Exzellenzverbund fördert künftig in fünf Bereichen institutionenübergreifende wissenschaftliche Zusammenarbeit mit insgesamt 2,4 Mio. Euro
Ab 2027 bündeln insgesamt fünf Alliance Center Forschungsgeräte, Technologien und innovative IT-Infrastruktur im Berliner Exzellenzverbund und machen diese Wissenschaftler*innen institutionsübergreifend zugänglich. Neben dem bereits 2024 gegründeten Alliance Center Electron Microscopy (ACEM) werden vier neue Vorhaben bewilligt. Damit weitet die Berlin University Alliance ihr erfolgreiches Förderprogramm aus und stärkt nachhaltig die Zusammenarbeit im Wissenschafts- und Innovationsraum Berlin.
„Forschungsinfrastrukturen entfalten ihr volles Potenzial, wenn sie gemeinsam genutzt und weiterentwickelt werden. Diese kritische Masse können wir nur erreichen, wenn wir mit unserer Forschungsinfrastruktur berlinweit zusammenarbeiten. Die Alliance Center erleichtern im gesamten Exzellenzverbund den Zugang zu spezialisierten Ressourcen, fördern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen, bringen wissenschaftliche Expertise zusammen und schaffen neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit über Institutionsgrenzen hinweg“, sagt Niels Helle-Meyer, Sprecher des Steering Committee „Sharing Resources“ der Berlin University Alliance und Vizepräsident für Haushalt, Personal und Technik der Humboldt-Universität zu Berlin. „Mit insgesamt 10 hochklassigen Anträgen hatte das paritätisch aus Wissenschaft und Finanzexpertise besetzte Steering Committee ‚Sharing Resources‘ eine schwierige Auswahlentscheidung zu treffen. Wir waren begeistert vom wissenschaftlichen Niveau aller Anträge und von dem Willen zur Zusammenarbeit innerhalb der BUA. Darüber hinaus wird sich eine große Zahl außeruniversitärer Forschungsinstitute der BR50 mit den Alliance Centern assoziieren. Das ist nicht nur ein riesiger Erfolg für die gemeinsame Nutzung hochklassiger und technisch aufwändiger Forschungsinfrastruktur, sondern unterstreicht auch die BUA-Strategie für einen exzellenten Berliner Wissenschaftsraum!“
Die fünf Alliance Center im Überblick:
- Alliance Center Electron Microscopy (ACEM): Der Bereich Elektronenmikroskopie ist breit in der Berliner Forschungslandschaft aufgestellt und konnte bereits in der ersten Förderphase der BUA erfolgreich als Alliance Center entwickelt werden. Das AC führt Forschungslabore zur Elektronenmikroskopie über die vier BUA-Partner zusammen. Er bündelt hochkarätige Expertise und bereitet den Boden für eine gemeinsame IT-Infrastruktur. In der zweiten Förderperiode will das Konsortium die Nachwuchsförderung und die Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen ausbauen.
- Berlin Center for Advanced Spectroscopy (BCAS): Das Zentrum verknüpft spektroskopische Forschungsinfrastrukturen und ermöglicht übergreifende Beratung sowie abgestimmte Zugangsmodelle für unterschiedliche Methoden und Geräte zur Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen elektromagnetischer Strahlung (Licht, Wärme, Röntgen- oder Radiowellen) und Materie. Eine enge Zusammenarbeit mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Berlin Research 50 ist erfolgreich vereinbart.
- Primary Tissue & Organoid Models (PTOM): Zelllinien werden oft einzeln und losgelöst von ihrem körperlichen Zusammenhang untersucht. Mit diesem AC wird eine Infrastruktur gefördert, die es ermöglicht, humanes Gewebe in natürlichen Gewebezusammenhängen zu untersuchen. Aufgebaut werden soll eine Forschungsservicekette vom Zugang zu humanem Gewebe über die Entwicklung und Qualitätskontrolle der Modelle bis hin zur Bildgebung. Der richtungsweisende Ansatz von PTOM stellt zugleich einen Beitrag zur Begrenzung von Tierversuchen auf das absolut notwendige Maß dar, da die Gewebe- und Organoid-Modelle aus menschlichen Zellen erzeugt werden.
- Offene Infrastruktur für digitale Präventions- und Interventionsforschung (Open-DPI): Die gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur im Bereich psychischer Gesundheit verbindet die technische Entwicklung digitaler Gesundheitsanwendungen mit wissenschaftlicher Evaluation. Zentraler Baustein ist die BUA-weite Öffnung der Softwareplattform DIRECT, mit Schwerpunkt auf Psychiatrie und Psychotherapie.
- Light Microscopy Alliance Berlin (LIMA): Das Zentrum vernetzt Lichtmikroskopie-Infrastrukturen und Bildanalyse-Expertise im Exzellenzverbund. Beratungsangebote werden Forschenden den Weg zu geeigneten Geräten und Methoden erleichtern, die verstärkt gemeinsam genutzt werden. Ihre Beteiligung an diesem Alliance Center haben u. a. auch die beiden Berliner Nobelpreisträger*innen Emmanuelle Charpentier und Peter Hegemann mit ihren jeweiligen Einrichtungen zugesagt.
Die Berlin University Alliance
Die Berlin University Alliance ist der Exzellenzverbund von Freier Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technischer Universität Berlin und Charité – Universitätsmedizin Berlin. Gemeinsam gestalten die vier Einrichtungen einen integrierten Wissenschafts- und Innovationsraum mit gemeinsamen Infrastrukturen, starken Netzwerken und neuen Formen der Zusammenarbeit. So stärkt die Berlin University Alliance den Wissenschaftsstandort Berlin und trägt dazu bei, den Wandel von Forschung und Wissenschaft aktiv mitzugestalten. Die Berlin University Alliance wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und dem Land Berlin im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.
Weitere Informationen
- zum Handlungsfeld „Sharing Resources“ der Berlin University Alliance: https://www.berlin-university-alliance.de/commitments/sharing-resources/index.ht...
- zum Alliance Center Electron Microscopy (ACEM): https://www.berlin-university-alliance.de/commitments/sharing-resources/alliance...
Pressekontakt
- Suhana Reddy, Leitung der Kommunikation der Berlin University Alliance, E-Mail: suhana.reddy@berlin-university-alliance.de
Fachliche Rückfragen
- Ricarda Keenan, Leitung der Management Unit „Sharing Resources“ der Berlin University Alliance, E-Mail: ricarda.keenan@berlin-university-alliance.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
fachunabhängig
überregional
Kooperationen, Organisatorisches
Deutsch

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