In der DDR waren die Möglichkeiten, internationale Kontakte zu pflegen, stark eingeschränkt. Die in Halle (Saale) ansässige Leopoldina eröffnete ihren Mitgliedern jedoch weiterhin Möglichkeiten, innerdeutsche und internationale wissenschaftliche Kontakte zu knüpfen. Sie war zudem bestrebt, ihre politische Unabhängigkeit zu wahren. Ein vom Leopoldina Akademie Freundeskreis finanziertes Forschungsprojekt untersucht dieses Kapitel der Akademiegeschichte. Bei der Herbstveranstaltung von Leopoldina und Leopoldina Akademie Freundeskreis am Mittwoch, 14. Oktober 2026 spricht der Historiker Axel Doßmann über Lebens- und Berufserfahrungen von Mitgliedern und Mitarbeitenden der Leopoldina in der DDR.
Gemeinsame Herbstveranstaltung von Leopoldina und Leopoldina Akademie Freundeskreis e. V.
„Innerdeutscher Austausch in der Leopoldina bis in die 1990er Jahre – Beobachtungen nach zehn Zeitzeugen-Interviews“
Mittwoch, 14. Oktober 2026, 18:00 bis 21:00 Uhr
Vortragssaal der Leopoldina, Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale) und online
Im Rahmen des Projekts „Zeitzeugen-Interviews zur Thematik von Wissenschaftsdiplomatie und Wissenschaftskooperation der Leopoldina während der Zeit der DDR“ werden Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen dokumentiert, die die Aktivitäten der Leopoldina in der DDR miterlebt und mitgestaltet haben. So soll ein differenziertes Bild der damaligen Austauschpraktiken entstehen. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: „Welche Rolle spielte die Leopoldina für innerdeutsche und internationale Kontakte vor dem Hintergrund begrenzter Kontakt- und Reisemöglichkeiten?“ und „Welche Funktionen hatten die Jahrestreffen der Leopoldina für den wissenschaftlichen Austausch und die Vernetzung der Teilnehmenden?“. Die Interviews wurden transkribiert und bilden im Archiv der Leopoldina einen Ausgangspunkt für weitere Arbeiten zu Wissenschaft und Politik in der DDR.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten und wird auch online übertragen. Der Eintritt ist frei. Link zur erforderlichen Anmeldung sowie weitere Informationen: https://www.leopoldina.org/ergebnisse-und-termine/veranstaltungen/detail/innerde...
Journalistinnen oder Journalisten, die an der Veranstaltung teilnehmen möchten, können sich per E-Mail unter presse@leopoldina.org anmelden.
Kontakt:
Sonja Kastilan
Leiterin der Abteilung Wissenschaftskommunikation
Tel.: +49 (0)345 472 39-800
E-Mail: presse@leopoldina.org
Über die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina:
Als Nationale Akademie der Wissenschaften leistet die Leopoldina unabhängige wissenschaftsbasierte Politikberatung zu gesellschaftlich relevanten Fragen. Dazu erarbeitet die Akademie interdisziplinäre Stellungnahmen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. In diesen Veröffentlichungen werden Handlungsoptionen aufgezeigt, zu entscheiden ist Aufgabe der demokratisch legitimierten Politik. Die Expertinnen und Experten, die Stellungnahmen verfassen, arbeiten ehrenamtlich und ergebnisoffen. Die Leopoldina vertritt die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien, unter anderem bei der wissenschaftsbasierten Beratung der jährlichen G7- und G20-Gipfel. Sie hat rund 1.700 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern und vereinigt Expertise aus nahezu allen Forschungsbereichen. Sie wurde 1652 gegründet und 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt. Die Leopoldina ist als unabhängige Wissenschaftsakademie dem Gemeinwohl verpflichtet.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Politik
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
Deutsch

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