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16.10.2026 15:20

Forschungstalente von morgen im Rampenlicht: Young Researchers Symposium 2026 begeistert mit Ideenvielfalt

Esther Packullat Pressestelle
Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM

    Über 40 Promovierende der RPTU Kaiserslautern-Landau, Fraunhofer IESE, Fraunhofer ITWM, DFKI und der Hochschule Kaiserslautern präsentierten beim Young Researchers Symposium 2026 am 15. Oktober ihre Forschungsergebnisse im Wettbewerb. Die gemeinsam vom RPTU Center for Early Career Researchers (REaCh) und dem Leistungszentrum »Simulations- und Software-basierte Innovation« organisierte Veranstaltung förderte den fachübergreifenden Austausch und setzte dieses Jahr mit der erstmaligen Verleihung des Transfer Awards einen besonderen Akzent auf den Übergang von Forschung in Wirtschaft und Gesellschaft. Die besten Beiträge wurden mit Preisen im Gesamtwert von 6.000 Euro prämiert.

    Wie vielfältig, innovativ und zukunftsorientiert die Forschung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Region ist, zeigte das Young Researchers Symposium 2026 in Kaiserslautern. Promovierende präsentierten bereits zum siebten Mal in diesem Eventformat ihre Forschungsarbeiten in Vorträgen und Posterbeiträgen und nutzten die Veranstaltung für den fachübergreifenden Austausch mit Forschenden verschiedener Disziplinen und Institutionen.

    Das alle zwei Jahre stattfindende Symposium hat sich in den vergangenen Jahren als wichtige Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs etabliert. Promovierende aus Kaiserslautern und Landau erhielten die Möglichkeit, ihre Forschung einem fachfremden Publikum vorzustellen und dabei über die Grenzen ihres eigenen Fachgebiets hinaus in den Austausch zu gehen.

    Von KI bis Klimaforschung: Forschung verständlich machen und sichtbar werden
    Für Prof. Dr. Melanie Steffens, Vizepräsidentin für Karriereentwicklung, Diversität und Gleichstellung der RPTU sowie Patronin des Young Researchers Symposiums, liegt eine besondere Stärke der Veranstaltung in der Verbindung von interdisziplinärem Austausch, Nachwuchsförderung und Wissenschaftskommunikation: »Das Young Researchers Symposium ist etwas Besonderes, weil hier viele Aspekte zusammenkommen. Die Promovierenden präsentieren ihre Forschung vor einem fachfremden Publikum und haben nur zwölf Minuten Zeit, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären. Spitzenforschung zu betreiben ist das eine, Menschen außerhalb des eigenen Fachgebiets dafür zu begeistern, etwas anderes. Diese Kompetenz, wissenschaftliche Inhalte verständlich zu kommunizieren, wird im Laufe einer wissenschaftlichen Karriere immer wichtiger. Gleichzeitig stehen beim Symposium die Promovierenden selbst im Mittelpunkt. Auf vielen Fachkonferenzen präsentieren sie vielleicht ein Poster, hier erhalten sie eine große Bühne für ihre eigene Forschung und werden sogar mit Preisen ausgezeichnet«, sagt Steffens.

    Für die Psychologin war es die erste Teilnahme am Young Researchers Symposium. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von der Vielfalt der Themen und der hohen Qualität der Vorträge: »Von Genmanipulation bei Pflanzen über die Verbreitung von Viren bis hin zu Fragen des menschlichen Verhaltens war eine enorme Bandbreite vertreten. Besonders positiv überrascht hat mich, wie professionell die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschung präsentieren. Dieses Niveau der Wissenschaftskommunikation wäre vor einigen Jahrzehnten noch keineswegs selbstverständlich gewesen.« In insgesamt 16 Fachvorträgen und 26 Posterpräsentationen erhielt das Publikum Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse und diskutierten deren wissenschaftliche und gesellschaftliche Relevanz.

    Die Poster-Sessions, gemeinsame Pausen und das abschließende Get-Together boten zudem zahlreiche Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen und Kooperationen anzustoßen.

    Mehr als süße Aussichten: Erster Transfer Award für Forschung an klimaresistentem Maniok
    Ein besonderer Höhepunkt des diesjährigen Symposiums war die erstmalige Verleihung des Transfer Awards. Mit dem von der IHK Pfalz unterstützten Preis wurde Michelle Fritzler von der RPTU ausgezeichnet. In ihrem Talk unter dem Titel »From Sugar Transport to Food Security: Engineering Climate-resilient Cassava« (Vom Zuckertransport zur Ernährungssicherheit: Entwicklung klimaresistenter Maniokpflanzen) sah die Jury besonderes Potenzial für den Transfer in die Wirtschaft. Die Doktorandin der RPTU hat zudem auch noch den ersten Platz beim Talk-Award belegt.

