationale Bildungspanel (NEPS) ist die größte Langzeit-Bildungsstudie in Deutschland. Es untersucht Bildungsprozesse, ihre Bedingungen, Ergebnisse und Folgen von der frühen Kindheit bis ins hohe Erwachsenenalter. Mehr als 70.000 Teilnehmende sowie etwa 50.000 Personen aus deren Umfeld werden dazu wiederkehrend befragt. Die gewonnenen Daten stehen der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung. Mehr als 4.000 Forschende weltweit arbeiten bereits mit NEPS-Daten, bisher sind bereits mehr als 1.900 wissenschaftliche Publikationen entstanden.


    Originalpublikation:

    Strobel, B., & Seuring, J. (2016). Spracherhalt oder Sprachverlagerung? Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 68, 309-339. https://doi.org/10.1007/s11577-016-0360-y


    Weitere Informationen:

    https://www.lifbi.de/NEPS-SL/Detail?nummer=37 NEPS-Schlaglicht Nr. 37 zum Sprachgebrauch von Jugendlichen
    https://www.lifbi.de/NEPS-SL Alle NEPS-Schlaglichter


    Bilder

    Sprachgebrauch von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
    Sprachgebrauch von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

    Copyright: LIfBi


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Pädagogik / Bildung, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

    Sprachgebrauch von Jugendlichen mit Migrationshintergrund


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