Gerhard Hoch erhält Ehrendoktorwürde für sein zeithistorisches Lebenswerk und sein pädagogisches Engagement

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10.11.2004 12:39

Gerhard Hoch erhält Ehrendoktorwürde für sein zeithistorisches Lebenswerk und sein pädagogisches Engagement

Julia Boecker Präsidium
Universität Flensburg

    Dritte Ehrenpromotion an Flensburger Hochschule

    "Die Universität Flensburg verleiht Herrn Gerhard Hoch, geboren am 21. März 1923 in Alveslohe, für hervorragende wissenschaftliche Leistungen den Grad eines Doktors der Philosophie ehrenhalber (Dr. phil. h.c.). Mit der Auszeichnung würdigt die Universität Flensburg das zeithistorische Lebenswerk und pädagogische Engagement des Geehrten." So wird es in der Promotionsurkunde heißen, die Gerhard Hoch am 16. November 2004 von Prof. Dr. Heiner Dunckel, Rektor der Universität Flensburg, feierlich verliehen bekommen wird. Die Verleihung findet im ZV 009 (Gebäude E, gegenüber Campushalle) der Universität von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr statt. Nach Dr. h. c. Rudolf Karnick (Schulpädagogik, 13. Juni 1986, Pädagogische Hochschule Flensburg) und Dr. h. c. Gerhard Winkel (Didaktik der Biologie, 29. Juni 1994, Bildungswissenschaftliche Hochschule, Universität) ist Gerhard Hoch erst der dritte Wissenschaftler, dem die Ehrenpromotionswürde an der Flensburger Hochschule verliehen wird.

    Gerhard Hoch, geboren 1923, war nach Besuch der Lehrerbildungsanstalt, Kriegsdienst, Gefangenschaft und anschließendem Theologiestudium fast drei Jahrzehnte Diplom-Bibliothekar in der Hamburger Lehrerbibliothek. Seit über 25 Jahren betreibt er intensive Forschungsarbeit zur Geschichte Schleswig-Holsteins im Nationalsozialismus. Hierzu zählen auch Forschungen über Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Schleswig-Holstein.

    Prof. Dr. Uwe Danker vom Institut für Geschichte an der Universität Flensburg und Vorsitzender des Promotionsausschusses der Universität zeigt sich beeindruckt vom Werk von Gerhard Hoch: "Der Geehrte hat zu einem Zeitpunkt, als sich die etablierte Regionalgeschichte dem Thema noch verschloss, durch seine lokalen Forschungen zum Nationalsozialismus Pionierarbeiten vorgelegt. " Nach der Begrüßung durch Prof. Dunckel und den Grußworten von Staatssekretär Dr. Hellmut Körner wird Prof. Danker die Gutachten zur Arbeit von Hoch zusammenfassen und den Weg zur Ehrendoktorwürde erläutern. "Insbesondere würdigen wir auch, dass Herr Hoch seine fachlichen Forschungen mit einem fundierten pädagogischen Engagement in der von ihm getragenen KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen verbunden hat", so Danker.

    Gerhard Hoch ist Gründungsmitglied des "Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein e.V.". Von ihm liegen zahlreiche Veröffentlichungen vor, wobei dem Buch "Zwölf wiedergefundene Jahre. Kaltenkirchen
    unter dem Hakenkreuz" aus dem Jahr 1980 eine besondere Bedeutung zukommt. Für seine Arbeiten erhielt Gerhard Hoch bereits verschiedene Ehrungen, so z.B. die Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein und den "Marion-Samuel-Preis" der Stiftung "Erinnerung". Gerhard Hoch ist zudem Initiator und langjähriger Motor der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen.

    Im Anschluss an die Verleihung der Urkunde wird Gerhard Hoch das Wort haben. Anschließend hält Privat-Dozent Johannes Tuchel, Freie Universität Berlin und Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, den Festvortrag zum Thema "Verfolgung im Nationalsozialismus: Ansätze der neueren Forschung".

    Kontakt:
    Julia Boecker, Tel. 0461 - 14 44 916, Email: presse@uni-flensburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie
    überregional
    Personalia
    Deutsch


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