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28.10.2026 10:14

Universitätsmedizin Mainz schafft bundesweit einheitlichen Qualifizierungsstandard zur „Zusatzqual

Nadine Berger M. Sc. Unternehmenskommunikation
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Das Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz hat ein Curriculum für die Fachweiterbildung Pflegeexpert:in „Chest Pain Unit“ entwickelt. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hat das Weiterbildungscurriculum in der Fachzeitschrift „Die Kardiologie“ veröffentlicht. Für die multiprofessionellen Teams der Gesundheitsfachberufe in Chest Pain Units (CPU) gibt es damit erstmals einen bundesweit einheitlichen Qualifizierungsstandard, nach dem verpflichtend geschult werden muss, um die „Zusatzqualifikation Chest Pain Unit“. Das Curriculum definiert die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, die Angehörige der Gesundheitsfachberufe für diese spezialisierte Tätigkeit benötigen.

    Bei akuten Brustschmerzen zählt jede Minute, um einen möglichen Herzinfarkt oder eine andere lebensbedrohliche Erkrankung festzustellen. In Chest Pain Units (CPU) werden Patient:innen mit unklarem Thoraxschmerz und möglichen kardiologischen Notfällen leitliniengerecht und zeitkritisch versorgt.

    Das Weiterbildungscurriculum „Zusatzqualifikation Chest Pain Unit“, veröffentlicht von der DGK, bietet eine klare Definition der dafür erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen in den Gesundheitsfachberufen. Entwickelt hat diese mittlerweile bundesweit einheitliche Weiterbildung Diplom Pflegewirtin (FH) Gabriele Maas, Departmentleitung der Pflege- und Gesundheitsfachberufe im Department für Herz-, Lungen- und Gefäßmedizin der Universitätsmedizin Mainz, zusammen mit ihrem ehemaligen Kollegen Dr. Sebastian Sonnenschein.

    „Die Versorgung von Patient:innen mit akutem Thoraxschmerz ist eine anspruchsvolle interprofessionelle Aufgabe. Dafür braucht es nicht nur hochqualifizierte Ärzt:innen, sondern ebenso Pflegefachpersonen mit spezifischer Expertise und klar definierten Handlungskompetenzen“, sagt Gabriele Maas. „Mit dem neuen DGK-Curriculum schaffen wir eine verlässliche Grundlage für diese Zusatzqualifikation und stärken somit die Qualität und Sicherheit der Versorgung in Chest Pain Units.“

    Die berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte aus Gesundheitsfachberufen, die in einer CPU arbeiten, und orientiert sich an den dortigen Anforderungen des klinischen Alltags. Neben medizinischen Grundlagen und Akutkardiologie sind beispielsweise die Diagnostik durch Elektrokardiogramm (EKG) und Untersuchungen im Herzkatheterlabor, sowie Komplikations- und Notfallmanagement Teil des Curriculums. Darüber hinaus erlernen die Teilnehmenden unter anderem pflegewissenschaftliche, ethische und kommunikative Kompetenzen. Praktische Übungen und ein zertifizierter Reanimationskurs runden die Fachweiterbildung ab. Die Zusatzqualifikation ist mit dem Gütesiegel der DGK verbunden und liefert damit ein sichtbares Qualitätsmerkmal für Patient:innen.

    Curriculum der Universitätsmedizin Mainz wird zum bundesweiten Standard
    Initial haben Gabriele Maas und Dr. Sebastian Sonnenschein die Weiterbildung „Pflegeexpert:in Chest Pain Unit“ für die Gesundheitsfachberufe an der Universitätsmedizin Mainz konzipiert und hier 2006 das erste Mal unterrichtet. „Unser Konzept wurde aber sehr schnell deutschlandweit nachgefragt, sodass wir die Türen für externe Teilnehmende geöffnet haben“, sagt Gabriele Maas. Inzwischen bieten auch andere Kliniken in Deutschland entsprechende Weiterbildungen nach dem Mainzer Vorbild an. Mit dem Start des 17. Weiterbildungskurses setzt die Universitätsmedizin Mainz ihr etabliertes Angebot jetzt weiter fort.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Gabriele Maas, Diplom Pflegewirtin (FH)
    Departmentleitung für Pflege- und Gesundheitsfachberufe
    Department für Herz-, Lungen- und Gefäßmedizin
    Case Managerin DGCC
    Universitätsmedizin Mainz
    E-Mail gabriele.maas@unimedizin-mainz.de


    Originalpublikation:

    Gabriele Maas, Sebastian Sonnenschein, Thomas Münzel, Evangelos Giannitsis, Michael Jacobs, Ansgar Rotert.
    Zusatzqualifikation Chest Pain Unit – DGK-Weiterbildungscurriculum. Die Kardiologie (2026)

    DOI: https://doi.org/10.1007/s12181-026-00825-4


    Weitere Informationen:

    https://www.unimedizin-mainz.de/newsroom/neuigkeiten/aktuelle-meldungen/newsdeta... Pressemitteilung der Universitätsmedizin Mainz


    Bilder

    Die berufsbegleitende Fachweiterbildung „Pflegeexpert:in Chest Pain Unit“ schafft erstmals einen bundesweit einheitlichen Qualifizierungsstandard, nach dem verpflichtend geschult werden muss, um die „Zusatzqualifikation Chest Pain Unit“ zu erhalten.
    Die berufsbegleitende Fachweiterbildung „Pflegeexpert:in Chest Pain Unit“ schafft erstmals einen bun ...
    Quelle: Dominik Gruszczyk
    Copyright: Universitätsmedizin Mainz/Dominik Gruszczyk

    Die Teilnehmenden der Fachweiterbildung „Pflegeexpert Chest Pain Unit“ lernen bei einer Schweineherzpräparation den Aufbau und die Anatomie des Herzens.
    Die Teilnehmenden der Fachweiterbildung „Pflegeexpert Chest Pain Unit“ lernen bei einer Schweineherz ...
    Quelle: Dominik Gruszczyk
    Copyright: Universitätsmedizin Mainz/Dominik Gruszczyk


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

    Die berufsbegleitende Fachweiterbildung „Pflegeexpert:in Chest Pain Unit“ schafft erstmals einen bundesweit einheitlichen Qualifizierungsstandard, nach dem verpflichtend geschult werden muss, um die „Zusatzqualifikation Chest Pain Unit“ zu erhalten.


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    Die Teilnehmenden der Fachweiterbildung „Pflegeexpert Chest Pain Unit“ lernen bei einer Schweineherzpräparation den Aufbau und die Anatomie des Herzens.


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