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18.11.2004 14:10

Verleihung des DPZ-Förderpreises

Dr. Dr. Michael Schwibbe Stabsstelle Kommunikation
Deutsches Primatenzentrum

Der Förderpreis 2004 wird am Montag, dem 22.11.04 um 18:00 im Hörsaal des Deutschen Primatenzentrums, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen verliehen. Der diesjährige Preisträger ist Herr Dr. Christian Roos.

Der Förderkreis des Deutschen Primatenzentrums e.V. (DPZ) verleiht jährlich einen Förderpreis für besondere wissenschaftliche Leistungen im Rahmen einer Promotion. Der Förderpreis besteht aus einem Geldpreis und ist verbunden mit einem sechsmonatigen Stipendium an einer Forschungseinrichtung nach Wahl des Preisträgers. Der Preis ist damit einer der höchst dotierten Promotionspreise in Deutschland. Der diesjährige Preisträger ist Herr Dr. Christian Roos.

Dr. Christian Roos wurde am 29. Oktober 1972 in München geboren. Er machte 1993 sein Abitur am naturwissenschaftlichen Gymnasium Unterhaching. In Anschluß an den Zivildienst in der Abteilung für pädiatrische Genetik der Ludwig-Maximilans-Universität München studierte er Biologie an der Technischen Universität München. Im Studienverlauf spezialisierte er sich auf das Fachgebiet "Molekulargenetik". Im Rahmen seiner Diplomarbeit untersuchte er die molekulare Evolution der Schlank- und Stummelaffen und schloß 2000 sein Studium als Diplombiologe mit der Gesamtnote "sehr gut" ab. Unmittelbar nach Beendigung seiner Diplomarbeit begann er seine Dissertation am DPZ unter Betreuung von Prof. Dr. Hans Zischler mit dem Thema "Molekulare Evolution der Halbaffen (Strepsirrhini)". Die biologische Fakultät der Technischen Universität München bewertete die Promotion 2003 mit der Gesamtnote "summa cum laude".
Halbaffen stellen einen der beiden evolutionären Hauptzweige der Primaten dar. Aufgrund ihrer Artenvielfalt und ihre unterschiedlichen Verbreitungsgebiete (Madagaskar, Afrika und Asien) waren die evolutionären Verwandtschafts-beziehung zwischen den einzelnen Halbaffengruppen bisher umstritten. Mit der Analyse von springenden Elementen der DNA, sogenannten Alus, konnte Herr Roos viele offene Fragen in der Halbaffen-Evolution lösen. Basierend auf seinen Erkenntnissen gilt nun ein afrikanischer Ursprung der Halbaffen als höchst wahrscheinlich. Jeweils nur eine Auswanderung von Afrika aus bewirkte demnach die Besiedelung Asiens vor ca. 42 Millionen und Madagaskars vor ca. 64 Millionen Jahren.
Als Post-Doc am DPZ widmet sich Herr Roos einerseits dem Artenschutz und der Evolution von Languren und Gibbons in Indochina und betreut andererseits die Gendatenbank des DPZ.


Weitere Informationen:

http://www.dpz.gwdg.de/foerder/FOERD2004.pdf - Programm der Preisverleihung
http://www.dpz.gwdg.de/foerder/home.htm - Förderverein
http://www.dpz.gwdg.de/genetik/index.html - Forschergruppe Primatengenetik
http://www.dpz.gwdg.de/ - Deutsches Primatenzentrum


Ergänzung vom 22.11.2004

Das Copyright für das Fingertier-Bild liegt bei Roland Hilgartner - rhilgartner@dpz.gwdg.de -, der vor einer Veröffentlichung im DPZ kontaktiert werden muss.


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Informationstechnik, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungsergebnisse, Personalia
Deutsch


Der diesjährige Preisträger ist Herr Dr. Christian Roos.


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Genetische Analysen stellen das Fingertier (Daubentonia madagascariensis) in eine evolutionäre Schwestergruppe der anderen madegassischen Halbaffen.


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