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04.11.2004 14:53

Ländliche Regionen durch IT stärken

Dipl.-Journ. Constantin Schulte Strathaus Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

    Seit dem 1. November beteiligt sich die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt an einem Projekt, das die Entwicklung ländlicher Regionen in der Europäischen Union zur Aufgabe hat. Der Eichstätter Soziologieprofessor Dr. Rainer Greca und sein Team waren bereits mehrfach in europäischen Projekten tätig und wenden sich im Rahmen des nun angelaufenen EU-Forschungsprojektes "A strategy for the growth and development of rural communities through training in information technology" einer aktuellen Problematik des ländlichen Raumes zu: Durch die Konzentration qualifizierter Arbeitsplätze vor allem im städtischen und großstädtischen Bereich nimmt die Abwanderung junger, gut ausgebildeter Menschen aus dem ländlichen Raum zu.

    Dies führt in vielen Regionen neben der Ausdünnung der Bevölkerung zu weiteren negativen Entwicklungen, wie: Rückgang der Geburtenrate, Schulschließungen, Abwanderung von Unternehmen aufgrund fehlender qualifizierter Arbeitskräfte, steigende Arbeitslosigkeit, Mindereinnahmen der Gemeinden und in Folge davon Schließung öffentlicher Einrichtungen. "Es gilt diese negativen Entwicklungstendenzen im ländlichen Raum aufzuhalten und die sich auftuende Schere zwischen hoch entwickelten städtischen Räumen und weiter zurückfallenden ländlichen Räumen durch ein innovatives Konzept zu verringern", erklärt Professor Greca. Der ländliche Raum sei mehr als nur eine Rückzugsalternative für gestresste Städter und daher sei es notwendig, dass moderne Technologien genau wie in städtischen Regionen nutzbar gemacht werden.

    Im Rahmen des Projektes wird nach einer ausführlichen Analyse der lokalen Strukturen und bereits vorhandener vorbildlicher Lösungen in fünf Mitgliedsländern der Europäischen Union ein Trainingsprogramm entwickelt, das eine regions- und gemeindenahe Qualifikation ermöglicht. Die Eichstätter Soziologen werden sich dabei auf die Situation in Deutschland konzentrieren. Das Projekt wird mit insgesamt 650.000 € finanziert. Ziel ist es dabei, verschiedensten Personenkreisen (Schulabgänger, Hausfrauen, Arbeitslose, aber auch Senioren, Landwirten usw.) eine Weiterqualifizierung zu ermöglichen und deren Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen. Den in ländlichen Regionen vorhandenen Betrieben soll somit die Möglichkeit geboten werden, auf qualifizierte Arbeitskräfte aus der Region zurückgreifen zu können statt in andere Bereiche abwandern zu müssen. Im Idealfall kommt es durch diese Maßnahme im ländlichen Raum zu einer Neuansiedlung von Betrieben.

    In dem über 2 Jahre dauernden Forschungsprojektes, für das die Provinz Parma die Federführung übernommen hat, arbeiten neben den Eichstätter Soziologen noch Einrichtungen und Hochschulinstitute aus England, Spanien, Belgien und Italien mit.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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