    Steffen Blaga, Leiter des Geschäftsbereichs Innovation, Umwelt und Unternehmensförderung der IHK Pfalz, ist sichtlich begeistert: »Als die Verantwortlichen des Young Researchers Symposiums auf uns zukamen, musste ich nicht lange überlegen. Die Anfrage kam genau zur richtigen Zeit. Eine aktuelle Studie der Industrie- und Handelskammer Metropolregion Rhein-Neckar zeigt, dass unsere Region zwar hervorragend in Forschung und Innovation aufgestellt ist, wir aber noch viel stärker daran arbeiten müssen, wissenschaftliche Erkenntnisse in wirtschaftliche Anwendungen zu überführen – mehr Impulse setzen. Mit dem Transfer Award wollen wir genau diesen Gedanken stärken. Dabei möchten wir als IHK nicht nur einen Preis vergeben, sondern auch unser Netzwerk nutzen, um Brücken zu bauen und neue Kontakte zu ermöglichen«, betont Blaga. »Ich freue mich sehr, dass Michelle Fritzler gewonnen hat. Bei dem lebendigen Vortrag über die klimaresistente Nutzpflanzen hatte ich sofort im Kopf, wo wir damit ansetzen können. Wir werden aber auch noch im Nachgang der Veranstaltung als IHK noch auf weitere der Teilnehmenden zugehen und mit ihnen über ihre Idee und Ansätze sprechen.«

    Plattform für Austausch, Talente und Zukunftsideen
    Der neue Preis ergänzt die etablierten Auszeichnungen für die besten Vorträge, Poster und Abstracts und unterstreicht die Bedeutung des Wissens- und Technologietransfers. Er ist mit 1000 Euro dotiert. Vergeben wurden außerdem die Preise für die besten Vorträge, Posterpräsentationen und Abstracts des Symposiums. »Heute wurde deutlich, was Wissenschaft bewegen kann, wenn Menschen über Fach- und Institutionsgrenzen hinweg zusammenarbeiten!« freut sich Dr. Nicolas Fröhlich, Geschäftsführer des Leistungszentrums »Simulations- und Software-basierte Innovation« am Ende der Veranstaltung. »Die Stärke unseres Wissenschaftsstandorts liegt nicht nur in der Exzellenz der einzelnen Forschungseinrichtungen, sondern auch darin, wie gut sie zusammenarbeiten. Das Young Researchers Symposium bringt Menschen und Perspektiven aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen – und daraus entsteht ein besonderer Mehrwert für die Forschung. Der Austausch eröffnet neue Denkansätze, stößt Kooperationen an und trägt dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Praxis zu bringen. Das ist gelebter Wissens- und Technologietransfer und ein wichtiger Impuls für die Zukunft unserer Region.«

    Auszeichnungen des Young Researchers Symposium 2026
    Best Abstract Award

    1. Platz: Katherine Sirois (HS Kaiserslautern) und Yuchen Deng (HS Kaiserslautern): »From Deformation to Perception: Engineering the Feeling of Every Step«

    Best Talk Award

    1. Platz: Michelle Fritzler (RPTU): »From Sugar Transport To Food Security: Engineering Climate-Resilient Cassava«

    2. Platz: Annika Müller (RPTU): »Where's Zinc? Using an Organelle-Specific Fluorescence Sensor for Finding Zinc«

    3. Platz: Jelena Zaninovic (Fraunhofer ITWM): »Leaching in Active Protective Coatings captured In-Situ Using Synchrotron Radiation Nano-CT«

    Best Poster Award

    1. Platz: Rébecca Loubet (RPTU): »Can ChatGPT Study at RPTU?«

    2. Platz: Carla Jänicke (RPTU): »Exploring Language Awareness in Chemistry Teaching through 360-degree Video Vignettes«

    2. Platz: Gina Gräßle (RPTU): »Tiny Brain Organoids for Big Questions in Glioblastoma Research«

    3. Platz: Celine Warga (RPTU): »One Ring to Rule Them All: Forging the Epoxide with Copper Complexes«

    Transfer Award

    Preisträgerin: Michelle Fritzler (RPTU): »From Sugar Transport To Food Security: Engineering Climate-resilient Cassava«


    Weitere Informationen:

    https://www.leistungszentrum-simulation-software.de/Nachbericht-YRS-2026


    Bilder

    Preisträgerinnen beim Young Researchers Symposium 2026
    Preisträgerinnen beim Young Researchers Symposium 2026
    Quelle: Thomas Koziel
    Copyright: Thomas Koziel / RPTU


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

    Preisträgerinnen beim Young Researchers Symposium 2026


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