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10.11.2004 09:27

Ursachen von Angst und Furcht

Sabine Köditz Hochschulkommunikation
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

    Im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald wurde das erste deutsch-norwegische Graduiertenkolleg eröffnet

    Greifswald, 9. November 2004. Die Ursachen von Angst und Furcht werden künftig im Rahmen des ersten deutsch-norwegischen Graduiertenkollegs erforscht, das heute im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald eröffnet wurde. Das International Center for Integrated Neuroscience at the Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald (ICIN) - so der offizielle Name des internationalen Graduiertenkollegs - bietet zwölf Doktorandinnen und Doktoranden in den nächsten drei Jahren Gelegenheit, mit einem Stipendium des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald an den Universitäten in Greifswald, Trier und Bergen (Norwegen) zu forschen und an einer der drei beteiligten Universitäten zu promovieren.

    Das Spektrum der Themen, zu denen die Nachwuchsforscher arbeiten werden, reicht von Tierexperimenten zur Reparatur von Nervenzellen im Gehirn über die Anwendung nichtlinearer Modelle zur Analyse von Gehirnkurven bis zur Erforschung der Ursachen bestimmter psychischer Störungen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten kommen aus allen Teilen Deutschlands, aus Belgien, Norwegen und Rumänien. An den drei beteiligten Universitäten werden jeweils vier von ihnen forschen. Um ihre Forschungsergebnisse auszutauschen, werden sich die acht Stipendiatinnen und vier Stipendiaten alle drei Monate in Greifswald zu einem Kolloquium treffen. Gelehrte aus aller Welt sollen dazu als Gast-referenten eingeladen werden.

    Getragen wird das deutsch-norwegische Graduiertenkolleg - ein Projekt der Nachwuchsförderung des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald - von international renommierten neurowissenschaftlichen Forschergruppen an den Universitäten Bergen (Norwegen), Greifswald und Trier. Es ist das erste internationale Graduiertenkolleg, an dem neben deutschen Universitäten auch eine norwegische Hochschule beteiligt ist. Bis zum Start waren deshalb eine Reihe organisatorischer Hürden zu überwinden, denn die Nachwuchsförderung in Norwegen, das nicht der EU angehört, ist ganz anders strukturiert als in Deutschland.

    Möglich wurde die deutsch-norwegische Kooperation schließlich dank der Bereitschaft der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, das Kolleg allein und ohne finanzielle Beteiligung eines norwegischen Partners zu finanzieren - die nach den Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft für internationale Graduiertenkollegs unumgänglich gewesen wäre. Über 800.000 € wird die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in den nächsten drei Jahren für das Graduiertenkolleg aufwenden.

    Ausgewählt wurden die Stipendiatinnen und Stipendiaten von den Leitern der drei kooperierenden neurowissenschaftlichen Institute, den Professoren Alfons Hamm (Institut für Physiologische und Klinische Psychologie/Psychotherapie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald), Kenneth Hugdahl (Institut für Biologische und Medizinische Psychologie der Universität Bergen, Norwegen) und Werner Wittling (Zentrum für Neuropsychologische Forschung der Universität Trier). Nach einer europaweiten Ausschreibung im Juli hatten sich 56 neurowissenschaftliche Nachwuchsforscher aus ganz Europa um ein Greifswalder Stipendium beworben.

    Zur Eröffnung des Graduiertenkollegs übermittelte der Wissenschaftliche Direktor des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs, Professor Klaus Pinkau, den Gästen die Grüße des Kuratoriumsvorsitzenden der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Professor Berthold Beitz. Als das Alfried Krupp Wissen-schaftskolleg am 3. Dezember 2002 im Greifswalder Dom St. Nikolai eröffnet wurde, wünschte sich Professor Beitz, daß das Greifswalder Kolleg ?ein Ort sein möge, an dem besonders junge Forscher und Wissenschaftler miteinander ins Gespräch kommen?. Diesem Ziel ist das Kolleg mit der nun begonnenen internationalen Kooperation ein gutes Stück nähergekommen. Und das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg wird im nächsten Jahr, wie Professor Pinkau hervorhob, den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen, indem es gezielt Projekte anregt und fördert, die die Anziehungskraft Greifswalds auf den wissenschaftlichen Nachwuchs möglichst vieler Fächer stärken.

    Weitere Informationen erteilt Ihnen gern
    Dr. Reinold Schmücker, Wissenschaftlicher Koordinator, Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald,
    D-17487 Greifswald, Telefon (03834) 86-19026/19028, Telefax (03834) 86-19005
    reinold.schmuecker@wiko-greifswald.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Psychologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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